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Frankfurt am Main

Deutsche Bahn arbeitet an dauerhafter Befestigung für Felshang in Kestert

Ziel: Größtmögliche Sicherheit für Schiene und Straße • Interessen von Bürger:innen, Naturschutz und Welterbe-Kulturlandschaft fließen in Planung ein

Ab dem 9. Mai sind die Züge am rechten Rhein wieder auf zwei Gleisen unterwegs. Die Deutsche Bahn (DB) hat die Strecke bei Kestert nach dem Felsrutsch vor acht Wochen komplett erneuert und den Hang mit einem temporären Schutzwall gesichert. Für eine endgültige Befestigung des Felsens prüft die DB verschiedene Konzepte. Das Ziel: eine Lösung, die Straße und Schiene bestmöglich vor eventuellen Hangrutschen schützt und gleichzeitig die Interessen der Beteiligten berücksichtigt. Die DB steht dazu im Austausch mit den Anwohner:innen, Gemeinden und Genehmigungsbehörden. Aspekte der Welterbe-Kulturlandschaft und des Naturschutzes fließen ebenfalls in die Überlegungen ein.

Nach der jetzt vorliegenden Einschätzung der geologischen Sachverständigen bietet ein dauerhafter Schutzwall an der bisherigen Stelle die höchste Sicherheit. Die DB entwickelt nun mit den Behörden und Umweltexpert:innen bauliche Konzepte zur Gestaltung des Bauwerks und des Felshangs. So entstehen auch neue Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten am Rhein. Flächen, die die Deutsche Bahn derzeit noch für Bauarbeiten am Hang benötigt, sollen mit der Kommune ebenfalls neugestaltet werden.

Um weiterhin eine gute Nutzung der Flächen oberhalb der Gleise zu ermöglichen, ist die Deutsche Bahn mit den zuständigen Behörden sowie den Eigentümer:innen der Grundstücke und Gärten bereits im Gespräch. Das Gleiche gilt für den Besitzer des derzeit unbewohnten Hauses an der Strecke. Der Großteil der etwa 75.000 Quadratmeter großen Fläche über der Rheinstrecke bei Kestert gehört der DB. Auf diesem Gelände sind ausschließlich Streuobstwiesen und naturbelassene Habitate zu finden.

Die Hangflächen bei Kestert sind durch eine Fußgängerunterführung weiter erreichbar. Die DB prüft, wie eine Zugänglichkeit für den Autoverkehr gewährleistet werden kann. Für die Verbreiterung der Unterführung wäre eine längere Planungs-, Genehmigungs- und Bauphase erforderlich. Die bisherige Brückendurchfahrt auf den DB-eigenen Wirtschaftsweg ist seit dem Felsrutsch nicht mehr möglich.