Zwischen DB Cargo, Kindern und Corona

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Diese Bahn bewegt Deutschland. Jeden Tag.

Eine Bahn. Verlässlich. Für alle Menschen.

Eine Bahn, die stolz macht.

Mit der neuen Strategie “DB 2035” setzt die DB den Kurs für das kommende Jahrzehnt. Im Mittelpunkt stehen Verlässlichkeit, Qualität und ein spürbar besseres Reiseerlebnis für die Kundinnen und Kunden. Voraussetzung für den Erfolg ist ein konsequenter Umbau des Konzerns, dezentrales Unternehmertum und ein grundlegender Kulturwandel. Erfolgsfaktor ist eine Kultur, in der sich Leistung und Verantwortung lohnen.

Quelle: Deutsche Bahn AG / Jonas Becker
Das Coronavirus hat Deutschland erreicht und bringt das tägliche Leben teilweise zum Erliegen – nicht aber den Güterverkehr. DB Cargo bringt täglich Medikamente, Lebensmittel und Kraftstoffe in alle Regionen – und ist für die Versorgung des Landes wichtiger denn je. Lokführerin LuBelle Kreutzer leistet ihren Beitrag dazu im Führerhaus. Wie sie die aktuelle Situation mit zwei Kindern und der Arbeit erlebt und warum sie Covid-19 für uns alle auch als Chance sieht.

Ob Mehl, Klopapier oder Getränke: Nach den ersten Hamsterkäufen sind die gestern noch leer gefegten Supermarktregale jeden Morgen wieder gut befüllt. Eine, die hier regelmäßig für Nachschub sorgt, ist LuBelle Kreutzer. Die 35-Jährige ist Rangier- und Streckenlokführerin bei DB Cargo. Sie steuert Güterzüge von Köln-Gremberg quer durch Deutschland bis zur Grenze – und bringt von da die Züge von Kollegen aus Belgien oder Luxemburg sicher in die deutschen Güterbahnhöfe.

Freie Schienen und leere Büros 

Vom Coronavirus bekommt sie im Arbeitsalltag noch nicht so viel mit, schließlich läuft der Güterverkehr. „Ich merke bloß, dass die Schienen für den Fahrgastverkehr etwas leerer sind. Auch in den Büros im Güterbahnhof Köln-Gremberg ist weniger los, weil unsere Planer im Homeoffice arbeiten“, erzählt sie. Zusätzliche Hygiene-Maßnahmen? Bei DB Cargo nichts Neues: „Wenn wir einen Zug von einem Kollegen übernehmen, ob an der Grenze oder im Landesinneren, desinfizieren wir vorab alle Hebel und Knöpfe. Wir sind hier schon immer gut mit Desinfektionsmitteln ausgestattet und mit entsprechenden Verhaltensweisen betraut“, sagt Kreutzer.

Zu Hause ist das Thema Covid-19 bei der Lokführerin schon etwas spürbarer. Sie hat zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Geschlossene Schulen und Kitas bedeuten jetzt, dass die beiden rund um die Uhr zu Hause sind und Betreuung brauchen. Ein Glück, dass der Vater der Kinder ebenfalls Lokführer und bei DB Fernverkehr angestellt ist. „Wir konnten unsere Schichten schon immer so abstimmen, dass einer von uns zu Hause ist und sich um die Kinder kümmern kann.“

Virtuelles Klassenzimmer zu Hause

Damit die Kinder weiterhin einen strukturierten Alltag haben, verlagert sich der Schulunterricht jetzt ins Wohnzimmer. Kreutzer findet es super, dass digitale Lösungen den Bildungsauftrag von Schulen und Ausbildungseinrichtungen aufrechterhalten: „Wir haben einen Stundenplan und Unterrichtsmaterialien zugeschickt bekommen. In einem virtuellen Klassenzimmer, also einem Internetportal für die ganze Schule, können die Kinder ihre Hausaufgaben hochladen“, erzählt sie. Beim improvisierten Sport- oder Sachkundeunterricht ist sogar die ganze Familie gefragt, zum Beispiel bei einem täglichen Spaziergang oder bei der Suche nach Frühblühern im heimischen Garten. 

Dass der Güterverkehr trotz der Ausbreitung von Covid-19 auf der Schiene rollt, ist in der aktuellen Situation wichtiger denn je. „Man merkt zunehmend, welche Rolle die Logistik neben dem Pflege- und Verkaufspersonal für unsere Gesellschaft einnimmt. Wir sorgen dafür, dass die Supermarktregale nachgefüllt werden, die Krankenhäuser genug Medikamente bekommen und die Wirtschaft weiter funktioniert“, sagt Kreutzer. Das gelte auch für die Kollegen von DB Schenker, die mit dem Lkw unterwegs sind. Trotz der angespannten Lage versucht die Lokführerin, den aktuellen Entwicklungen auch etwas Positives abzugewinnen: „Wir werden gerade alle aus unserem gewohnten Alltag rausgeholt und lernen eine völlig andere Lebensweise kennen. Dadurch bekommt das Thema Gemeinschaft in unserer Gesellschaft einen ganz neuen Wert.“