Die wichtigsten Fragen und Antworten
Wie läuft der Bahnverkehr im Moment?
In den vergangenen Wochen hatte die DB mit einem stabilen Grundangebot dazu beigetragen, Mobilität und Versorgung in Deutschland sicherzustellen. Jetzt baut die DB im Regional- und Fernverkehr ihr Angebot auf der Schiene wieder aus und reagiert damit auf die behördlichen Vorgaben in den Bundesländern, die Reisen wieder möglich machen. Das betrifft im Fernverkehr vor allem die touristischen Verkehre sowie die Relation zwischen NRW und Berlin. Im Regionalverkehr entscheiden die Aufgabenträger der Länder über Angebotsanpassungen. DB Regio hat seine Leistung in den letzten Tagen wieder auf durchschnittlich 90 Prozent der ursprünglichen Leistung ausgebaut.
Alle Infos zu Corona und der aktuellen Lage im Schienengüterverkehr finden Sie hier zusammengefasst: https://www.dbcargo.com/rail-de-de/metanavi/aktuelles/news/corona-news-5056060
Wo erfahren die Kunden, wie Bahntickets zurückgegeben oder umgebucht werden können?
Wer seine Reisepläne überdenkt oder verschiebt, der hat unser volles Verständnis. Bereits seit dem 13. März haben wir umfangreiche Kulanzregelungen eingeführt. Diese Sonderkulanzen werden weiter - wie jüngst für BahnCard-Kunden - ausgebaut und mit Blick auf behördliche Rahmenbedingungen aktualisiert. Ausführliche Informationen sind zusammengefasst unter: bahn.de/corona.
Werden Reinigungszyklen in den Zügen verstärkt?
Die Kontaktflächen an und in den Zügen werden verstärkt gereinigt. Die Fahrzeuge des Fernverkehrs unterliegen ohnehin einer engmaschigen Innenreinigung. Auch im Regionalverkehr haben wir die Reinigung insbesondere der Kontaktflächen intensiviert. Die Mitarbeiter sind mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. Das Instandhaltungs- und Reinigungspersonal achtet derzeit besonders auf die Vollständigkeit und das Auffüllen von Seifen- und Desinfektionsmittelspendern in den Zugtoiletten.
Was passiert mit Fahrkartenautomaten, Haltegriffen, Türklinken, Displays und weiteren Kontaktflächen?
Fahrzeuge und Kontaktflächen unterliegen einer systematischen Reinigung und werden derzeit verstärkt gereinigt. Mitarbeiter sind mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. In den S-Bahn-Netzen öffnen und schließen Fahrzeugtüren beim Halt automatisch, um das Berühren von Kontaktflächen zu vermeiden.
Corona-Viren werden laut Robert-Koch-Institut vor allem über eine Tröpfchen- und Kontaktinfektion weitergegeben – etwa durch direktes Anhusten oder Körperkontakt. Eine reine Übertragung durch die Luft oder über unbelebte Oberflächen ist bisher nicht dokumentiert. Auch hier gelten die Empfehlungen des RKI. Auf bahn.de/corona informieren wir, wie Bahnkunden mithelfen können, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.
Was passiert in den Bahnhöfen?
Zum Schutz unserer Mitarbeiter und unserer Kunden stehen alle DB Lounges bis auf Weiteres ausschließlich DB-Mitarbeitern als zusätzliche Aufenthalts- und Pausenräume zur Verfügung. An großen Bahnhöfen haben Reisende inzwischen die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen. Die Anbieter unserer Sanitäranlagen (rail&fresh und Sanifair) öffnen dazu einen Toilettenraum.
Außerdem: Wir haben in den vergangenen Wochen an vielen Standorten die Öffnung der Reisezentren aufrechterhalten und werden nun Schritt für Schritt weitere Standorte wieder öffnen. Um unsere Kunden und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, legen wir besonderen Wert auf die Einhaltung der Hygieneempfehlungen und -vorgaben. Dazu gehört auch das Beachten von Abstands- und Zugangsregelungen, das bargeldlose Zahlen sowie die Empfehlungen und Vorgaben in den jeweiligen Regionen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Eine Übersicht mit allen Informationen, unter anderem zu den bundeseinheitlichen Öffnungszeiten, finden Sie auf bahn.de/corona.
Wie geht die DB mit der geltenden Tragepflicht von Mund-Nasen-Bedeckungen in Regional- und Fernverkehrszügen um?
Die DB begrüßt die geltenden Verordnungen zum verpflichtenden Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in öffentlichen Verkehrsmitteln und setzt die behördlichen Vorgaben um. Entsprechend gibt es sowohl online beispielsweise auf bahn.de/corona als auch in den Zügen die Hinweise an unsere Kunden, in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maske zu tragen.
Ab sofort können Einwegmasken in den Bordbistros der Deutschen Bahn erworben werden. Die DB hält die Masken als Service für die Fahrgäste bereit, die über keinen eigenen Mund-Nasen-Schutz verfügen. So können die Fahrgäste den behördlichen Vorgaben Folge leisten. Alle Informationen zum Verkauf der Einwegmasken im Bordbistro finden Sie auf bahn.de/corona.
DB-Mitarbeiter an Bord der Züge sind verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Sämtliche Mitarbeiter im Kundenkontakt sind von der DB mit Masken ausgestattet.
Wie reagiert die DB, wenn sich Fahrgäste weigern, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen?
Grundsätzlich ist die Ahndung von Verstößen gegen staatlich verordnete Maßnahmen eine Aufgabe der jeweils zuständigen Behörden. Was die Einhaltung der Maskenpflicht angeht, sind wir auf die Kooperation und die gegenseitige Rücksichtnahme aller Fahrgäste angewiesen. Falls ein DB-Mitarbeiter auf einen Fahrgast aufmerksam wird, der keinen Schutz trägt, wird er diesen auf die Tragepflicht hinweisen. Wir setzen auch hier auf das Verständnis des Kunden. Sollte es zu Konflikten kommen, besteht – wie grundsätzlich in allen eskalierenden Konfliktsituationen – die Möglichkeit, die Ordnungsbehörden hinzuzuholen. Die DB ist als Unternehmen jedoch nicht befugt, Verstöße gegen staatliche Vorschriften zu sanktionieren.
Wie steht die DB zu den empfohlenen Abstandsregelungen in Zügen, Bussen und Bahnhöfen?
In den Zügen, Bussen und Bahnhöfen der DB gelten die allgemeinen Hygiene-Empfehlungen, die das Robert-Koch-Institut und das Bundesgesundheitsministerium für alle Lebensbereiche ausgegeben hat. Das betrifft auch das empfohlene Abstandhalten zu den Mitreisenden. Bei der derzeitigen Auslastung im Fernverkehr ist ausreichender Abstand zwischen Reisenden gegeben. Das Bordpersonal gibt in Durchsagen entsprechende Hinweise an die Fahrgäste.
Wie schützen sich DB-Mitarbeiter?
Die DB hat zusätzliche Maßnahmen getroffen, um die Mitarbeiter zu schützen. So sind alle DB-Mitarbeiter an Bord der Züge verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Sämtliche Mitarbeiter im Kundenkontakt wurden von der DB mit Masken ausgestattet. In den Reisezentren in den Bahnhöfen bieten Plexiglasscheiben im Verkaufsbereich Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen Schutz. Darüber hinaus wurden auch einige Services eingestellt: So werden derzeit keine Zeitungen an Bord angeboten, und das gastronomische Angebot bleibt eingeschränkt. Darüber hinaus verzichten wir in der 1. Klasse vorübergehend auf das Verteilen der „kleinen Aufmerksamkeiten“.
In unseren Bussen ist der Zugang durch die vordere Tür zurzeit nicht möglich – so wie bei anderen Busgesellschaften im Land. In den Reisezentren an den Bahnhöfen sind Plexiglasscheiben installiert. All das geschieht zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden.
Was passiert bei einem Corona-Verdacht im Zug?
Generell folgen wir bei unseren Vorsorge- und Hygiene-Maßnahmen den Empfehlungen des RKI und des europäischen Center for Disease Control (ECDC). Bei einem von den Behörden festgestellten Corona-Verdacht wird der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert. Die Fahrgäste werden durch das Zugpersonal informiert, dass sie ihre Kontaktdaten hinterlegen sollen, um von den Behörden im Bedarfsfall kontaktiert werden zu können.
Es kommt an Bord unserer Züge gelegentlich vor, dass sich Fahrgäste wegen akuter Beschwerden bei unseren Mitarbeitern melden. Für solche Situationen gibt es klar definierte Abläufe: Die DB-Mitarbeiter informieren die Notfallleitstelle und fordern auf diesem Weg Rettungskräfte an. In der Erstversorgung geschulte Mitreisende werden in der Zwischenzeit um Unterstützung gebeten.