DB bündelt Bauarbeiten für einen leistungsfähigen Bahnknoten Hamburg

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10. Juni 2026, 11:30 Uhr
Verkehrskonzept für den Sommer liegt vor • Streckensperrungen im S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr vom 14. Juli bis 20. August • Auch längere Straßensperrungen notwendig • Gebündelte Maßnahmen in Altona und auf der Verbindungsbahn • Mehr Kapazität und zuverlässigerer Bahnverkehr für Fahrgäste  

Die Deutsche Bahn (DB) bündelt von Dienstag, 14. Juli, bis Donnerstag, 20. August, umfangreiche Bauarbeiten in Hamburg. Dabei geht nicht nur der Neubau der Sternbrücke auf die Zielgerade. Die DB arbeitet an Stellwerken, führt wichtige Baumaßnahmen für den neuen Bahnhof Altona durch sowie für die Eisenbahnbrücken Schanzen- und Holstenstraße. Die Arbeiten sichern die Leistungsfähigkeit der Verbindungsbahn zwischen Hauptbahnhof und Altona und schaffen die technischen Voraussetzungen für die Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona. Damit wird der gesamte Verkehrsknoten Hamburg für die Zukunft gestärkt. Die Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende und sorgen langfristig für mehr Kapazität und einen leistungsfähigen und zuverlässigeren Bahnverkehr für alle Fahrgäste. Die DB bündelt und koordiniert die Arbeiten bewusst in einem Baufenster in der verkehrsärmeren Zeit während der Hamburger Sommerferien. So können zahlreiche Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt werden. Die Zahl der Sperrungen wird reduziert und die Auswirkungen für Reisende, Pendler:innen und Anwohnende werden insgesamt begrenzt. Dennoch sind im Bahn- und Straßenverkehr längere Sperrzeiten erforderlich, es kommt zu Umleitungen, Ausfällen und Fahrplanänderungen. Die Kreuzung an der Sternbrücke (Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee) wird vom 16. Juli bis 31. August vollgesperrt. Für die Ausweichstrecken des KfZ-Verkehrs werden während der Arbeiten umfangreiche Vorkehrungen getroffen, unter anderem durch das Freiräumen der Ausweichstrecken von Baustellen.Die Deutsche Bahn ist sich der Belastung während der mehrwöchigen Sperrzeit und Bauarbeiten bewusst. Wir bitten alle Fahrgäste und von den Auswirkungen Betroffenen um Verständnis. 

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Diese gebündelten Maßnahmen im Knoten Hamburg und auf der Verbindungsbahn inklusive des anspruchsvollen Einhubs der Sternbrücke sind ein Kraftakt, der minutiös geplant ist und den die Deutsche Bahn bewusst in den Sommerferien durchführen wird. Um den Verkehrsfluss während der Bauzeit sicherzustellen, haben wir ein umfassendes und eng verzahntes Maßnahmenpaket entwickelt. So haben wir u.a. gezielt die Baustellen auf den wichtigsten Ausweichrouten südlich der Sternbrücke, der Elbchaussee, und der wichtigsten Ausweichroute nördlich der Sternbrücke, der Fruchtallee, freigeräumt. Insgesamt werden hier zehn Baumaßnahmen auf Hauptstraßen mit besonderer verkehrlicher Bedeutung koordiniert, um diese Projekte in diesem Sommer durchführen zu können. Zudem wird eine Schranke die Wohnquartiere rund um die Sternbrücke vor Durchgangsverkehr schützen. Diese Maßnahmen stellen eine zentrale und herausragende Infrastrukturmaßnahme für unsere Stadt dar, sie stärken den Verkehrsknoten Hamburg und schaffen die Voraussetzungen für einen leistungsfähigeren Bahnverkehr.“

Michael Körber, Leiter Fahrweg Nord, DB InfraGO: „Wir modernisieren die Infrastruktur nicht nacheinander, sondern bewusst in einem Paket. So verkürzen wir die Dauer der Streckensperrungen mit Umleitungen und Ersatzverkehr für die Reisenden. Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage für einen stabilen, leistungsfähigen und zukunftsfähigen Bahnverkehr auf der Hamburger Verbindungsbahn. Von diesen Investitionen profitieren die Fahrgäste langfristig durch eine robustere Infrastruktur und einen zuverlässigeren Betrieb.“ 

Die Baumaßnahmen im Überblick:

Quelle: DB AG
  • Sternbrücke: Die DB nimmt die neue Sternbrücke im Sommer in Betrieb. Dafür baut sie zunächst die bestehende Brücke zurück, zerlegt sie in einzelne Teile und transportiert diese ab. Anschließend bringt die DB die neue Brücke von der Montagefläche zur Bahnstrecke und hebt sie ein.
  • Eisenbahnüberführung Holstenstraße: Vorbereitung der Brückenauflagerungen, damit im Anschluss die Hilfsbrücken eingehoben werden können.
  • Stützwände an der Schanzenstraße: Im Umfeld der neuen Schanzenbrücke errichtet die DB drei neue Stützwände. Diese Stützwände stabilisieren die Bahndämme und Bauwerke. So bleibt die Strecke dauerhaft sicher und leistungsfähig.
  • Arbeiten für die Verlegung des Bahnhofs Hamburg-Altona: Die DB nimmt das neue elektronische Stellwerk Altona in Betrieb. Das Kreuzungsbauwerk Langenfelde wird zurückgebaut. Zusätzlich finden Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik sowie an den Oberleitungen statt.
  • Weitere Stellwerksarbeiten: Parallel setzt die DB die Arbeiten am elektronischen Stellwerk Eidelstedt fort. Auch diese Maßnahme trägt dazu bei, den Zugverkehr im Hamburger Netz flexibler und robuster zu machen.

Auswirkungen für Reisende, Pendler:innen und Anwohnende:

Fahrplananpassungen im Fernverkehr

Vom 18. Juli bis 15. August kommt es zu umfangreichen Fahrplananpassungen im Fernverkehr im Großraum Hamburg:

  • In Altona und Dammtor entfallen in diesem Zeitraum sämtliche Fernverkehrshalte.
  • In Neumünster und Kiel entfällt die Mehrheit der Fernverkehrshalte.
  • In Hamburg Hbf, Itzehoe, Heide, Husum, Niebüll und Westerland entfallen ebenfalls einige Fernverkehrshalte.
  • Ersatzweise hält ein Teil der Fernverkehrszüge in Harburg, Bergedorf bzw. in Pinneberg
  • Einzelne Züge Richtung Berlin und Süddeutschland entfallen vorübergehend. 

Die angepassten Fahrpläne sind bereits in die Auskunfts- und Buchungssysteme eingearbeitet. Mehr Informationen: Knoten Hamburg: Umleitungen und Haltausfälle - DB Störungskarte Fernverkehr

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Fahrplananpassungen im Regionalverkehr

Fahrplanänderungen bei DB RegioVom 18. Juli bis zum 20. August wenden die DB Regio-Linien RE 7 Hamburg Hbf –  Flensburg / Kiel Hbf und RE 70 Hamburg Hbf – Kiel Hbf sowie RE 6 Hamburg-Altona – Westerland (Sylt) mehrheitlich in Pinneberg. Teilweise gibt es Bauphasen mit ganztägigen Ausfällen und Ersatzverkehr, insbesondere auf der RE 70. Betroffen sind phasenweise die Abschnitte Hamburg – Pinneberg, Hamburg – Elmshorn und Hamburg – Neumünster. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH) finanziert zusätzliches Servicepersonal zur besseren Aufnahme und Lenkung der umsteigenden Reisenden am Bahnhof Pinneberg. Auch eine Taktverdichtung der S-Bahn ist vorgesehen: An den Wochenenden fährt die S5 bis Pinneberg. Zusätzlich wird samstags und sonntags der 10-Minuten-Takt der S3 auf den Streckenabschnitt Elbgaustraße – Pinneberg erweitert.Mehr Informationen: Fahrtausfälle - Hamburg Hbf ⇄ Pinneberg / Elmshorn / Neumünster & Hamburg-Altona ⇄ Pinneberg / ElmshornÄnderungen bei der nordbahn:Auf der Strecke zwischen Hamburg und Itzehoe bzw. Wrist verkehren die Züge der Linien RB 61 und RB 71 in den unterschiedlichen Bauphasen auf Teilstrecken. Im längsten Zeitraum vom 22. Juli bis zum 12. August um 22 Uhr beginnen und enden alle Zugfahrten der nordbahn in Pinneberg. Am Samstag, den 18. Juli kann der Bahnhof Altona noch angefahren werden. Ab Sonntag, den 19. Juli bis Mittwoch, 22. Juli verkehren die Züge der Linie RB 61 nur zwischen Itzehoe und Pinneberg und die Züge der Linie RB 71 nur zwischen Wrist und Elmshorn. Am Donnerstag, den 13. August und Freitag, den 14. August führen die nordbahn-Fahrten wieder bis/ab Bf. Altona. Am 15. August kann das reguläre Fahrplanangebot geleistet werden, während am Sonntag, den 16. August die nordbahn-Züge erneut nur ab/bis Pinneberg fahren. Die Zugfahrten der Linie RB 60 entfallen zwischen dem 20. Juli und 12. AugustIm Gesamtzeitraum werden montags bis freitags auf den meisten Verbindungen verlängerte Züge eingesetzt, um die Platzkapazitäten zu erhöhen. Für ausfallende Zugfahrten wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zwischen Pinneberg und Hamburg werden Fahrgäste gebeten, die S-Bahn zu nutzen. Außerhalb der Betriebszeiten der S-Bahn werden Ersatzbusse eingesetzt. 

 

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Fahrplanänderungen bei der S-Bahn

So fährt die S-Bahn während der Bauarbeiten: 

Die Züge der S-Bahnen können von Freitag, 17. Juli, bis Donnerstag, 13. August, nicht zwischen Sternschanze und Altona fahren. In der Zeit ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Aufgrund von Straßensperrungen fahren die Busse über die Eimsbüttler Chaussee und die Alsenstraße. 

Während der Bauarbeiten fahren die Züge der Bergedorfer S-Bahn nicht durch den Citytunnel sondern als S2 über Dammtor bis Sternschanze. Die S-Bahnen werden montags bis freitags in den Hauptverkehrszeiten zwischen Bergedorf und Sternschanze zum 5-Minuten-Takt verstärkt. Vom 10. bis 14. August enden die taktverstärkenden Züge in der Hauptverkehrszeit am Nachmittag am Berliner Tor.

Die S5 wird umgeleitet und fährt durch den Citytunnel.

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Auswirkungen auf den Straßenverkehr

Für den Verkehr wird ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, da die Kreuzung an der Sternbrücke (Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee) vom 16. Juli bis 31. August vollgesperrt bleibt, um im Anschluss an den Einhub der Brücke noch den Straßenbau zu ermöglichen. Um einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten, werden z.B. Ausweichstrecken über die Elbchaussee, die Fruchtallee und Holstenstraße/Reeperbahn von Baustellen freigehalten beziehungsweise bestehende Baustellen für die Dauer der Vollsperrung zurückgebaut. Um die Ausweichstrecken auf die veränderten Verkehrsströme einzustellen, wurden im Vorlauf zur Maßnahme neun Lichtsignalanlagen mit Sonderprogrammen ergänzt. Zudem wird es rund um die Kreuzung an der Sternbrücke LED-Countdown-Tafeln geben, die auf den Start bzw. das Ende der Sperrung hinweisen. Im Westen und Osten der Stadt werden großflächig Hinweisschilder zur Maßnahme aufgestellt. Im genannten Zeitraum sind keine Sperrungen auf der A1 bzw. A7 vorgesehen.

Während der Vollsperrung stehen drei Ausweichstrecken zur Verfügung:

  • Elbchaussee – Palmaille – Sankt Pauli Hafenstraße
  • Holstenstraße – Reeperbahn/Simon-von-Utrecht-Straße
  • Fruchtallee – Schäferskamp – Schröderstiftstraße – Edmund-Siemers-Allee

Diese Strecken können sowohl aus westlicher als auch aus östlicher Richtung genutzt werden. Zu beachten ist, dass die Simon-von-Utrecht-Straße als Einbahnstraße nur in Fahrtrichtung Osten nach Westen befahrbar ist. 

Busverkehr und Schranke zum Schutz der WohnquartiereDer Schutz der Wohnquartiere vor Durchgangsverkehr hat im Projekt oberste Priorität. Um dies zu gewährleisten, werden beispielweise in der Oelkersallee und Eiffelerstraße Einbahnstraßen ausgewiesen. Zudem kommen an der Kreuzung Eimsbütteler Chaussee/Waterloostraße Schranken mit Kennzeichenerkennung zum Einsatz, um Durchgangsverkehre zu unterbinden. Für Busverkehr und den Radverkehr bleibt die Strecke befahrbar.

Die Umleitungen für die Buslinien 3, X3 und 15 werden über Schulterblatt/Eimsbüttler Chaussee, Doormansweg geführt; hierfür werden vier Ersatzhaltestellen eingerichtet. 

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