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Modernisierung der Schieneninfrastruktur geht in die nächste Runde: 2019 startet Generalüberholung für Schnellfahrstrecken der Deutschen Bahn

Nach fast 30 Jahren verlässlichem Dauerbetrieb werden hunderteKilometer Schienen, Weichen und Technik runderneuert • Zügenutzen während der Bauarbeiten soweit möglich Umleitungsstrecken •Frühzeitige Information über zahlreiche DB-Kundenmedien

Vor fast 30 Jahren gingen sie in Betrieb und sind bis heute aus dem Schienennetz der DB nicht mehr wegzudenken: die Schnellfahrstrecken, die eigens für Eisenbahnverkehre mit Tempo 160 plus konzipiert und errichtet wurden. Zwischen Hannover und Würzburg sowie Mannheim und Stuttgart machten sich im Frühjahr 1991 die ersten Personenzüge mit rasanter Geschwindigkeit auf die Reise und läuteten damit eine völlig neue Qualität des Bahnfahrens sowie den Siegeszug des ICE ein. Die schnellen, komfortablen Verbindungen brachten nicht nur viele Menschen näher zueinander. Es entstanden auch neue Wirtschaftsräume und -konzepte.


Außerdem sorgten die Strecken bundesweit für ein wahres Aufatmen, denn die Straßen konnten durch die attraktiven Zugverbindungen deutlich vom Individual- sowie Lkw-Verkehr – und somit CO2 – entlastet werden. Seitdem sind viele Millionen Reisende und Tonnen von Gütern über die Hochgeschwindigkeitsverbindungen gerauscht. Allein zwischen Hannover und Würzburg waren es bis heute rund 420 Millionen Fahrgäste im Fernverkehr – das entspricht fast der Gesamtbevölkerung Südamerikas.

Nach über einem viertel Jahrhundert verlässlichem Dauerbetrieb brauchen die Strecken nun nach und nach eine Frischekur für Schienen, Ingenieurbauwerke und Technik, damit sie für kommende Generationen weiter ihren Dienst tun können und die Erfolgsgeschichte Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland ein neues Kapitel erhält. Bei der gegebenen Größenordnung ist eine Sanierung allerdings nicht von heute auf morgen zu erledigen. Daher arbeiten die Fahrplaner der DB bereits seit Monaten an verschiedenen Konzepten, die nicht nur dem enormen Baupensum Rechnung tragen, sondern insbesondere mit Blick auf die Reisenden und Güterverkehrskunden vertretbare Lösungen bieten.
In zahlreichen Abstimmungsrunden vor allem mit den betroffenen Verkehrsunternehmen ist ein Etappenplan entstanden, bei dem die Bahn von 2019 bis 2023 mit mehreren Streckensperrungen zunächst zwei Hochgeschwindigkeitsverbindungen auf Vordermann bringt.

Ab 2019: Hannover–Würzburg
Den Auftakt der Schnellfahrstreckensanierung macht die Verbindung Hannover–Würzburg. Die Bauarbeiten an Gleisen, Weichen und Technik finden sukzessive in folgenden vier Abschnitten statt:

• Hannover–Göttingen (11. Juni bis 14. Dezember 2019),
• Göttingen–Kassel (23. April bis 15. Juli 2021),
• Fulda–Würzburg (2022) und
• Kassel–Fulda (2023).
Ganz ohne Reisezeitverlängerungen ist das hohe Baupensum jedoch nicht realisierbar. So sind die Züge im DB-Fernverkehr in der ersten Bauphase 2019 z.B. auf den Verbindungen Hamburg-Frankfurt, Berlin-Frankfurt und Hamburg-München jeweils ca. 30 bis 45 Minuten länger unterwegs. Zwischen Hamburg bzw. Berlin und Frankfurt kommt es zu Kapazitätseinschränkungen. Während der Baumaßnahmen versüßt die DB betroffenen Kunden die längere Reisezeit mit besonderen kleinen Aufmerksamkeiten. Betroffene Zeitkarteninhaber und BahnCard-100-Kunden erhalten darüber hinaus eine finanzielle Entschädigung.

Ab 2020: Mannheim–Stuttgart
Ab 2020 erneuert die Bahn die Strecke Mannheim–Stuttgart. Das Baupensum wird in 205 Tagen bei einer Totalsperrung zwischen 10. April und 31. Oktober erledigt. 

Konkrete Umleitungs- und Fahrplankonzepte sind noch in Planung.
Kommunikation ist alles: Bauinformationen über verschiedene Kanäle. Wichtig ist, dass für jedes Bauvorhaben die Kundeninformation reibungslos funktioniert. Daher werden für die größten Baumaßnahmen schon bis zu zwei Jahre im Voraus Baufahrpläne entwickelt, in denen Umleitungen, Ersatzverkehre oder Fahrzeitverlängerungen entlang bestimmter Korridore hinterlegt sind. Auf dieser Basis erhält der Fahrgast verlässliche Informationen zum Fahrplan und kann seine Reiseplanung frühzeitig darauf einstellen.

Über Fahrplanänderungen informiert die Bahn über zahlreiche Kanäle von der App wie dem DB Navigator über Max Maulwurf, Flyer, Aushänge und Plakate in den Bahnhöfen bis hin zu online-Angeboten. Auskünfte für die Reiseplanung gibt es zum Beispiel unter www.deutschebahn.com/bauinfos, am kostenlosen
BahnBau-Telefon (0800 5 99 66 55) sowie bei den DB-Verkaufsstellen vor Ort.
Baustelleninfos für mobile Geräte gibt es über die App „DB Bauarbeiten“ oder
unter www.bauinfos.deutschebahn.com/mobil. Das BauInfoPortal zeigt unter
www.deutschebahn.com/bauprojekte aktuelle und geplante Baumaßnahmen der Deutschen Bahn.


Ein umfangreiches Medienpaket können Sie hier downloaden.