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Zäune an Gleisanlagen

Betreten von Bahnanlagen nur für autorisierte Personen

Immer wieder wird die Forderung erhoben, die Anlagen der Deutschen Bahn
insgesamt einzuzäunen. Aufgrund der Größenordnung ist dies allerdings – wie auch bei Wasserstraßen und Autobahnen – nicht möglich.

Die Deutsche Bahn verfügt bundesweit über ein Streckennetz von knapp 34.000 Kilometern Länge, das auch durch bewohnte Gebiete führt. Dazu kommen über 5.700 Bahnhöfe und Haltepunkte in Städten und Gemeinden. Somit wäre ein Zaun mit einer Länge, die zweimal um den Äquator reicht, erforderlich. Dieser Zaun würde zudem zahlreiche Lücken haben – etwa an Bahnübergängen oder Zugängen für die Reisenden. Und er müsste Rettungskräften und Instandhaltungspersonal freien Zugang zum Schienennetz ermöglichen.

Dennoch prüft die Bahn immer dann, wenn dies im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht erforderlich ist, welche Sicherungsmaßnahmen im Einzelfall ergriffen werden können. Beispielsweise wenn ein unbeabsichtigtes Hineingeraten in den Gefahrenbereich der Gleisanlagen möglich ist. 

Fast ausschließlich alle von der Bahn ergriffenen Maßnahmen werden auf freiwilliger Basis durchgeführt. In Fällen, in denen die allgemeine Verkehrssicherungspflicht eine Einfriedung ausnahmsweise gebietet, kommt die Bahn dem nach. Eine gesetzliche Verpflichtung dafür gibt es nicht. 

Betreten von Bahnanlagen nur für autorisierte Personen

Das unerlaubte Betreten von Bahn- bzw. Gleisanlagen ist verboten und kann eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro nach sich ziehen. Bei einer konkreten Gefährdung des Eisenbahnbetriebs kann ein solcher Eingriff auch als Straftat mit einer Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren geahndet werden. Darüber hinaus können Schadensersatzforderungen der Bahn bzw. Regressforderungen von Reisenden erhoben werden.


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