Artikel: Bauarbeiten zwischen Hamburg und Hannover beendet: Seit Freitagabend rollen die Züge wieder
Zehn Wochen Bausprint sind erfolgreich geschafft: Zwischen Hamburg und Hannover rollen seit Freitagabend, 21 Uhr, wieder Züge des Güterverkehrs. Der Nah- und Fernverkehr nimmt am frühen Samstagmorgen den Betrieb wieder auf. Unter dem Titel Qualitätsoffensive hat die DB InfraGO seit Anfang Mai große Teile des sogenannten Oberbaus auf der 163 Kilometer langen Strecke einer intensiven Sanierung unterzogen. Dabei wurden 81 Kilometer Gleise erneuert und 44 Weichen eingebaut. Hinzu kommt die Modernisierung von vier Bahnhöfen. Insgesamt wurden rund 300 Millionen Euro in die Sanierung investiert.
In den nächsten Tagen finden auf der Strecke noch sogenannte Belastungsfahrten statt. Bis diese vollständig abgeschlossen sind, werden noch abschnittsweise Geschwindigkeitseinschränkungen für Fernverkehrszüge erforderlich sein. Das führt zu längeren Fahrzeiten für die Reisenden, die sich auch auf den Regionalverkehr auswirken können. Wir bitten alle Fahrgäste, sich vor der Reise nochmals über die genaue Abfahrtszeit ihrer Züge zu informieren. Ab Dienstag sollen die Fernverkehrszüge wieder ihre gewohnten Geschwindigkeiten erreichen. Dann wird sich die Betriebsqualität weiter stabilisieren.
Die Qualitätsoffensive startete später als geplant, da die Strecke in Teilen noch für einige Wochen als Umleiter für die ebenfalls im Bau befindliche Strecke Hamburg – Berlin diente. Mit der Verlängerung der Korridorsanierung Hamburg − Berlin musste das Bauprogramm für Hamburg – Hannover zeitlich verkürzt und reduziert werden. DB InfraGO-Projektleiter Dieter Olliges sagt: „Umso glücklicher sind wir darüber, dass wir dennoch so viel geschafft haben – trotz der extremen Hitzetage, die uns und die Baufirmen ans Limit gebracht haben. Die Strecke bietet jetzt wieder eine stabilere Qualität.“
Bauarbeiten am Bahndamm bei Eschede, die Brückenarbeiten in Lüneburg an der Bleckeder Landstraße sowie in Uelzen an der Eisenbahnbrücke „Bahnhofstraße“ verliefen planmäßig. Restarbeiten finden noch bis Ende Juli am Personentunnel in Suderburg statt. Alle Arbeiten, die aufgrund des angepassten Bauablaufs in der Qualitätsoffensive nicht abgeschlossen werden konnten, sollen in das spätere Bauprogramm integriert werden. Ziel der Qualitätsoffensive ist es, den Betrieb auf der stark ausgelasteten Strecke zu stabilisieren.