DB Logo

Frankfurt am Main

Bau der Schallschutzwände in Saarlouis beginnt

Deutsche Bahn bittet Anwohner um Verständnis für Belastung durch nächtliche Bauarbeiten • Deutliche Lärmreduzierung nach Fertigstellung der Wände

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ erstellt die Deutsche Bahn in den kommenden Wochen in Saarlouis sechs Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 1.856 Meter und einer Höhe von zwei bis drei Meter ab Schienenoberkante.

Die Arbeiten an Wand 1 in Fraulautern entlang der Saarbrücker Straße und Wand 4 in Roden im Bereich zwischen dem Bahnhofsende und der Lorisstraße haben begonnen. Wegen der dichten Zugfolge auf der Strecke können die Arbeiten nur in den Nächten Montag auf Dienstag bis Freitag auf Samstag, jeweils von 23 Uhr bis 5 Uhr ausgeführt werden. Die Arbeiten dauern bis Anfang Juli an.

Die Deutsche Bahn bittet die Anwohner für etwaige Lärmbelästigungen im Zusammenhang mit den Nachtarbeiten um Verständnis. Es wird alles getan, um diese so gering wie möglich zu halten. Nach Fertigstellung der Schallschutzwand wird sich der Lärm durch vorbeifahrende Züge deutlich verringern.


Das Programm


Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn bis einschließlich 2019 über 1,6 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von 1.844 Kilometern Schienenstrecke und rund 62.000 Wohneinheiten investiert. Allein im Jahr 2019 wurden über 50 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und rund 119 Millionen Euro ausgegeben. Durch ein neues Gesamtkonzept, das seit Anfang 2019 gültig ist, profitieren künftig rund 2.200 Städte und Gemeinden vom Lärmsanierungsprogramm. Dabei hat sich der Gesamtbedarf der zu sanierenden Strecken auf rund 6.500 Kilometer erhöht – eine Steigerung von 75 Prozent.

Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Schallschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind.

Weitere Informationen zur Lärmsanierung sind im Internet abrufbar unter www.laermsanierung.deutschebahn.com.