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Frankfurt am Main

Umweltfreundlich unterwegs im Wasserstoffbus: DB Regio Bus testet alternative Antriebe in Frankfurt

Emissionsfreier und leiser Stadtverkehr • Einsatz bis Ende Februar

Grüne Zukunft für den ÖPNV: DB Regio Bus Mitte testet in Frankfurt den Einsatz eines Wasserstoffbusses. Das Modell „H2.City Gold“ vom portugiesischen Hersteller CaetanoBus ist ab morgen bis Ende Februar auf der Linie 59 über Griesheim nach Frankfurt-Höchst unterwegs.

Fahrgäste profitieren auf der emissionsfreien Fahrt von ergonomischen Sitzen, einem sehr geräumigen Innenraum sowie von einem deutlich leiseren Fahrgefühl.

Die Erfahrungen des Probebetriebs bilden die Grundlage für einen emissionsfreien Stadtverkehr in Deutschland. Guido Verhoefen, Geschäftsführer DB Regio Bus Mitte: „Emissionslose Antriebe bei Bussen sind ein wichtiger Baustein für die umweltfreundliche Mobilität der Zukunft. Wir bleiben bei DB Regio Bus offen für neue technologische Entwicklungen. Daher sind wir sehr stolz darauf, dass wir mit diesem Test auch in Sachen Wasserstoffantrieb ganz vorne mit dabei sind.“

Dr.-Ing. Tom Reinhold, Geschäftsführer der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ: „Die Brennstoffzellentechnik ist ein elementarer Baustein des städtischen Konzepts, den gesamten Frankfurter Nahverkehr dieselfrei zu machen. Wir begrüßen es daher sehr, wenn sich unser Dienstleister DB Regio Bus Mitte Erfahrungen mit dieser Technik aneignet.“

Die Stadt Frankfurt hat sich für ein Mischkonzept aus Nachtladung im Depot und Brennstoffzellen entschieden, das sich für das hiesige Liniennetz am besten eignet. Denn während Nachtlader bei kurzen Fahrleistungen kostengünstiger sind, scheint die Brennstoffzellentechnik aufgrund der hohen Reichweiten für lange Umläufe besonders geeignet.

Batterien, Brennstoffzellen und Wasserstofftanks sind auf dem Dach des Busses untergebracht. Den notwendigen Treibstoff erhält der Wasserstoffbus an einer speziellen Tankstelle auf dem Gelände des Industrieparks in Frankfurt Höchst. Mit einer Kapazität von rund 37 kg Wasserstoff kommt der Bus laut Hersteller auf eine Reichweite von bis zu 400 km.

Hohe Fahrgastaufkommen und Verkehrsdichte sowie geringe Haltestellenabstände mit häufigem Anfahren und Abbremsen: Die Anforderungen an den Wasserstoffbus in Frankfurt sind beachtlich. Mit dem Test werden Erfahrungs- und Verbrauchswerte unter realen Bedingungen gesammelt. DB Regio Bus Mitte arbeitet dabei eng mit der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ zusammen.

Bereits im vergangenen Jahr hat DB Regio Bus Mitte alternative Busantriebe im anspruchsvollen Frankfurter Stadtverkehr getestet. Im Juli und August fanden dazu zwischen Griesheim und Unterliederbach Fahrten mit E-Bussen des französischen Herstellers Heuliez und dem deutschen Hersteller MAN statt.