Hamburger Verbindungsbahn länger als geplant gesperrt

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07. Juli 2026, 14:00 Uhr
Hamburg
Mehr Zeit nötig für Inbetriebnahme der Strecke nach Einhub der neuen Sternbrücke • Sperrpause bis einschließlich 30. August verlängert • Regionalverkehr von und nach Schleswig-Holstein eingeschränkt früher möglich • Anpassungen im Fern- und Güterverkehr sowie der S-Bahn Hamburg • Keine zusätzlichen Auswirkungen auf die Straße  

Die Deutsche Bahn (DB) muss die geplante Sperrung der Hamburger Verbindungsbahn im Zusammenhang mit dem Neubau der Sternbrücke verlängern. Die Sperrzeit beginnt wie geplant am Freitag, 17. Juli, und dauert nun bis einschließlich Sonntag, 30. August 2026. Ursprünglich war vorgesehen, die Strecke am 15. August wieder für den Bahnverkehr freizugeben.    Die alte Brücke wird unverändert ab dem 17. Juli zurückgebaut. Auch der Transport und der Einhub der neuen Brücke erfolgen wie geplant ab dem 30. Juli. Die Stresemannstraße und die Max-Brauer-Allee werden für den Straßenverkehr wie vorgesehen am 31. August beziehungsweise am 2. September wieder freigegeben.Grund für die Verlängerung nach dem Einhub der Brücke sind zusätzliche technische und bauliche Anforderungen, die sich erst im weiteren Bauverlauf ergeben haben. So musste die Planung und der Aufbau der Oberleitungsanlage aufgrund statischer Erfordernisse angepasst werden. Dafür sind zusätzliche Oberleitungsmaste und die entsprechenden Gründungsarbeiten erforderlich. Diese Arbeiten können nur bei gesperrtem Gleisbereich ausgeführt werden. Erschwerend hinzu kommen Abweichungen zwischen den Ergebnissen der Voruntersuchungen und den tatsächlich vorgefundenen Baugrundverhältnissen. Wegen der engen Gleisabstände ist ein S-Bahn-Verkehr während der Arbeiten nicht möglich.Insbesondere technische Anforderungen lassen sich erst während der Ausführung bewerten und nicht bis ins Detail im Voraus planen. Kurzfristige Änderungen wirken sich unmittelbar auf die Ausführungskette aus, da beispielsweise nicht gleichzeitig an Gleisen und an der Oberleitungsanlage gearbeitet werden kann. Trotz aller Anstrengungen steht nun fest, dass mehr Zeit nötig ist, um die Arbeiten für die neue Oberleitungsanlage abzuschließen und die Verbindungsbahn wieder in Betrieb zu nehmen.Janna Widmaier, Projektleiterin DB InfraGO: „Der Einhub der neuen Sternbrücke und die damit verbundenen Arbeiten gehören zu den anspruchsvollsten Infrastrukturmaßnahmen im Hamburger Bahnknoten. Im Bauablauf haben sich nun weitere technische Anforderungen ergeben. Wir haben alles daran gesetzt, die zusätzlichen Arbeiten in der angemeldeten Zeit zu schaffen. Nun steht aber fest, dass wir leider mehr Tage brauchen. Wir wissen, dass die längere Sperrpause für Fahrgäste, Anwohnende und viele weitere Betroffene belastend ist und bedauern diese Verlängerung sehr. Umso wichtiger ist es jetzt, die Arbeiten sorgfältig abzuschließen, damit die neue Sternbrücke und die modernisierte Infrastruktur langfristig zuverlässig zur Verfügung stehen.“Auswirkungen auf den Bahnverkehr:Die parallelen Maßnahmen für den neuen Fern- und Regionalbahnhof am Diebsteich laufen derzeit nach Plan. Mit Einschränkungen kann daher bereits ab dem 12. August der Bahnhof Altona wieder von Regionalzügen aus Schleswig-Holstein angefahren werden. Auch Fahrten in Richtung Schleswig-Holstein sind dann wieder möglich. Allerdings kommt es aufgrund von Eingleisigkeiten und nächtlichen Totalsperrungen in Richtung Elmshorn noch bis Ende August zu Beeinträchtigungen. Die DB bittet alle Fahrgäste im Regionalverkehr, sich vor Reiseantritt im August zu informieren unter DB Regio Schleswig-Holstein sowie unter www.nordbahn.de.  

Über die Fahrplanänderungen, Ersatzverkehre und Anpassungen im Fernverkehr ab dem 15. August sowie bei der S-Bahn Hamburg informiert die DB so bald wie möglich. 

Aufgrund der längeren Bauzeit kommt es nun bis einschließlich 30. August im Umfeld der Sternbrücke zu nächtlichen Arbeiten. Der Anspruch der Anwohnenden auf Ersatzwohnraum verlängert sich entsprechend. Die Deutsche Bahn ist sich bewusst, dass die verlängerte Sperrpause für Fahrgäste, Pendler:innen, Anwohnende sowie für viele weitere Betroffene mit zusätzlichen Belastungen verbunden ist. Dafür bittet die DB ausdrücklich um Entschuldigung und Verständnis und bedankt sich für die Geduld. Die Arbeiten an der Sternbrücke sind ein zentraler Bestandteil der Modernisierung des Hamburger Bahnknotens und schaffen die Voraussetzungen für einen langfristig leistungsfähigen, zuverlässigen Zugverkehr.

Mehr Informationen unter: Eisenbahnüberführung Sternbrücke - Eisenbahnbrücken Hamburg