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Investitionen von über zehn Milliarden Euro für besseres Netz und moderne Bahnhöfe

2019 setzt die Bahn weiter auf die Modernisierung ihrer Infrastruktur. Damit die Schiene als attraktiver Verkehrsträger im Wettbewerb bestehen und weiterhin Fahrgäste gewinnen kann, werden Schienennetz und Bahnhöfe mit insgesamt 10,7 Milliarden Euro auf Vordermann gebracht.

Durch ein verbessertes Management der Baustellen haben die Störungen durchs Bauen seit 2017 um mehr als ein Viertel abgenommen – bei insgesamt steigendem Volumen. Gemeinsam mit dem „Lagezentrum Bau“ kümmern sich um die 100 Mitarbeiter darum, Bauauswirkungen genauer zu prognostizieren und Maßnahmen für weniger Verspätungen zu entwickeln. Außerdem optimiert die DB den Verkehrsfluss auf besonders stark ausgelasteten Strecken künftig in PlanKorridoren.

Insgesamt liegt das größte Infrastruktur-Modernisierungsprogramm der Bahngeschichte gut im Plan. Fast jeder zweite Kilometer des rund 33.400 Kilometer langen Streckennetzes wurde seit 2010 angepackt. Die Zahl der Infrastrukturmängel ist um knapp die Hälfte zurückgegangen. Über drei Viertel der 5.400 Stationen sind stufenfrei erreichbar. Zudem sorgen Neu- und Ausbaumaßnahmen wie die Verbindung zwischen Berlin und München für zusätzliche Kapazitäten und neue attraktive Angebote.

Für modernere Bahnhöfe und ein besseres Netz:
In Hamburg und Schleswig-Holstein bereits über 350 Kilometer Schiene modernisiert, 470 Millionen Euro werden 2019 in die Infrastruktur der zwei Länder investiert

Investitionen der letzten Jahre zeigen Wirkung - Optimiertes Baumanagement für weniger Verspätungen - Mehr als 130 neue Mitarbeiter in baurelevanten Berufen

(Hamburg, 20. Februar 2019) Die Deutsche Bahn setzt auch in diesem Jahr auf die Modernisierung ihrer Infrastruktur. „Mehr als 350 Kilometer Schiene in Hamburg und Schleswig-Holstein haben wir seit 2015 bereits modernisiert. Um pünktlich und zuverlässig unterwegs zu sein, müssen wir jedoch weiter in das Eisenbahnnetz investieren. Dafür stehen 2019 rund 240 Millionen Euro allein aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zur Verfügung“, erläutert Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Hamburg und Schleswig-Holstein. Weitere knapp 115 Millionen Euro, darunter Gelder von Bund, Ländern und Kommunen, kommen den Bahnhöfen zugute. Für ein Plus an Kapazität setzt die DB zudem wichtige Neu- und Ausbaumaßnahmen um, darunter die Marschbahn sowie in Hamburg die neuen S-Bahnstationen Elbbrücken und Ottensen.

Bundesweit fließen 2019 rund 10,7 Milliarden Euro (inklusive Instandhaltung) in das deutsche Eisenbahnnetz. Mit den Investitionen sorgt die Deutsche Bahn dafür, dass die Schiene als attraktiver Verkehrsträger im Wettbewerb bestehen und weiterhin Fahrgäste gewinnen kann. „Wir wissen, dass Baustellen unseren Kunden Geduld und Verständnis abverlangen. Dafür sagen wir an dieser Stelle Danke“, so Herbort. „Wir setzen alles daran, die Fahrgäste frühzeitig und über verschiedene Kanäle zu informieren und die Auswirkungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten.“

Durch ein verbessertes Management der Baustellen haben die Beeinträchtigungen durchs Bauen gegenüber 2017 um mehr als ein Viertel abgenommen – bei insgesamt steigendem Volumen. Gemeinsam mit dem „Lagezentrum Bau“ kümmern sich rund 100 Mitarbeiter darum, Bauauswirkungen genauer zu prognostizieren und Maßnahmen für weniger Verspätungen zu entwickeln. Damit künftig noch besser geplant werden kann, stellt die Bahn 2019 in Hamburg über 80, in Schleswig-Holstein mehr als 50 neue Mitarbeiter, unter anderem für Bauprojektmanagement, -überwachung und Instandhaltung, ein.

Außerdem optimiert die DB den Verkehrsfluss auf besonders stark ausgelasteten Strecken. Kommt es in diesen Bereichen zu Stau auf der Schiene, wirkt sich das negativ auf das gesamte Eisenbahnsystem aus. Interdisziplinäre Expertenteams steuern und managen Zugfahrten des Nah- und Fernverkehrs daher künftig noch intensiver und in direkter Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen in den PlanKorridoren.

Daneben werden in den Korridoren auch Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt, wie präventive Instandsetzungsarbeiten an Stellwerken oder Weichen. Seit Oktober 2018 ist zwischen Köln und Dortmund bereits der PlanKorridor West aktiv. Im laufenden Jahr folgen Mitte (Fulda-Mannheim), Nord (Hamburg und Hamburger Zulauf) sowie Süd (Würzburg-Nürnberg).

Insgesamt liegt das größte Infrastruktur-Modernisierungsprogramm der Bahngeschichte gut im Plan. Fast jeder zweite Kilometer des rund 33.400 Kilometer langen Streckennetzes wurde seit 2010 angepackt. Die Zahl der Infrastrukturmängel ist um knapp die Hälfte zurückgegangen. Über drei Viertel der 5.400 Stationen sind stufenfrei erreichbar. Neu- und Ausbaumaßnahmen wie die Verbindung zwischen Berlin und München sorgen für zusätzliche Kapazitäten und neue attraktive Angebote.

Wichtige Maßnahmen in Hamburg und Schleswig-Holstein 2019

In Hamburg hat im September 2016 die Erneuerung von zwei Eisenbahnbrücken am Berliner Tor begonnen. Dort kreuzen die Fernbahnstrecke Hamburg–Berlin und die S-Bahnstrecke Hamburg Hbf–Aumühle die Strecke Hamburg–Lübeck sowie die Gleise der S-Bahnstrecke Hamburg Hbf–Poppenbüttel. Die Gesamtbaumaßnahmen in die über 90 Millionen Euro investiert werden, sollen nach derzeitiger Planung bis Anfang 2023 beendet sein. Im ersten Bauabschnitt wurde der alte Überbau der Strecke Hamburg–Berlin zurückgebaut. Der neue Stahlüberbau wurde unweit der Baustelle hergestellt. Der Einschub in seine Endposition erfolgte wie geplant Ende 2017.

In diesem Sommer beginnen die Arbeiten zur Erneuerung des eingleisigen Kreuzungswerkes für das S-Bahngleis Aumühle–Hamburg Hbf. Der Einschub des neuen Überbaus ist für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant. Abschließend werden voraussichtlich im Jahr 2023 die Gleisabstände der Strecke Hamburg–Lübeck im Bereich Berliner Tor um rund 40 Zentimeter durch Verschieben in Nord- und Südrichtung vergrößert.

Auch die Erneuerung der S-Bahnüberführung über die Julius-Leber-Straße in Hamburg-Altona hat im Herbst 2016 begonnen. Diese Überführung ist einer (der westliche) von zwei Teilen des sogenannten „Lessingtunnels“. Die Kosten für die Erneuerung in Höhe von 25 Millionen Euro tragen der Bund, die Stadt und die Deutsche Bahn. Der Austausch der Überbauten erfolgt in zwei Teilschritten. Der erste wurde im August 2017 realisiert und in Betrieb genommen. Der Austausch des zweiten Brückenüberbaus der
S-Bahnüberführung ist für den Sommer 2019 geplant. Für diese Arbeiten wird nochmals eine längere Sperrung der Straße und der S-Bahngleise erforderlich sein. Das zugehörige Verkehrskonzept wird aktuell durch ein externes Planungsbüro erstellt und mit den Behörden abgestimmt mit dem Ziel, die verkehrlichen Beeinträchtigungen so gering wie möglich halten.

Diverse Streckenabschnitte in Schleswig-Holstein und im Raum Hamburg werden auch in diesem Jahr modernisiert.

Strecke Hamburg–Westerland (Sylt) – Marschbahn
Die Investitionsoffensive der Marschbahn startet im laufenden Jahr mit einem Umbauvolumen von gut 32 Kilometer Gleisen und acht Weichen. Ebenfalls werden drei Eisenbahnbrücken erneuert. Der Bauschwerpunkt liegt dabei zwischen Bredstedt und Westerland. Die Arbeiten werden hauptsächlich außerhalb von Ferienzeiten stattfinden. So ist die An- und Abreise von und zur Insel Sylt während der Urlaubssaison sichergestellt.

Strecke Hamburg–Flensburg
Im Bahnhof Elmshorn werden vom 20. Juli bis 9. August drei Kilometer Gleise erneuert.

In Neumünster werden vom 13. April bis 1. Mai elf Weichen ausgetauscht.

Zwischen Owschlag und Jübek werden vom 14. September bis 1. Dezember Lärmschutzwände mit einer Länge von rund 3,8 Kilometern errichtet.

Strecke Neumünster–Rendsburg
Seit Januar bis Anfang Dezember erfolgen teilweise aufwändige Modernisierungen am Viadukt „EÜ Wehrau“ im Bereich Osterrönfeld. Für den Gleisaus- und einbau, sowie das Einbringen einer neuen Fahrbahnwanne ist zu Ostern eine Komplettsperrung beider Gleise zwischen Neumünster und Rendsburg von Freitag, 19. April, 22 Uhr bis Dienstag, 23. April, 6 Uhr erforderlich. Die Fernverkehrszüge nach von Århus/København werden über Kiel–Eckernförde umgeleitet. Betroffen sind außerdem die Regio-Züge in Richtung Flensburg/Kiel/Neumünster/Husum.

Hamburg Hbf–Hamburg-Harburg–Buchholz (Nordheide)
Im Bahnhof Hamburg-Harburg werden vom 19. April bis 5. Mai knapp fünf Kilometer Gleise und 19 Weichen ausgetauscht.

Zwischen Hamburg-Harburg und Hamburg-Wilhelmsburg werden vom
3. bis 19. Juni vier Kilometer Gleise erneuert.

Bei allen Maßnahmen kommt es zu Fahrplanänderungen im Nah- und Fernverkehr.

Auch in Bahnhöfe wird weiter investiert.
Am Bahnhof Lübeck Hauptbahnhof wird in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde die Nordfassade des Ostflügels saniert. Im Erdgeschoss des Ostflügels wurden bereits die Räumlichkeiten für die Mieter neu hergerichtet.

An den Bahnhöfen Keitum, Morsum, Klanxbüll, Langenhorn und Bredstedt werden die Bahnsteige bis Ende 2019 sukzessive verlängert. So können zukünftig Züge mit zwölf Wagen an den Bahnsteigen halten.

Die Modernisierung des Bahnhofs Pinneberg hat im Oktober 2018 begonnen. Zu der Runderneuerung, die das Land Schleswig-Holstein, die Stadt Pinneberg, die NAH.SH und die DB AG gemeinsam entwickelt haben, gehören der Bau eines neuen, breiten Fußgängertunnels an zentraler Stelle, die barrierefreie Erschließung aller Bahnsteige mit Aufzügen, der Neubau der Bahnsteige, der Bau eines Bahnsteigdachs, der Bau eines taktilen Leitsystems für die gesamten Bahnsteiganlagen sowie neue Fahrgastinformationsanlagen. Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2020 abgeschlossen sein.

Im Anschluss an die Arbeiten an den Bahnsteiganlagen wird das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude saniert und umgebaut. Es entsteht außerdem ein neuer Servicepavillon, und das Bahnhofsumfeld wird aufgewertet. Insgesamt kostet das Maßnahmenpaket rund um den Pinneberger Bahnhof etwa 25 Millionen Euro.

Im Rahmen des Programms „Zukunft Bahn“ werden seit Anfang 2017 die Hamburger S-Bahn-Tunnelstationen modernisiert. Wände, Bahnsteige und Zwischenebenen werden neu gestaltet und erhalten somit ein attraktives und helles Erscheinungsbild. Rund 48 Millionen Euro fließen allein in diese Maßnahme, die bis Ende 2021 abgeschlossen sein soll.

Am Hamburger Hbf werden die Bahnsteigarbeiten fortgesetzt. In diesem Jahr wird der Bahnsteig am Gleis 12 vom 11. Juni bis 28. Juli erneuert.

Mit den Bauarbeiten für den neuen S-Bahn-Haltepunkt Elbbrücken wurde im 3. Quartal 2017 begonnen. Durch eine 70 Meter lange Fußgängerbrücke mit der benachbarten U-Bahn-Station verbunden, entsteht so auch ein wichtiger Umsteigepunkt zwischen S- und U-Bahn. Für die S-Bahnstation sind zwei jeweils 210 Meter lange Außenbahnsteige vorgesehen. Die Inbetriebnahme der Station ist für Ende 2019 vorgesehen. Das neue Quartier „Elbbrücken“ der HafenCity wird mit dieser neuen Station an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die auf Grund der Steigungs- und Kurvenlage anspruchsvollen Bauarbeiten werden bei laufendem S-Bahn-Betrieb „unter dem rollenden Rad“ umgesetzt. Geplant sind nur kurze Gleissperrungen bei der S-Bahn Hamburg über Ostern und im November.

Gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg baut die Deutsche Bahn die neue S-Bahn-Station Ottensen. Mit diesem neuen Haltepunkt werden die Stadtteile Ottensen und Bahrenfeld sowie das dort entstehende Neubaugebiet erschlossen und attraktiver gestaltet. Zudem werden beide Stadtteile noch besser an das Hamburger Schnellbahnnetz angeschlossen. Mit den vorbereitenden Arbeiten wie Rodungs- und Baumfällarbeiten im Dammbereich wurde bereits begonnen. Die weiteren erforderlichen Arbeiten erfolgen dann ab Sommer bis in das 4. Quartal 2020. Die Inbetriebnahme und Aufnahme des Betriebes soll zum Fahrplanwechsel Anfang/Mitte Dezember 2020 erfolgen.

Mit der Verlagerung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona wird der zweite Entwicklungsabschnitt des städtebaulichen Projekts Mitte Altona möglich. Das Konzept sieht vor, den bestehenden Kopfbahnhof aufzugeben und durch einen leistungsfähigen neuen Fernbahnhof Hamburg-Altona im Bereich der heutigen S-Bahnstation Diebsteich zu ersetzen. Der heutige S-Bahnhof Hamburg-Altona bleibt erhalten.

Der neue Bahnhof wird sechs Fernbahngleise und zwei S-Bahngleise an vier Bahnsteigen haben. Außerdem entsteht ein neues Empfangsgebäude. Der gesamte Bahnhof wird barrierefrei gebaut. Gleichzeitig müssen zwei Brücken erneuert und rund 25 Kilometer Gleise und 48 Weichen neu gebaut werden. Die Steuerung des Zugverkehrs erfolgt von einem neuen Elektronischen Stellwerk.

Der Planfeststellungsbeschluss liegt vor. Derzeit ist das gerichtliche Verfahren anhängig. Die DB setzt alles daran, die aufgeworfenen Bedenken auszuräumen.

Rechtzeitig im Vorfeld informiert die Bahn in gewohnter Weise detailliert über konkrete Auswirkungen und Ersatzverkehre.

Aktuelle Angaben zu Baustellen, deren Auswirkungen auf den Fahrplan und alternative Fahrmöglichkeiten sind hinterlegt in den Apps „DB Bauarbeiten“,
„DB Navigator“, den „Streckenagenten“-Apps des Nahverkehrs sowie unter www.deutschebahn.com/bauprojekte, www.deutschebahn.com/bauinfos sowie https://inside.bahn.de/.

Ergänzend informiert „Max Maulwurf“, der Baustellenbotschafter der DB, mit Plakaten, Broschüren und Aushängen in den Bahnhöfen und Tagesmedien sowie im Zug. Weitere aktuelle Baustelleninfos gibt es zudem im Internet unter deutschebahn.com/bauinfos.


In die Infrastruktur FÜRdie S-Bahn Hamburg wird in diesem Jahr weiter investiert. S-Bahn-Stationen werden modernisiert sowie Gleise und Brücken erneuert. Damit möglichst wenige Fahrgäste von den Sperrungen betroffen sind, werden längere Bauarbeiten wie üblich in die Ferienzeiten gelegt.

Die S-Bahn-Station Elbbrücken wird weiter während des laufenden Bahn-Betriebs gebaut, um die Einschränkungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten. Für den Einbau der Dachkonstruktion sind nur an Wochenenden Schienenersatzverkehre zwischen Hammerbrook und Wilhelmsburg geplant.

Die größten Baumaßnahmen im Netz der S-Bahn Hamburg im Überblick:

Während der Hamburger Frühjahrsferien werden in den Stationen Harburg Rathaus und Heimfeld im Rahmen der Modernisierung aller Hamburger Tunnelstationen die Bodenfliesen erneuert. Vom 2. bis 17. März fahren deshalb zwischen Neugraben und Harburg Busse statt S-Bahnen.

Die S3 fährt zwischen Stade und Neugraben sowie Harburg und Pinneberg.
Die S31 fährt zwischen Altona und Hammerbrook.

In den Sommerferien in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein werden nördlich des S-Bahnhofs Hamburg-Altona an der Brücke über die Julius-Leber-Straße weitere Überbauten erneuert. Vom 27. Juni bis 7. August werden deswegen zwischen Othmarschen, Bahrenfeld, Altona und Holstenstraße Busse statt S-Bahnen eingesetzt.

Die S1 fährt zwischen Wedel und Othmarschen sowie Altona und Airport/Poppenbüttel.
Die S11 fährt zwischen Poppenbüttel und Berliner Tor.
Die S2 fährt zwischen Bergedorf und Sternschanze.
Die S3 fährt zwischen Stade und Altona, die S31 verkehrt zusätzlich zwischen Holstenstraße und Pinneberg.

Während der Herbstferien in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein werde im Rahmen der Modernisierung aller Hamburger Tunnelstationen die Arbeiten an den Stationen Königstraße, Landungsbrücken sowie Hauptbahnhof fortgesetzt. Vom 3. bis 20. Oktober ist daher der Citytunnel zwischen Altona und dem Hauptbahnhof gesperrt. Zwischen Landungsbrücken und Altona fahren Busse statt S-Bahnen, zwischen dem Hauptbahnhof und Landungsbrücken können die Fahrgäste die Linie U3 nutzen.

Die S1 und S3 fahren über Dammtor.
Die S11 fährt zwischen Poppenbüttel und Berliner Tor.
Die S2 fällt aus.
Die S31 fährt zwischen Neugraben und Hauptbahnhof.

Ausführliche Infos zum Fahrplan gibt es unter www.s-bahn.hamburg, auf Twitter sowie der Telefonnummer 040/19 449 (Infos-Fahrpläne-Service) und beim Kundendialog der S-Bahn unter 040/3918-4385.

Für modernere Bahnhöfe und ein besseres Netz:
800 Kilometer Schiene in Bremen und Niedersachsen bereits modernisiert, 750 Millionen Euro werden 2019 in die Infrastruktur der beiden Länder investiert

Investitionen der letzten Jahre zeigen Wirkung - Optimiertes Baumanagement für weniger Verspätungen - Knapp 200 neue Mitarbeiter in baurelevanten Berufen

(Hamburg, 21. Februar 2019) Die Deutsche Bahn setzt auch in diesem Jahr auf die Modernisierung ihrer Infrastruktur. „Über 800 Kilometer Schiene haben wir seit 2015 in Bremen und Niedersachsen bereits modernisiert. Um pünktlich und zuverlässig unterwegs zu sein, müssen wir jedoch weiter in das Eisenbahnnetz investieren. Dafür stehen in den beiden Ländern 2019 über 460 Millionen Euro allein aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zur Verfügung“, erläutert Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Bremen und Niedersachsen. Weitere knapp 50 Millionen Euro, darunter Gelder von Bund, Ländern und Kommunen, kommen den Bahnhöfen zugute. Für ein Plus an Kapazität setzt die DB zudem wichtige Neu- und Ausbaumaßnahmen um, darunter Oldenburg–Wilhelmshaven.

Bundesweit fließen 2019 rund 10,7 Milliarden Euro (inklusive Instandhaltung) in das deutsche Eisenbahnnetz. Mit den Investitionen sorgt die DB dafür, dass die Schiene als attraktiver Verkehrsträger im Wettbewerb bestehen und weiterhin Fahrgäste gewinnen kann. „Wir wissen, dass Baustellen unseren Kunden Geduld und Verständnis abverlangen. Dafür sagen wir an dieser Stelle Danke“, so Herbort. „Wir setzen alles daran, die Fahrgäste frühzeitig und über verschiedene Kanäle zu informieren und die Auswirkungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten.“

Durch ein verbessertes Management der Baustellen haben die Beeinträchtigungen durchs Bauen gegenüber 2017 um mehr als ein Viertel abgenommen – bei insgesamt steigendem Volumen. Gemeinsam mit dem „Lagezentrum Bau“ kümmern sich rund 100 Mitarbeiter darum, Bauauswirkungen genauer zu prognostizieren und Maßnahmen für weniger Verspätungen zu entwickeln. Damit künftig noch besser geplant werden kann, stellt die Bahn 2019 in Bremen rund 25, in Niedersachsen mehr als 170 neue Mitarbeiter, unter anderem für Bauprojektmanagement, -überwachung und Instandhaltung, ein.

Außerdem optimiert die DB den Verkehrsfluss auf besonders stark ausgelasteten Strecken. Kommt es in diesen Bereichen zu Stau auf der Schiene, wirkt sich das negativ auf das gesamte Eisenbahnsystem aus. Interdisziplinäre Expertenteams steuern und managen Zugfahrten des Nah- und Fernverkehrs daher künftig noch intensiver und in direkter Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen in den PlanKorridoren.

Daneben werden in den Korridoren auch Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt, wie präventive Instandsetzungsarbeiten an Stellwerken oder Weichen. Seit Oktober 2018 ist zwischen Köln und Dortmund bereits der PlanKorridor West aktiv. Im laufenden Jahr folgen Mitte (Fulda-Mannheim), Nord (Hamburg und Hamburger Zulauf) sowie Süd (Würzburg-Nürnberg).

Insgesamt liegt das größte Infrastruktur-Modernisierungsprogramm der Bahngeschichte gut im Plan. Fast jeder zweite Kilometer des rund 33.400 Kilometer langen Streckennetzes wurde seit 2010 angepackt. Die Zahl der Infrastrukturmängel um knapp die Hälfte zurückgegangen. Über drei Viertel der 5.400 Stationen sind stufenfrei erreichbar. Neu- und Ausbaumaßnahmen wie die Verbindung zwischen Berlin und München sorgen für zusätzliche Kapazitäten und neue attraktive Angebote.

Wichtige Maßnahmen in Bremen und Niedersachsen 2019

Schnellfahrstrecke
Nach fast 30 Jahren benötigen die Schnellfahrstrecken bei der DB eine Frischekur. Den Auftakt der Sanierung macht die Verbindung Hannover–Würzburg. Auf dem knapp 89 Kilometer langen Streckenabschnitt Hannover–Göttingen werden vom 11. Juni bis 14. Dezember rund 140 Kilometer Gleise,
47 Weichen, 243.000 Schwellen und 405.000 Tonnen Schotter erneuert. Neun Tunnel und acht Talbrücken werden saniert. Außerdem werden technische Anlagen auf den neuesten Stand gebracht und die Oberleitungsanlagen saniert. Für diese Arbeiten wird die Strecke komplett gesperrt. Die Züge werden über die Leinetal-Strecke umgeleitet. Dadurch ergeben sich Fahrzeitenverlängerungen von 30 bis 45 Minuten. Details zu den Fahrplanänderungen werden rechtzeitig veröffentlicht. Infos zum Projekt gibt es hier.
Emslandstrecke
Vom 20. Februar bis 26. März werden auf der Emslandstrecke zwischen Meppen und Salzbergen 21 Kilometer Gleise und drei Weichen erneuert. Für die Arbeiten ist der Streckenabschnitt nur eingleisig befahrbar und zum Teil total gesperrt.

Die Züge der zweistündlichen IC-Linie 35 Koblenz/Köln-Münster-Emden-Norddeich verkehren bis und ab Münster und entfallen im Abschnitt Münster-Emden/Norddeich.

Die Fernverkehrshalte dieser Linie in Rheine, Lingen(Ems), Meppen, Papenburg (Ems), Leer/Ostfriesland, Emden Hbf, Norden und Norddeich entfallen vorübergehend. Kunden werden Verbindungen über Bremen empfohlen.

Strecke Bremen–Leer
Vom 30. März bis 6. April werden zwischen Leer und Oldenburg knapp drei Kilometer Gleise erneuert.
Vom 16. April bis 20. Mai werden zwischen Oldenburg und Bremen
13 Kilometer Gleise und 24 Weichen erneuert.

Strecke Stubben–Bremen-Burg
Vom 30. Mai bis 15. Juli werden zwischen Stubben und Bremen-Burg elf Weichen erneuert.

Strecke Veltheim–Hessisch-Oldendorf
Vom 29. Juli bis 28. August werden rund drei Kilometer Gleise erneuert.

Strecke Osnabrück–Natrup-Hagen
Vom 16. bis 28. Oktober finden Arbeiten an der Eisenbahnüberführung „Klöntruppstraße“ über die Straße „An der Petersburg“ in Osnabrück statt. Die bestehende Eisenbahnüberführung wird in zwei Abschnitten zurück gebaut. Die im Vorfeld seitlich hergestellten Rahmenbauwerke werden danach ebenfalls in zwei Abschnitten eingeschoben. Nach dem Einschub werden das Baufeld und die Straße „An der Petersburg“ wieder hergerichtet.

In den niedersächsischen Sommerferien werden zwischen Stade und Cuxhaven drei Kilometer Gleise erneuert.

Zwischen Delmenhorst und Hesepe werden auf 3,5 Kilometern die Schwellen erneuert.

In den Bahnhöfen Achmer und Walsrode Weichen werden erneuert.

Auf verschiedenen Strecken werden elf Bahnübergänge (BÜ) erneuert, und an vier BÜs wird die Signalabhängigkeit nachgerüstet.

In Niedersachsen werden acht Eisenbahnbrücken und 20 Durchlässe (teil)erneuert.

Ausbau der Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven
Ende letzten Jahres begannen die Arbeiten zur Bahnverlegung Sande, der Neubau einer rund 4,7 Kilometer langen zweigleisigen Trasse. Derzeit befinden sich die Baustellenzufahrten und Baustraßen in der Fertigstellung. Im Anschluss beginnen Dammschüttarbeiten für die Bahntrasse und Straßendämme. Für den Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Bahnhof Sande und Bahnhof Wilhelmshaven konnten alle Bauaufträge vergeben werden. Vorbereitende Arbeiten laufen bereits seit Januar. Nachtarbeiten entlang der Strecke sind von Ende März bis Ende August geplant. Für den Umbau des Bahnhofs Sande wurden ebenfalls alle Bauaufträge vergeben. Hier beginnen die vorbereitenden Arbeiten im 1. Quartal dieses Jahres gefolgt von den Hauptbauarbeiten ab Sommer 2019.

Strecke Oldenburg–Rastede
Im Rahmen von Instandhaltungsarbeiten beginnen ab Mai nach Beendigung der derzeit laufenden Kampfmittelsondierungen zwischen Oldenburg und Rastede die notwendigen Oberbauerneuerungen.

Neues elektronisches Stellwerk (ESTW) in Osnabrück
Der Bund und die Bahn investieren in dieses Projekt rund 175 Millionen Euro. Das neue ESTW steuert künftig den 63 Kilometer langen Abschnitt Natrup-Hagen–Lembruch auf der Strecke Münster–Bremen sowie den 35 Kilometer langen Abschnitt Wissingen–Velpe auf der Strecke Löhne–Rheine. Die neue Technik ersetzt 16 alte Stellwerke, von denen die beiden ältesten aus dem Jahr 1950 stammen. Das neue Stellwerk ist somit eines der größten in Deutschland. Seine Bedienung erfolgt aus der neuen Fahrdienstleiterzentrale in Osnabrück. Die Inbetriebnahme des ESTW erfolgt aufgrund der Komplexität und der Größe des Stellwerkes in sechs Schritten. Die Arbeiten begannen im Mai 2016, die Inbetriebnahme des Eisenbahnknotens Osnabrück ist für den Herbst 2023 geplant.

In diesem Zusammenhang finden in verschiedenen Bereichen und Zeiträumen Arbeiten an Weichen, Gleisen und Brücken sowie an der Leit- und Sicherungstechnik statt:
Vom 27. März bis 1. April zwischen Bohmte und Lengerich (Westf.).
Vom 9. Juni bis 29. September zwischen Osnabrück und Ibbenbüren bzw. Bramsche.
Für den 31. März 2019 ist die Inbetriebnahme des Teilabschnitts
Belm–Ostercappeln
geplant.

Die Bahnstrecke zwischen dem Rangierbahnhof Maschen und Hamburg-Harburg ist eine der wichtigsten Verbindungen für den Hamburger Seehafen und Teil des Korridors „Skandinavien–Mittelmeer“. Um Engpässe im Bereich des Eisenbahnknoten Hamburg zu beseitigen und die Streckenkapazität für Güterzüge zu steigern, wird seit September 2017 ein zweites östliches Umfahrungsgleis für Güterzüge der Fahrtrichtung Süd/Nord, vorzugsweise aus Richtung Buchholz/Jesteburg erstellt. Die Inbetriebnahme ist für den Sommer 2019 geplant.

Im Rahmen dieser Baumaßnahme werden rund 3,5 Kilometer Gleis und sieben Weichen sowie zwei Eisenbahnüberführungen (Bereich Deichstraße und Fluss Seeve) erneuert. Bis zu fünf Meter hohe Lärmschutzwände werden auf einer Länge von insgesamt drei Kilometern zum Schutz der Ortsteile in Hörsten und Maschen gebaut. Ökologische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden zum einen im Gebiet der unteren Seeveniederung, nördlich des Rangierbahnhofes, als auch im südlichen Teil des Landkreises Harburg, realisiert.

Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die Königsstraße in Hannover
Für die Arbeiten sind 18 Millionen Euro vorgesehen. Über diese wichtige Brücke im Hauptbahnhof Hannover verlaufen sowohl die Nord-Süd- als auch die Ost-West-Strecken des Fern-, Regional- und S-Bahnverkehrs.

Im Oktober letzten Jahres wurden 16 Hilfsbrücken eingebaut. Bis April 2019 erfolgt die Herstellung der neuen Widerlager sowie die des ersten neuen Teil-Überbaus. Vom 6. bis 15. April wird dieser neue Überbau eingeschoben. Dies hat eine 8-tägige Sperrung des Ostkopfes von Hannover Hbf zur Folge.

Bis Ende Juli 2019 wird der zweite Teil-Überbau fertiggestellt sein. Der Einschub dieses Überbaus wird vom 23. bis 29. Juli erfolgen, wiederum mit einer Sperrung von 6 Tagen. Von Oktober bis Ende 2019 wird dann die Baustelleneinrichtung zurück gebaut und die Fahrbahnflächen der Königstraße und des Thielenplatzes wiederhergestellt.

Auch in Bahnhöfe wird weiter investiert.
So werden beispielsweise im Bahnhof Osnabrück seit 2017 sukzessive Modernisierungsarbeiten durchgeführt. Im Januar und Februar werden in der Halle die Fliesen erneuert.

Die Erneuerung Personenunterführung (Boden, Wand, Decke) mit den Treppenaufgängen wird voraussichtlich im Mai/Juni 2019 begonnen.

Die Erneuerung der Treppeneinhausungen zu den Bahnsteigen 11 bis 14 wird im 4. Quartal starten. Dazu kommt die Erneuerung schadhafter Bereiche des historischen Bodens in der Empfangshalle, die Anpassung des Beleuchtungskonzepts in der Empfangshalle und der Beleuchtung der Außenfassade und abschließen die Sanierung des Vordachs.

Der Bahnhof Jaderberg auf der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven wird reaktiviert, der Planfeststellungsbeschluss liegt vor. Die Arbeiten für zwei neue Außenbahnsteige und einen barrierefreien Zugang über einen örtlichen Bahnübergang beginnen im 2. Quartal 2019. Die beiden Bahnsteige werden mit Wetterschutz, einer neuen Beleuchtungsanlage und diversen neuen Ausstattungselementen bestückt. Die vorhandene Lärmschutzwand wird entsprechend angepasst. Voraussichtlicher Fertigstellungstermin ist Ende 2020.

In Weener beginnen im Rahmen des „Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP)“ die Bauarbeiten im 4. Quartal 2019. Der Bahnsteig 2 wird auf 76 Zentimeter erhöht und erhält ein taktiles Leitsystem sowie eine neue Zuwegung in den öffentlichen Raum. Außerdem wird es neuen Wetterschutz, eine neue Beleuchtungsanlage sowie diverse neue Ausstattungselemente (Abfallbehälter, Bänke) geben. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten kommt es zu Fahrplanänderungen im Fern- und Nahverkehr. Die Fahrpläne werden rechtzeitig veröffentlicht.

Rechtzeitig im Vorfeld informiert die Bahn in gewohnter Weise detailliert über konkrete Auswirkungen und Ersatzverkehre.

Aktuelle Angaben zu Baustellen, deren Auswirkungen auf den Fahrplan und alternative Fahrmöglichkeiten sind hinterlegt in den Apps „DB Bauarbeiten“,
„DB Navigator“, den „Streckenagenten“-Apps des Nahverkehrs sowie unter www.deutschebahn.com/bauprojekte, www.deutschebahn.com/bauinfos sowie https://inside.bahn.de/.

Ergänzend informiert „Max Maulwurf“, der Baustellenbotschafter der DB, mit Plakaten, Broschüren und Aushängen in den Bahnhöfen und Tagesmedien sowie im Zug. Weitere aktuelle Baustelleninfos gibt es zudem im Internet unter deutschebahn.com/bauinfos.



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