Artikel: Neue Sternbrücke wird eingehoben: Transport des Bauwerks zum Zielort ist gestartet
Mit dem heute gestarteten Transport der neuen Sternbrücke erreicht die aktuelle, umfassende Erneuerung der Schieneninfrastruktur auf der Verbindungsbahn zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Altona einen wichtigen Meilenstein. Am Abend wird die Brücke über der Stresemannstraße eingeboben. Für den wichtigen Verkehrsknoten Hamburg bedeutet das zukünftig einen leistungsfähigeren sowie zuverlässigeren Bahnverkehr für die Fahrgäste.
Nach 14 Monaten Bauzeit auf der Brammerfläche legt die Eisenbahnbrücke die rund 500 Meter lange Strecke über die Max-Brauer-Allee dank spezieller Schwerlastfahrzeuge zurück. Die 1088 Räder der Transportkonstruktion verteilen optimal das Gewicht der 3.700 Tonnen schweren Brücke. Das Bauwerk wird sich dabei mit einer Geschwindigkeit von maximal einem Kilometer pro Stunde bewegen. Bereits beim Transport befindet sich die Brücke sechs Meter über dem Boden, so dass sie vor Ort höhengleich auf die Widerlager, die Bauwerke, auf denen die Brücke aufliegt, abgesetzt werden kann.
Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturprojekte DB InfraGO: „Die Sternbrücke ist mehr als ein Bauwerk – sie steht für bessere Infrastruktur mitten im Leben der Hamburger:innen. Die heute startende Reise der Brücke zu ihrem Bestimmungsort, ist ein wichtiger Schritt zu einer Infrastruktur, die den Bedürfnissen kommender Generationen an die Mobilität standhält. Ohne die Teilhabe und die große Geduld der Anwohnenden wäre dieses Projekt nicht das gleiche – dafür sage ich ausdrücklich Danke."
Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilität: „Der Bau und der Einhub der neuen Brücke ist eine technische Meisterleistung der Deutschen Bahn, die für einen sicheren und leistungsfähigen Bahnverkehr auf dieser wichtigen Verkehrsachse sorgen wird. Und nun folgt die Einrichtung der provisorischen Verkehrsführung unter der neuen Sternbrücke, die wir gemeinsam mit der Öffentlichkeit entwickelt haben. Diese Verkehrsführung wird laufend evaluiert, um sicherzustellen, dass die Erfahrungen der Hamburgerinnen und Hamburger in die endgültige Planung einfließen. Wichtig ist, dass Busse, Rad- und Fußverkehr künftig mehr Platz und Sicherheit erhalten. Mein besonderer Dank gilt den Anwohnerinnen und Anwohnern und allen Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld und ihr Verständnis angesichts der mit den Bauarbeiten verbundenen Einschränkungen. Ebenso danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Bahn für ihren großen Einsatz bei der Umsetzung dieses anspruchsvollen Projekts.“
Während der Sperrzeit, in der die Sternbrücke eingehoben wird, hat die DB InfraGO mehrere wichtige Bauarbeiten im Knoten Hamburg gebündelt: unter anderem Baumaßnahmen für den neuen Bahnhof Altona sowie für die Eisenbahnbrücken Schanzen- und Holstenstraße. Die Arbeiten sichern die Leistungsfähigkeit der Verbindungsbahn und schaffen die technischen Voraussetzungen für die Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona.
Sternbrücke
Alle Fotos vom Transport der Sternbrücke finden Sie hier.