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Frankfurt

Happy Birthday! 40 Jahre S-Bahn Rhein-Main

Jubiläumszug und Torte zum S-Bahn-Geburtstag • Eine halbe Million Fahrgäste pro Tag • Drittgrößte S-Bahn Deutschlands

Die S-Bahn Rhein-Main feiert Geburtstag: Vor 40 Jahren, am 28. Mai 1978, rollte die erste S-Bahn von der Frankfurter Galluswarte über den Hauptbahnhof bis zur Hauptwache. Nach 16 Jahren Planung und Bauzeit fiel damals der Startschuss für die neue Stadtschnellbahn, die bald für Millio

nen von Menschen im Rhein-Main-Gebiet zum Alltag gehören sollte. Gemeinsam mit der Region ist die S-Bahn seitdem stetig gewachsen. Zum Beispiel 1983, als der City-Tunnel von der Hauptwache bis zur Konstablerwache verlängert, oder 1990 als die S-Bahn unter dem Main hindurch bis nach Sachsenhausen und Frankfurt Süd ausgebaut wurde. Heute ist das Streckennetz der S-Bahn Rhein-Main über 300 Kilometer lang. Ihre Züge legen darauf jeden Tag 44.000 Kilometer zurück – das ist mehr als eine Erdumrundung. Beeindruckend ist aber vor allem die Zahl der Fahrgäste: Jeden Tage fahren eine halbe Million Menschen mit der S-Bahn Rhein-Main.

S-Bahn-Chef Christian Roth spricht daher beim Geburtstagsempfang am Frankfurter Hauptbahnhof auch vom der S-Bahn als Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs im Rhein-Main Gebiet: „Die S-Bahn ist aus dem Leben vieler Menschen nicht wegzudenken. Auch wenn nicht immer alles rund läuft. Wir strengen uns jeden Tag an, um die S-Bahn pünktlicher zu machen und wir sind 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für unsere Fahrgäste da. Zum Geburtstag der S-Bahn danke ich vor allem meinen Kolleginnen und Kolleginnen, die dies für die Menschen in unserer Region überhaupt erst möglich machen.“

Ähnlich äußerte sich auch der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister, Tarek Al-Wazir, der ebenfalls unter den Geburtstagsgästen war. „Wie erfolgreich das Modell S-Bahn ist, sieht man an den immer weiter steigenden Fahrgastzahlen. Damit die S-Bahn ein Erfolgsmodell bleibt, müssen wir jetzt die Weichen für weitere Investitionen stellen. Genau das machen wir beispielsweise mit dem viergleisigen Ausbau für die S6, dem neuen Haltepunkt Gateway Gardens oder dem neuen elektronischen Stellwerk im Frankfurter S-Bahn-Tunnel. Die Menschen erwarten von uns zu Recht, dass wir das Angebot weiter ausbauen und verbessern. Mit dem Programm Frankfurt Rhein-Main plus und den Vorhaben des Bundesverkehrswegeplans 2030 für mehr Investitionen in das hessische Schienennetz sind wir auf dem richtigen Weg.“

„Dass eine halbe Million Fahrgäste pro Tag die S-Bahn nutzen, macht uns stolz“, sagt Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung des RMV. Gleichzeitig wollen wir in Sachen Qualität und Pünktlichkeit noch deutlich besser werden. Wir schauen daher heute zum Geburtstag der S-Bahn weniger zurück, sondern vielmehr nach vorne. Uns geht es darum, die S-Bahn für unsere Fahrgäste auch nach 40 Jahren immer noch attraktiver zu machen, wie zum Beispiel mit dem Nachtverkehr, den wir letzten Dezember eingeführt haben oder durch unsere Investition in kostenloses WLAN in allen
S-Bahn-Zügen, die wir vor kurzem besiegelt haben.“

Dass die S-Bahn nicht nur für das Rhein-Main-Gebiet, sondern auch für die Deutsche Bahn von wesentlicher Bedeutung ist, betonte DB Regio-Chef Dr. Jörg Sandvo

ß. „Die S-Bahn Rhein-Main ist nach Berlin und München die drittgrößte S-Bahn Deutschlands. Unsere fünf größten S-Bahnen haben zusammen die Hälfte aller täglichen Reisenden der Deutschen Bahn. Jeder zweite Bahnkunde ist S-Bahn-Fahrgast. Daran können Sie erkennen, wie wichtig uns unsere S-Bahnen sind“, sagte der Bahn-Manager in seinem Geburtstagsgruß.

Während Mitarbeiter von DB und RMV am Nachmittag kleine Geburtstags­kuchen an die Fahrgäste verteilten, schnitten die Redner am Bahnhof gemeinsam eine große Geburtstagstorte für die S-Bahn an. Kulisse hierfür bildete eine von fünf frisch beklebten Jubiläums-S-Bahnen. Die mit wesentlichen Daten und Fakten aus den letzten vier Jahrzehnten S-Bahn-Geschichte versehenen Züge sollen noch bis mindestens Ende des Jahres im gesamten Streckennetz unterwegs sein.

Meilensteine: 40 Jahre S-Bahn Rhein-Main
  • 28.05.1978: Startschuss - Inbetriebnahme der S-Bahn Rhein-Main

Die S-Bahn besteht aus sechs Linien, die von Wiesbaden (S1), Niedernhausen (S2), Bad Soden (S3), Kronberg (S4), Friedrichsdorf (S5) und Friedberg (S6) in die Frankfurter City führen. Der 2,6 Kilometer lange S-Bahn-Tunnel endete zu dieser Zeit noch an der Hauptwache. Die Bauarbeiten für den Tunnel hatten 1969 begonnen.

  • 1980: Schneller zum Flieger - Anbindung des Frankfurter Flughafens an das S-Bahn Netz
  • 1983: Tunnel verlängert - Inbetriebnahme des neuen Zeiltunnels mit der Station Konstablerwache, die gleichzeitig S- und U-Bahn-Halt ist
  • 1990: S-Bahn unterm Main - Verlängerung der S-Bahn bis Frankfurt Süd

Sachsenhausen ist am Netz: Die S-Bahn fährt von nun an von Frankfurt Hauptwache über Konstablerwache und Ostendstraße unter dem Main hindurch nach Sachsenhausen, wo sie am Lokalbahnhof, der Stresemannallee und in Frankfurt Süd Station macht.

  • 1992: Mehr Sachsenhausen - Eröffnung der S-Bahn-Station Mühlberg
  • 1995: Schneller Richtung Osten - Eröffnung der Strecke zwischen Offenbach-Ost und Hanau
  • 1997: Bessere Verbindung nach Südhessen - Verlängerung der Linien S3 nach Darmstadt und der Linie S4 nach Langen
  • 1998: Auf zur Messe - Eröffnung der S-Bahn-Station Messe Frankfurt
  • 2002: Moderne Züge - Neue Fahrzeuge für die S-Bahn Rhein-Main

Seit dem Start der S-Bahn Rhein-Main war ihr Bild durch die S-Bahn-Fahrzeuge der Baureihe ET 420 geprägt. Nun kommt die nächste Generation von Triebzügen der Baureihe ET 423 zum Einsatz. Sichtbarste Veränderung: Alle Wagenteile sind miteinander verbunden. Durch die komplette Durchgängigkeit wirken die neuen Wagen moderner und übersichtlicherer als ihre Vorgänger.

  • 2003: Noch besser in den Landkreis Offenbach - Ausbau der S1 bis Rödermark Oberroden und der S2 bis Dietzenbach
  • 2006: Fahrzeuge in Topform: Inbetriebnahme der neuen S-Bahn-Werkstatt

In der ehemaligen Posthalle am Frankfurt Hauptbahnhof ist die neue
S-Bahn-Werkstatt eingezogen. Sie ist mit modernster Technik ausgestattet und folgt als „grüne Werkstatt“ hohen Umweltstandards. Die heute 191 Züge der S-Bahn Rhein-Main werden hier von 125 Mitarbeitern im Schichtbetrieb rund um die Uhr kontrolliert, gewartet und instandgehalten.

  • 2014: Kundeninformation in Echtzeit - Einführung der neuen Fahrzeuge des Typs ET 430

Verjüngungskur für die S-Bahn-Flotte: 91 neue S-Bahn-Fahrzeuge der Baureihe ET 430 werden in Betrieb genommen. Die neuen Fahrzeuge sind mit Monitoren ausgestattet, in denen der Fahrtverlauf angezeigt wird. Die Fahrgäste erhalten Informationen zusätzlich Informationen zu Anschlussmöglichkeiten im Nah- und Fernverkehr.

  • 2017: Verstärkung Richtung Westen - Baubeginn für den viergleisigen Ausbau der S6 zwischen Frankfurt West und Bad Vilbel

Mehr Zug für die Region: Mit dem Programm Frankfurt RheinMainplus fließen bis 2030 insgesamt 12 Milliarden Euro in den Ausbau des Schienennetzes im Rhein-Main-Gebiet. Von dem gemeinsamen Projekt von Bund, Land Hessen, Stadt Frankfurt, RMV und DB werden der Nah- und Fernverkehr im Rhein-Main-Gebiet und in ganz Hessen profitieren. Der viergleisige Ausbau der S-Bahn-Linie 6 ist Teil des Programms.

  • 2018: Digitale Technik und Zusatzangebote - Neues elektronisches Stellwerk im City-Tunnel, Nachtverkehr, WLAN

Die S-Bahn Rhein-Main entwickelt sich weiter und blickt nach vorne. Nach 40 Jahren war eine Kompletterneuerung der Leit- und Sicherungstechnik im vielbefahrenen City-Tunnel fällig. Das neue elektronische Stellwerk inklusive zusätzlicher Signale für eine höhere Geschwindigkeit werden in diesem Sommer in Betrieb gehen. Dann ist auch der Nachtverkehr auf allen Linien durchgängig im Angebot. Zudem fiel in diesem Jahr der Startschuss für die Ausstattung aller S-Bahn-Züge mit leistungsstarkem WLAN. Ende 2019 können die Fahrgäste in jeder S-Bahn komfortabel und kostenlos im Internet surfen.

Zahlen, Daten, Fakten zur S-Bahn Rhein-Main         

9 Linien

110 Stationen / Haltepunkte

191 Fahrzeuge

700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

981 Zugfahrten / Tag

500.000 Fahrgäste / Tag

15.000.000 Zugkilometer / Jahr

S-Bahn Rhein-Main und RMV

Der RMV ist der Aufgabenträger hinter der S-Bahn und bestellt und beauftragt die S-Bahn-Leistung bei der Deutschen Bahn. Wie viele S-Bahnen auf welchen Strecken unterwegs sind, welche Qualitätsstandards gelten und wie viele Fahrzeuge die Deutsche Bahn für die S-Bahn Rhein Main vorhalten soll – das alles und mehr regeln die RMV-Verträge. So setzt der Verbund Impulse für entscheidende Verbesserungen wie eine moderne Fahrzeugausstattung oder mehr Sitzplätze. Als Verkehrsverbund ist der RMV auch verantwortlich für ein einheitliches Tarifsystem im Verbundgebiet.

Als einer der größten deutschen Verkehrsverbünde koordiniert und organisiert der RMV den regionalen Bus- und Bahnverkehr auf rund 14.000 Quadratkilometern. Das sind rund zwei Drittel der Fläche des Bundeslandes Hessen. An den Start ging der Verbund 1995. Seitdem entscheiden sich kontinuierlich mehr Menschen für den RMV: 747 Millionen Fahrgäste bewegt er jährlich. Das sind rund 2,5 Millionen am Tag. Damit trägt der RMV maßgeblich zur Entwicklung des Rhein-Main-Gebiets als pulsierende Metropolregion bei. www.rmv.de

Wussten Sie schon, dass …

... die S-Bahn Rhein-Main die drittgrößte S-Bahn Deutschlands ist? Getoppt wird sie lediglich von den S-Bahnen Berlin und München.

... die Züge der S-Bahn Rhein-Main pro Tag 44.000 Kilometer zurücklegen? Das entspricht mehr als einer Erdumrundung! In einem Jahr fahren alle S-Bahnen zusammen eine Strecke, die länger ist als 20 Mal zum Mond und zurück.

... auf dem rund 300 km langen Streckennetz der S-Bahn täglich rund 1.000 Zugfahrten durchgeführt werden und pro Tag eine halbe Million Fahrgäste die S-Bahn Rhein-Main nutzen? Gerade zu den Hauptverkehrszeiten eine logistische Meisterleistung.

... eine S-Bahn bis zu 140 km/h schnell fahren kann?

... mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der S-Bahn Rhein-Main im Einsatz sind? Die allermeisten davon im Schichtdienst, damit die S-Bahn ihren Fahrgästen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für zur Verfügung steht.

... das grüne S auf weißem Grund für „Stadt“ und „schnell“ steht? Die S-Bahn heißt also eigentlich „Stadtschnellbahn“. Sie hat im übrigens im Gegensatz zur Straßenbahn den Status einer Eisenbahn und unterliegt den entsprechenden gesetzlichen Anforderungen an den Eisenbahnbetrieb.