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Update Flutschäden: Strecke Geilenkirchen – Herzogenrath wieder befahrbar

Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten laufen weiter auf Hochtouren • Auf 80 Prozent der von der Flut betroffenen Strecken rollen bis Ende des Jahres wieder die Züge

Geilenkirchen - Herzogenrath

Reisende zwischen Geilenkirchen und Herzogenrath/Aachen können seit dem 9. November wieder mit dem Zug fahren. Dies betrifft die Linien RE 1 (RRX Abellio), RE 4 (RRX NationalExpress) und die RB 33 (DB). Mitarbeiter:innen der DB haben in den vergangenen Monaten unter Hochdruck dafür gesorgt, dass die Strecke wieder freigegeben werden kann.

Ahrtalbahn

Seit dem 8. November rollen zwischen Remagen und Ahrweiler wieder erste Züge. Die Bahn ist zunächst eingleisig auf der Strecke unterwegs. Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember ist dann der Abschnitt zwischen Ahrweiler und Walporzheim ebenfalls wieder befahrbar. Die Instandsetzung des zweiten Gleises ist aufwändiger und benötigt mehr Zeit.

Im weiteren Verlauf der Ahrtalbahn arbeitet die DB ebenfalls daran, die Folgen der Flutkatastrophe schnellstmöglich zu beseitigen. Unter anderem müssen zwischen Walporzheim und Ahrbrück acht Brücken und nahezu alle Stützbauwerke ersetzt und neue Schienen verlegt werden. Hinzu kommt die Instandsetzung von sieben Bahnübergängen und der zerstörten Stellwerke in Dernau und Kreuzberg. Das im Bau befindliche Elektronische Stellwerk Ahrtalbahn muss von Grund auf neu konzipiert werden. Parallel laufen erste Planungen für die Rundum-Erneuerung der Eisenbahninfrastruktur und die Elektrifizierung. Konkrete Prognosen zur Wiederinbetriebnahme sind hier derzeit noch nicht möglich.


Eifelstrecke

Auch auf der Eifelstrecke kommt die DB weiter voran: In Rheinland-Pfalz rollen Ende des Jahres zwischen Ehrang und Auw an der Kyll wieder erste Züge. Im Frühjahr 2022 will die DB dann die Strecke bis Kyllburg auf Vordermann bringen. Im Sommer folgt der Abschnitt nach Gerolstein, anschließend die Strecke nach Nettersheim.

Zwischen Ehrang und Nettersheim erneuert die DB über 20 von der Flut beschädigte Brücken und Stützbauwerke. Knapp 30 Bahnübergänge bedürfen einer umfangreichen Instandsetzung. Zudem muss im Abschnitt Gerolstein – Ehrang die Stellwerkstechnik komplett erneuert werden. Das Gleiche gilt für insgesamt rund 50 Kilometer Gleise und zehn Kilometer Bahndamm.

In Nordrhein-Westfalen hat die DB auf der Eifelstrecke bereits Ende August den Abschnitt zwischen Bonn und Rheinbach in Betrieb genommen. Anfang September folgte die Strecke Hürth - Kalscheuren bis Euskirchen. Den Bahnverkehr zwischen Euskirchen und Mechernich plant die DB bis zum nächsten Frühjahr aufzunehmen. Der Abschnitt bis Kall ist bis zum Sommer 2022 wieder befahrbar. Die Strecke zwischen Kall und Nettersheim erneuert die DB bis Sommer 2023.

Damit Bahnfahren auf der Strecke Euskirchen–Nettersheim wieder möglich wird, packt die DB allein zwölf Kilometer Gleise, acht Durchlässe und mehrere Brückenbauwerke an. Eines davon ist die Eisenbahnüberführung Urftfluss bei Sötenich, deren Bögen durch die Flut stark beschädigt sind und die komplett neu errichtet werden muss. Außerdem baut die DB an vielen Stellen weggespülte Bahndämme und zahlreiche Weichen wieder auf.

Die Dauer für die vollständige Wiederherstellung der Bahnübergänge in Rheinland-Pfalz und aller Strecken und Bauwerke in NRW können die Fachleute derzeit noch nicht abschließend beziffern.

Bei den Planungen für den Wiederaufbau der Eisenbahninfrastruktur steht die Deutsche Bahn im engen Austausch mit Bund, Ländern und Gemeinden. Dabei werden die Beteiligten zum Beispiel auch den Einbau modernerer Technik bei Stellwerken und Bahnübergängen realisieren. Eine klimaresilientere Bauweise bei den neu zu errichtenden Brücken und Bahndämmen ist ebenfalls ein Thema. Parallel werden gemeinsam Möglichkeiten für ein noch höheres Tempo bei der Planung und Umsetzung der Bauarbeiten konzipiert.

Ruhr-Sieg-Strecke

Auf der Ruhr-Sieg-Strecke reparieren Fachkräfte und Spezialfirmen derzeit insbesondere das Stellwerk in Hohenlimburg. Dank des planmäßigen Verlaufs der Arbeiten, kann die DB das Stellwerk ab Ende Oktober stufenweise wieder in Betrieb nehmen. Außerdem sind noch umfangreiche Oberbauarbeiten an der gesamten Strecke zu erledigen. Diese setzt die DB ab Ende Oktober/Anfang November fort. Ziel ist, dass die Fahrgäste zum Fahrplanwechsel wieder mit Personenzügen über die Strecke fahren können.

S-Bahn-Linie 9

Auf der Strecke der S 9 waren in den letzten Wochen verschiedene Großmaschinen im Einsatz. Diese reinigten zwischen Essen und Wuppertal den Schotter, tauschten ihn teilweise aus und verdichteten ihn. Außerdem muss die DB auf einigen Streckenabschnitten die Tiefenentwässerung erneuern und spülen. Parallel läuft die Reparatur der elektrischen Anlagen sowie der Leit- und Sicherungstechnik, damit auch hier ab Dezember wieder die Züge rollen.

Volmetalbahn

Auf der Vometalbahn führen die Fachkräfte und Bauteams umfangreiche Hang- und Böschungsarbeiten aus. Gleichzeitig erneuert die DB den Oberbau sowie Brücken. Zum Fahrplanwechsel sollen zwischen Hagen Hauptbahnhof und Rummenohl Fahrgäste wieder mit der Bahn fahren können. Im Abschnitt Rummenohl – Brügge dauern die Reparaturen aufgrund der Schäden länger, er bleibt daher zunächst weiter gesperrt.