Artikel: Weiterer Meileinstein beim Neubau Huntebrücke Elsfleth erreicht
Beim Neubau der Eisenbahnüberführung über die Hunte in Elsfleth hat die DB InfraGO wichtige Fortschritte erzielt: Der Planfeststellungsbeschluss für das Projekt liegt nun vor. Zudem wurde der Zuschlag für das Trogbauwerk erteilt. Damit gehen die bauvorbereitenden Maßnahmen planmäßig weiter.
Auch im europaweiten Vergabeverfahren für den Neubau der Drehbrücke ist ein weiterer Schritt erfolgt. Nach Durchführung der geforderten Bietergespräche sowie einer intensiven fachtechnischen Prüfung und Bewertung, hat die DB InfraGO die Vergabeentscheidung getroffen. Der Bestbietende sowie die unterlegenen Bietergemeinschaften wurden darüber informiert. Der Zuschlag für die Hauptbauleistungen kann nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt werden, sofern kein weiteres Nachprüfungsverfahren eingeleitet wird. In dem Fall müssten Sperrpausen neu eingetaktet werden. Dadurch würde sich die Inbetriebnahme um mindestens ein Jahr verzögern.
Stefan Schwede, Projektleiter DB InfraGO: „Ich freue mich, dass mit dem Planfeststellungsbeschluss, dem Zuschlag für die Trogbauwerke inklusive der Bahndämme und der nun möglichen Vergabe des Hauptloses Neubau die entscheidenden Weichen für den Gesamtbau der Huntebrücke gestellt sind. Damit besteht weiterhin die Chance, unseren ambitionierten Inbetriebnahmetermin zu halten. Unser Ziel ist klar: Nur ein schnellstmöglicher Neubau gewährleistet dauerhaft Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leichtigkeit für die Verkehre auf dem Wasser und auf der Schiene. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.“
Auf der Baustelle im Umfeld der bestehenden Huntebrücke laufen die vorbereitenden Arbeiten unterdessen kontinuierlich weiter und liegen im Zeitplan. Die wasserseitigen Baugruben sind hergestellt, Zugangsbrücken und Arbeitsplattformen wurden errichtet, und die Baustelleneinrichtungsfläche im Deichvorland ist aufgeschüttet. Im nächsten Schritt werden die Betonsohlen der Baugruben unter Wasser vorbereitet. Damit ist auch die Grundlage für die anstehenden Hauptarbeiten gelegt. Ziel ist unverändert eine Inbetriebnahme Ende 2027/Anfang 2028.
Die Durchfahrtshöhe der neuen Brücke wird um 1,93 Meter größer sein als bei der alten Bestandsbrücke; zudem soll die Fahrrinne für die Schifffahrt auf mindestens 42 Meter verbreitert werden. Die Erhöhung der Brücke sorgt für mehr Sicherheit, da die neue Brücke seltener für Schiffe geöffnet werden muss. Damit wird auch der Verkehrsfluss und die Kapazität für den Eisenbahn- und Schiffsverkehr verbessert.
Die Vorzugsvariante der neuen Bahntrasse verläuft leicht westlich versetzt zur bestehenden Bestandsstrecke, daher kann der Bahnbetrieb über die provisorische Behelfsbrücke parallel zu den Arbeiten für die neue Brücke weiterlaufen. Die neue Brücke wird wie die Bestandsbrücke eingleisig sein. In der Genehmigungsplanung ist seitlich am Brückenbauwerk befestigt auch ein möglicher Geh- und Radweg berücksichtigt.
Mehr Informationen unter: Bauprojekt Elsfleth „Hunte“ Eisenbahnüberführung