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Stuttgart

Ringzug 2.0: Deutsche Bahn und Zweckverband unterzeichnen Finanzierungsvereinbarung zu Ausbau und Elektrifizierung

Mehr Kapazität und deutlich bessere Takte für den Nahverkehr in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg

Erste wichtige Schritte für die nächste Generation 2.0 des Ringzugs sind geschafft: Der Zweckverband Ringzug Schwarzwald-Baar-Heuberg hat die Deutsche Bahn (DB) mit der Grundlagenermittlung und der Vorplanung des wegweisenden Ausbaus und der Elektrifizierung des Ringzugs beauftragt.

Heute haben Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land Baden-Württemberg und Landrat Sven Hinterseh, Verbandsvorsitzender des Zweckverbands Ringzug Schwarzwald-Baar-Heuberg, die Finanzierungsvereinbarung für die frühen Planungsphasen unterzeichnet.

Mit der Zeichnung kann nun mit der Grundlagenermittlung und der Vorplanung des Ausbauprojekts begonnen werden (Leistungsphasen 1-2 gemäß deutscher Honorarordnung für Architekten und Ingenieure – HOAI). Sie sollen bis 2024 abgeschlossen werden. In diesen Projektphasen werden alle notwendigen Grundlagen erarbeitet, zusammengestellt und basierend darauf die infrastrukturell erforderlichen Maßnahmen abgeleitet und untersucht. Daran schließen sich Entwurfs- und Genehmigungsplanung an. Der Zeitpunkt des Baubeginns soll schnellstmöglich erfolgen und wird in der aktuellen Planungsphase unter den Projektpartnern erarbeitet.

Thorsten Krenz: „Die Klimawende ist ohne die Schiene nicht machbar. Ich freue mich sehr, dass wir mit unseren Unterschriften unter der Finanzierungsvereinbarung die Planung nun offiziell starten und mit Nachdruck vorantreiben können. Mehr Kapazität im Netz des Ringzugs schafft die notwendigen Voraussetzungen für einen attraktiven und leistungsfähigen Nahverkehr. So bringen wir die starke Schiene auch in die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.“

Die Landräte Sven Hinterseh, Schwarzwald-Baar-Kreis, Dr. Wolf-Rüdiger Michel, Landkreis Rottweil und Stefan Bär, Landkreis Tuttlingen, freuen sich auf ein modernes und klimafreundliches Mobilitätsangebot in ihrer Region: „Mit der Finanzierungsvereinbarung wird die Türe zur Zukunft weit aufgemacht. Die kommunale Seite investiert erhebliche Mittel in dieses gemeinsame Projekt. Zusammen mit dem gemeinsamen Tarifverbund wächst die Region damit noch enger zusammen. Nach Abschluss der jetzt ins erste Planungsstadium eintretenden Baumaßnahmen wird der regionale Schienenverkehr mehr Qualität und Möglichkeiten bieten sowie einen großen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität leisten."

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Der Ringzug ist in zweierlei Hinsicht ein vorbildliches Modell: Eine ländliche Region wird per Bahn an Mittel- und Oberzentren angebunden und die Kooperation dreier Landkreise ermöglicht gemeinsam ein Zukunftsprojekt klima- und umweltfreundlicher Mobilität. Der Abschluss der Finanzierungsvereinbarung ist deshalb ein wichtiger Schritt, um die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg noch besser an die Schiene anzubinden. Mein besonderer Dank geht an den Zweckverband für den unermüdlichen Einsatz, um den Ausbau voranzubringen. Gerne unterstütze ich persönlich wie auch mein Haus die Elektrifizierung und den Ausbau des Ringzuges.“


Ringzug 2.0

Der Ringzug ist ein Schienenpersonennahverkehrssystem, das die Landkreise Tuttlingen, Rottweil und den Schwarzwald-Baar-Kreis verbindet. Mit dem Projekt „Ausbau und Elektrifizierung Ringzug 2.0“ soll der Nahverkehr in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg eine deutliche Aufwertung erleben. Die Streckenabschnitte Rottweil–Villingen, Immendigen–Tuttlingen und Tuttlingen–Fridingen sollen im Zuge des Projekts ausgebaut und elektrifiziert werden. Insgesamt 51 km neue Oberleitung will die Bahn dafür errichten. Zudem soll der Ringzug teilweise für höhere Geschwindigkeiten und Kreuzungsmöglichkeiten ertüchtigt werden. Mit dem Bau von neuen Haltepunkten zwischen Villingen und St. Georgen erweitert sich das Streckennetz des Ringzugs. Zusätzlich sollen auch in den Landkreisen Rottweil und Tuttlingen weitere Haltepunkte entstehen und künftig noch mehr Reisenden im Ringzug-Netz die Möglichkeit geben, auf die klimafreundliche Bahn umzusteigen. Mit Umsetzung der Maßnahmen ergeben sich deutliche Kapazitätserweiterungen und Taktverbesserungen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.