Geschenk zum 3. Advent: Ab jetzt halten Züge auch am neuen Bahnhof Klein Reken
Inbetriebnahme des neuen Haltepunkts durch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst ● Züge der Linie RB 45 halten ab heute in Klein Reken ● Modernisierung der Stationen Reken und Maria Veen abgeschlossen
Ein Geschenk zum 3. Advent: Seit heute gibt es in Klein Reken einen neuen Bahnhaltepunkt – und somit auch mehr Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten im Münsterland. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat den neuen Haltepunkt Klein Reken heute gemeinsam mit Werner J. Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land NRW, Maria Hackmann, Abteilungsleiterin Infrastruktur beim Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Manuel Deitert, Bürgermeister der Gemeinde Reken, sowie Michael Jansen, Bahnhofsmanager der DB für den Raum Münster, feierlich in Betrieb genommen.
Die Bauarbeiten für den neuen Haltepunkt haben Mitte 2018 begonnen. Der Bahnsteig ist barrierefrei erreichbar und hat eine Länge von 125 Metern sowie eine Höhe von 76 Zentimetern, um einen stufenfreien Einstieg in die Züge zu ermöglichen. Im neuen Wetterschutzhaus können sich Reisende vor Wind und Regen schützen. Insgesamt haben das Land NRW und der Nahverkehr Westfalen-Lippe rund 1,5 Millionen Euro in den neuen Bahnhof investiert.
Zum nun anstehenden Fahrplanwechsel 2019/2020 können die Züge der Linie RB 45 am neuen Bahnhof halten.
Neben der Inbetriebnahme des neuen Haltepunkts konnte die DB zum Fahrplanwechsel die Modernisierung zweier weiterer Bahnhöfe in der Gemeinde Reken abschließen: Der Bahnhof Reken hat einen neuen Mittelbahnsteig bekommen und einen barrierefreien Zugang zum P&R-Parkplatz. In Maria Veen ist der Hausbahnsteig einschließlich eines neuen Wetterschutzhauses barrierefrei erneuert worden. Der Bahnsteig ist inzwischen ebenfalls über eine Rampe barrierefrei erreichbar. In beide Bahnhofsmodernisierungen sind insgesamt drei Millionen Euro (mit Bundesmitteln/ZIP 1 und mit Mitteln des Landes/NWL) investiert worden.
Ausrüstung der Strecke mit elektronischer Stellwerkstechnik
Neben den Bahnhofsmaßnahmen wurden auch die Bahnstrecken in der Region modernisiert. Anfang Dezember ist das letzte der insgesamt fünf neuen Elektronischen Stellwerke (ESTW) auf den Strecken Essen – Borken sowie Dorsten – Coesfeld in Betrieb genommen worden. Mit der Inbetriebnahme des letzten Stellwerks sowie der Ausrüstung des Abschnitts zwischen Coesfeld und Dorsten mit ESTW-Technik ist mit dem Fahrplanwechsel ein Kreuzen der Züge im neuen Kreuzungsbahnhof Reken möglich. Künftig entfällt dadurch ein Kreuzen in Maria-Veen und die Züge aus Coesfeld Richtung Essen können auch an Werktagen durchgehend fahren – ein Umstieg von Coesfeld ins Ruhrgebiet ist nur für einzelne Züge in der Hauptverkehrszeit noch erforderlich. Ab Dezember 2021 sollen dann alle Züge durchgehend verkehren. Außerdem hat die DB in diesem Jahr fünf Bahnübergänge erneuert und technisch angepasst. Weitere Baudurchführungen und Restarbeiten folgen im Jahr 2020. Die Finanzierung der Streckenertüchtigung wurde von der DB AG getragen.
ZITATE:
Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes NRW: „Wenn mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen sollen, brauchen wir ein besseres Angebot. Dafür brauchen wir dichtere Taktzeiten in den Ballungsräumen und mehr Anschlüsse an die Schiene im ländlichen Raum. Deshalb sind uns Projekte wie die heutige Inbetriebnahme des Bahnhofs Klein Reken so wichtig.“
Maria Hackmann, Abteilungsleiterin Infrastruktur beim Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL): „Die Strecke Coesfeld – Dorsten wird mit dem neuen Haltepunkt in Reken-Klein Reken, der Modernisierung der weiteren münsterländischen Stationen und der neuen Stellwerkstechnik für ein zukunftsorientiertes barrierefreies Mobilitätsangebot neu aufgestellt. Direkte Verbindungen ins Ruhrgebiet und die Einbindung in den Knoten Coesfeld mit Verbindungen nach Münster, Enschede und Dortmund bieten ein attraktives Angebot ohne Zugangsbarrieren.“
Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land NRW: „Wir schaffen Kapazität für einen attraktiven Zugverkehr. Drei neue Bahnhöfe gehen an diesem Wochenende in NRW an den Start: In Klein Reken, Kierspe und Halver-Oberbrügge. Damit schaffen wir ein attraktives Angebot, vom Auto in den Zug umzusteigen."
Michael Jansen, Bahnhofsmanager der DB für den Raum Münster: „Eine neue Station im Bahnhofsmanagement ist immer etwas Besonderes. Reisende haben im Münsterland nun mehr Anschlussmöglichkeiten. Davon profitiert jeder Bahnfahrer – nicht nur hier in Reken.”
Manuel Deitert, Bürgermeister der Gemeinde Reken: „Der neue Haltepunkt in Klein Reken ist ein wichtiger Baustein zur Ortsteilentwicklung. Künftig kann man ohne Umstieg bis Essen und Coesfeld fahren – ein toller Mehrwert für unsere Bürger!"
