Artikel: Korridorsanierung Rosenheim – Salzburg: DB InfraGO treibt die Vorbereitungen voran
Während aktuell zwischen Nürnberg und Regensburg sowie Obertraubling und Passau gleich zwei Korridorsanierungen in Bayern parallel stattfinden, treibt die DB InfraGO die Vorbereitungen für den dritten Korridor zwischen Rosenheim und Salzburg weiter voran. Der Abschnitt Rosenheim – Freilassing wird vom 7. Februar bis 9. Juli 2027 gebündelt erneuert und modernisiert. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig stabiler und widerstandsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren. Insgesamt sind in Bayern sieben Korridorsanierungen geplant.
Aktuell bereitet die DB InfraGO die Arbeiten entlang der Strecke gemeinsam mit den erfahrenen Bauunternehmen Leonhard Weiss GmbH & Co.KG, SWIETELSKY Baugesellschaft m.b.H und European Trans Energy GmbH sowie Siemens Mobility GmbH intensiv vor. In einzelnen Abschnitten kommen weitere Baufirmen zum Einsatz.
Infomobil tourt im Herbst entlang der Strecke
Ebenfalls auf Hochtouren laufen die Planungen der Ersatzverkehre. Fahrgäste und Güter erreichen während der Bauphase weiterhin zuverlässig ihr Ziel. Die Details des Verkehrskonzepts für den Schienenpersonennahverkehr erarbeitet die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) derzeit gemeinsam mit den beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen und der DB InfraGO. Im Herbst wird das Konzept veröffentlicht. Dann tourt auch ein Infomobil entlang der Strecke.
Aktuell laufen zwischen Rosenheim und Salzburg vorbereitende Arbeiten für die eigentliche Korridorsanierung ab Februar. Dabei handelt es sich unter anderem um Baugrunduntersuchungen, Vermessungsarbeiten sowie Vegetationsrückschnitt, ab Herbst werden die Baustelleneinrichtungsflächen erstellt.
Bei der Korridorsanierung zwischen Rosenheim und Salzburg baut und erneuert die DB InfraGO unter anderem rund 40 Kilometer Gleise, über 40 Weichen und circa 100 Kilometer Oberleitungen oder setzt sie instand. Zudem werden vier Brücken, eine Stützwand, fünf Durchlässe und zwei Schwergewichtsmauern saniert. Außerdem modernisiert die DB InfraGO die Leit- und Sicherungstechnik. So werden fünf Stellwerke modernisiert und für das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS vorbereitet.
Darüber hinaus profitieren die Fahrgäste nach der Korridorsanierung von attraktiveren Stationen. Das Projektteam modernisiert sieben Bahnhöfe zwischen Rosenheim und Freilassing nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard mit attraktiver Gestaltung. Dabei steht unter anderem der barrierefreie Ausbau im Fokus. Ziel ist, die Aufenthaltsqualität für alle Reisenden und Gäste der Bahnhöfe zu steigern. Zu den Baumaßnahmen an den Bahnhöfen zählen unter anderem Bahnsteigerneuerungen an sechs Verkehrsstationen [Bad Endorf, Prien am Chiemsee, Bernau am Chiemsee, Übersee, Bergen (Oberbayern), Teisendorf]. Ergänzend werden an drei Bahnhöfen [Übersee, Bergen (Oberbay), Teisendorf] Aufzüge installiert. Auch werden an diesen drei Stationen neue Personenunterführungen gebaut bzw. bestehende Unterführungen saniert. In Traunstein finden kleinere Verschönerungsmaßnahmen statt.
Für die Korridorsanierung im Nachbarabschnitt zwischen München und Rosenheim hat die DB InfraGO nach Hinweisen aus der Nah- und Güterverkehrsbrache zuletzt ihr Konzept überarbeitet. Die Sanierungsarbeiten dort werden in zwei Etappen 2027/2028 und 2031 stattfinden. Die Details gibt es hier: Angepasstes Konzept für Korridorsanierung München – Rosenheim steht.
Mehr Informationen auf der Projekt-Internetseite
Einen umfangreichen Überblick zu den geplanten Korridorsanierungen in Bayern finden Interessierte auf der Projekt-Internetseite: db.de/korridorsanierung-bayern