Deutsche Bahn
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Klimaschutz

Für einen effektiven Klimaschutz wollen wir unsere Treibhausgase weiter reduzieren. Damit das gelingt, benötigen wir Transparenz darüber, wo die Treibhausgase entstehen. Hier finden Sie alle relevanten Daten zum Thema Energie, CO₂-Emissionen und CO₂-Äquivalente.

Bahnfahren ist Klimaschutz – unser Klimaziel

Ende 2017 haben wir uns ein neues Klimaziel gesetzt: Bis zum Jahr 2030 wollen wir den spezifischen Ausstoß unserer Treibhausgase mehr als halbieren. Für den Bahnverkehr in Deutschland bedeutet das eine absolute Reduktion von mehr als zwei Millionen Tonnen CO2. Bis zum Jahr 2050 wollen wir insgesamt klimaneutral sein. Gleichzeitig hat sich DB Schenker als erster internationaler Logistiker dazu verpflichtet, in der nächsten Dekade CO2-neutral zu wachsen. Gegenüber dem Jahr 2006 soll der spezifische Ausstoß der Treibhausgase mindestens um 40 Prozent sinken. 

Um unsere Ziele zu erreichen benötigen wir Transparenz darüber, wo die CO₂-Emissionen entstehen.

Unser CO2-Fußabdruck 

Um die nötige Transparenz herzustellen, messen – und veröffentlichen – wir regelmäßig unseren CO₂-Fußabdruck. Dieser stellt dar, wie viele Treibhausgasemissionen wir in jedem Jahr verursachen. Er setzt sich zusammen aus den Emissionen aller Fahrten und Transporte des DB-Konzerns – im Schienen-, Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr –, sowie den Emissionen der stationären Anlagen wie Bahnhöfe oder Werkstätten und den Emissionen des Fuhrparks, zu dem beispielsweise Firmenfahrzeuge gehören. Weitere Treibhausgase, wie die Emissionen aus der Lieferkette, sind dabei derzeit noch nicht berücksichtigt. 

Absolute Treibhausgas-Emissionen der Deutschen Bahn 2018
nach Verkehrsarten, Angaben in Mio. Tonnen CO₂e

Wir berücksichtigen bei der Ergebnisberechnung für unser Klimaziel, für unseren ökologischen Fußabdruck und für die spezifischen Emissionen neben CO₂ auch alle weiteren für uns relevanten klimawirksamen Gase. Dazu zählen nach dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol zum Beispiel die Gase Methan und Lachgas (Distickstoffmonoxid). Diese Gase werden in CO₂-Äquivalenten (CO₂e) angegeben, das bedeutet, sie werden hinsichtlich ihrer Klimawirksamkeit in CO₂ umgerechnet. Zusätzlich stellen wir aber auch gesondert unsere reinen CO2-Emissionen dar.

Absolute COÄquivalente (CO2e) nach Fahrten, Transporte und stationäre Anlagen (in Mio. t)

2018

2017

2016

Gesamt

20,81

21,98

21,18

davon Schienenpersonennahverkehr

2,91

3,17

3,1

        davon Deutschland

2,15

2,38

2,88

davon Schienenpersonenfernverkehr

0,05

0,52

0,52

davon Busverkehr

1,72

1,76

1,78

       davon Deutschland

0,59

0,63

0,67

davon Schienengüterverkehr

1,82

1,98

2,05

davon Straßengüterverkehr

3,67

3,9

3,89

davon Luftfracht 

6,78

6,76

6,16

davon Seefracht 

2,27

2,27

2,07

davon sonstige Verkehre 2

0,11

0,11

0,11

davon stationäre Anlagen

1,47

1,51

1,52

Well-To-Wheel (WTW), Scope 1-3
1) Mit Vor-und Nachlauf
2) Unter anderem DB Fuhrpark, innerbetrieblicher Verkehr
Absolute CO2-Emissionen nach Fahrten, Transporte und stationären Anlagen (in Mio. t)

2018

2017

2016

Gesamt

20,81

21,25

20,46

davon Schienenpersonennahverkehr

2,91

2,98

2,91

       davon Deutschland

2,15

2,21

2,21

davon Schienenpersonenfernverkehr

0,05

0,48

0,47

davon Busverkehr

1,72

1,70

1,73

       davon Deutschland

0,59

0,62

0,66

davon Schienengüterverkehr

1,82

1,85

1,92

davon Straßengüterverkehr

3,67

3,75

3,74

davon Luftfracht 

6,77

6,71

6,12

davon Seefracht 

2,27

2,25

2,05

davon sonstige Verkehre 

0,11

0,11

0,11

davon stationäre Anlagen

1,47

1,42

1,43

Well-To-Wheel (WTW), Scope 1-3
1) Mit Vor-und Nachlauf
2) Unter anderem DB Fuhrpark, innerbetrieblicher Verkehr

Aufteilung der CO2-Äquivalente nach Scopes

Die Aufteilung der CO₂-Äquivalente auf die verschiedenen Emissionsbereiche (Scopes) zeigt, dass ein hoher Anteil der Treibhausgasemissionen bei beauftragten Dienstleistern im Speditions- und Logistikgeschäft anfällt. Dies bedeutet eine besondere Herausforderung bei der Steuerung von Reduktionsmaßnahmen, aber auch bei der Erhebung der Daten. Der DB-Konzern arbeitet kontinuierlich an Maßnahmen zur Verbesserung der Datengrundlagen.

Ein wichtiger Baustein – mehr erneuerbare Energien

Um ihr Klimaziel zu erreichen, hebt die Deutsche Bahn den Anteil erneuerbarer Energien im DB-Bahnstrommix bereits bis 2030 schrittweise auf 80 Prozent an – bezogen auf die DB-eigenen Transporteure. Heute liegt der Anteil des Ökostroms bei 57,2 Prozent.

Dafür kombiniert die DB verschiedene grüne Energieträger. Die Hauptquelle ist traditionell Wasserkraft: Bereits seit über 100 Jahren bezieht die DB Strom aus verschiedenen Wasserkraftwerken in Deutschland. In Brandenburg und Niedersachsen hat DB Energie zudem Windparks unter Vertrag genommen, die sauberen Strom produzieren. Auch unsere internationale Tochtergesellschaft DB Arriva betreibt in Portugal und Wales Windturbinen zur Stromerzeugung für Züge.

Photovoltaik-Anlagen auf DB-Flächen

eit 1997 stellen wir DB-Flächen für Photovoltaikanlagen
zur Verfügung. Auf Dächern von Werkstätten, Lagerhallen
weltweit und an Bahnhöfen sind Solaranlagen von uns oder
externen Investoren installiert – insgesamt rund 290.000
m². Sie speisen jährlich rund 20 Megawattstunden in das
Stromnetz ein. Das entspricht dem Bedarf von mehr als
5.100 Vier-Personen-Haushalten. 

Ökostrom für 15 Bahnhöfe

Seit Januar 2019 werden außerdem die 15 größten Bahnhöfe in Deutschland nur noch mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. Rund 4,26 Millionen Menschen besuchen täglich diese 15 Bahnhöfe, darunter sechs Stationen in Berlin, die Hauptbahnhöfe von Hamburg, Köln und Frankfurt (Main) sowie in München die Stationen Hauptbahnhof und Marienplatz.


Züge fahren mit dem größten Anteil an grünem Strom

Mehr als 90 Prozent des DB-Zugverkehrs fährt elektrisch. Das ist ein Vorteil gegenüber anderen Verkehrsträgern, wenn es um die Steigerung des Ökostromanteils geht. Insbesondere, weil wir den Energiemix über das eigene und autarke Stromnetz zu einem großen Teil selbst steuern. Im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln hat der Zug deswegen die Nase vorn. 

Kunden im Fernverkehr nahezu CO2-frei unterwegs

Einen großen Anteil an den erneuerbaren Energien im Bahnstrommix trägt DB Fernverkehr, der zusätzlichen Ökostrom für die CO2-freien Fahrten der Kunden beschafft. Denn seit dem 01.01.2018 sind rund 140 Millionen Reisende im Fernverkehr der Deutschen Bahn automatisch nahezu CO2-frei unterwegs.


DB-Bahnstrommix 2018

Bremsenergierückspeisung

Bremsenergierückspeisung

Moderne Fahrzeuge recyceln die Energie, die beim Bremsen freigesetzt wird, und speisen diese in die Oberleitung zurück. So kann der Strom von anderen Fahrzeugen wieder als Antriebsenergie genutzt werden. Grundsätzlich gilt: Je neuer die Züge, desto effektiver die Bremsenergierückspeisung. Insgesamt wurden im Jahr 2018 rund 1.349 GWh Strom "recycelt" und wieder ins Bahnstromnetz gespeist. so viel wie rund 400.000 Vier-Personen-Haushalten im Jahr verbrauchen.

Bremsenergierückspeisung (in GWh)201820172016
Gesamt13491.7361.258

Schienenpersonennahverkehr

834

794

800

Anteil am Gesamtstrombezug in Prozent

21

20

19

Schienenpersonenfernverkehr

331

794

304

Anteil am Gesamtstrombezug in Prozent

12

11

11

Schienengüterverkehr

184

148

153

Anteil am Gesamtstrombezug in Prozent

9

7

7

Absoluter Primärenergieverbrauch des DB-Konzerns

Den absoluten Primärenergieverbrauch unserer Fahrten und Transporte dokumentieren wir konzernweit– also für alle unsere Verkehre sowohl auf der Schiene, auf der Straße als auch zu Wasser und in der Luft.

Absoluter Primärenergieverbrauch der Fahrten, Transporte und stationären Anlagen des DB-Konzerns (in TJ)201820172016
Gesamt286.820301.399292.927

davon Schienenpersonennahverkehr

46.354

49.772

50.253

       davon Deutschland

35.233

38.259

39.797

davon Schienenpersonenfernverkehr

10.657

14.691

15.156

davon Busverkehr

29.845

26.048

26.154

       davon Deutschland

8.485

8.899

9.539

davon Schienengüterverkehr

29.845

33.111

34.234

davon Straßengüterverkehr

51.743

55.214

55.165

davon Luftfracht

91.734

91.463

83.403

davon Seefracht

29.431

29.541

26.977

davon sonstige Verkehre

  1.579

  1.559

  1.584

davon stationäre Anlagen

21.044

22.092

23.346

Well-To-Wheel (WTW), Scope 1-3

Primärenergieträgermix nach Energieträgern:

Primärenergieträgermix der Fahrten, Transporte und stationären Anlagen nach Energieträgern (in Prozent) 1)

2018

2017

2016

Mineralöle/Heizöle 1)

72

71

69

Strom 2)

26

28

30

Gas

1

1

1

Fernwärme 2)

1

1

1

Scope 1-3, 2013 DB Cargo nur Deutschland

1) Inklusive Heizöl, Kohle, Diesel, Schweröl, Kerosin

2) Analog zu den Vorgaben der Global Reporting Initiative werden Strom und Fernwärme als eigenständiger Primärenergieträger betrachtet, auch wenn beispielsweise Kohle als Energieträger zur Stromerzeugung genutzt wurde. 

DB von CDP mit Bestnote "A" ausgezeichnet

Die Deutsche Bahn ist von der internationalen Rating-Organisation CDP in deren Climate Scoring 2018 mit der Bestnote „A“ bewertet worden und ist damit gemeinsam mit der Canadian National Railway Company und UPS als eines der klimafreundlichsten Unternehmen aus dem Transport- und Logistiksektor weltweit gewürdigt worden. Das CDP-Rating bewertet Klimaschutzaktivitäten und die Strategie von Unternehmen zum Klimawandel und die Transparenz ihrer Berichterstattung. CDP gilt als die renommierteste Klimaschutz-Rangliste der Welt. Die Verleihung findet am 19. Februar in Brüssel statt. 

Mit der Bewertung „A“ steht die DB in diesem Jahr mit weltweit 126 Unternehmen in der Top-Gruppe. Insgesamt haben über 7000 Unternehmen am Rating teilgenommen. 2017 hatten es nur 112 Firmen auf die „A“-Liste geschafft. 

Im März 2017 war der DB­-­­Konzern als erstes Mo­­bilitäts­­unternehmen in Deutsch­­­­­land zudem der internationalen, von CDP,  UN Global Compact und  World Resources Institute und World Wildlife Fund gegründeten Science-­Based-Targets-Initiative beigetreten.