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Bester Verlauf für die Strecke Fulda –Gerstungen ermittelt: Neue Bahntrasse soll über Bad Hersfeld führen

Gewählte Variante punktet bei Kapazität, Umweltfreundlichkeit und Kosten • Kurstadt Bad Hersfeld bleibt zentraler Fernverkehrshalt • Züge zwischen Fulda und Erfurt schneller und verlässlicher • Dialog mit Bürger:innen geht weiter

Die bevorzugte Streckenführung zwischen dem osthessischen Fulda und der Gemeinde Gerstungen in Thüringen steht: Die beiden neuen Gleise zwischen Fulda und Gerstungen sollen künftig über Bad Hersfeld laufen. Diese Variante wird die Deutsche Bahn (DB) allen weiteren Planungen als Vorzugsvariante zugrunde legen, wie sie heute bei der 11. Sitzung des Beteiligungsforums zum Bahnprojekt Fulda-Gerstungen mitteilte. Die Trassenführung ermöglicht einen Fernverkehrshalt in der Kurstadt Bad Hersfeld, wovon Menschen und Wirtschaft in der Region profitieren. Außerdem ist die Variante besonders umweltfreundlich und landschaftsschonend. Weit über die Hälfte der 41 Kilometer-Strecke verlaufen im Tunnel oder in nicht bewohntem Gebiet. In Sachen Wirtschaftlichkeit punktet die Route ebenfalls: Mit einem Kostenvorteil von rund 600 Millionen Euro ist sie deutlich günstiger als die zuletzt noch betrachteten Varianten. Die DB hat das Projekt von Anfang an mit einer umfassenden und frühzeitigen Beteiligung der Bürger:innen begleitet.

Jens Bergmann, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB Netz AG: „Die Streckenführung über den Bahnhof Bad Hersfeld ist für alle Seiten ein Gewinn und ein Pluspunkt für die klimafreundliche Schiene. Wir beseitigen einen echten Flaschenhals im Netz und stärken die wichtige Verbindung zwischen den Metropolen Frankfurt und Berlin. Allein zwischen Fulda und Erfurt sind die Züge künftig mindestens zehn Minuten schneller unterwegs. Außerdem integrieren wir den Knotenbahnhof Erfurt optimal in das Schienennetz – das ist eine wichtige Voraussetzung für den Deutschlandtakt. Für die gute Zusammenarbeit mit der Region und allen Interessierten im Rahmen der Trassenfindung bedanke ich mich herzlich.“

Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen: „Auf dem Weg zur Auflösung eines bedeutenden Engpasses im deutschen Schienennetz ist heute ein Meilenstein erreicht – mit einem für Hessen sehr erfreulichen Ergebnis: Denn die Anbindung von Bad Hersfeld an den Fernverkehr der Bahn war seit jeher ein zentrales Anliegen des Landes. Zudem schafft der Ausbau auch die Möglichkeit für ein verbessertes Angebot im Nahverkehr und verringert die nächtliche Lärmbelastung der Menschen.“

Die Deutsche Bahn plant zwischen Langenschwarz und Ronshausen den Bau von zwei neuen Gleisen. Die Züge des Fernverkehrs können damit künftig getrennt von den in der Regel langsameren Zügen des Nah- und Güterverkehrs auf einer eigenen Trasse fahren und sind damit deutlich schneller und verlässlicher unterwegs. Der Entscheidung der DB für die Vorzugstrasse über Bad Hersfeld war ein umfangreiches Prüf- und Auswahlverfahren voraus gegangen, bei dem die Planenden eine Vielzahl von möglichen Streckenführungen im Detail miteinander verglichen und bewertetet hatten.

Seit Juni 2018 kommen im so genannten Beteiligungsforum Vertreterinnen und Vertreter aller Interessensgruppen aus der Region regelmäßig zusammen, um sich über den Planungsstand zu informieren und ihre Anregungen und Ideen einzubringen. Die nun ausgewählte Streckenführung soll die Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg bei Langenschwarz verlassen und im Tunnel nach Bad Hersfeld verlaufen. Von dort führt sie im Tunnel Richtung Ronshausen, um dann östlich der Gemeinde auf die bestehende Strecke Richtung Gerstungen einzufädeln.

In einem nächsten Schritt erstellt die DB nun die Unterlagen für das weitere Verfahren und bereitet Baugrunduntersuchungen vor. Auch der Dialog zum Bahnprojekt Fulda-Gerstungen soll wie gewohnt weitergehen. Das nächste Treffen des Beteiligungsforums ist im Herbst geplant.

Weitere Informationen unter: www.fulda-gerstungen.de