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Oktober 2020: Bahn sorgt für Lärmschutz in Herten Mitte und Westerholt

5,9 km lange Wände schützen die Anwohner in Herten und Westerholt bald vor Schienenlärm – über 1.000 Gebäude an der Strecke erhalten zusätzlichen Schallschutz

Die Deutsche Bahn errichtet in Herten Mitte und Westerholt entlang der Bahnstrecke über eine Länge von rund 5,9 km Lärmschutzwände zum Schutz der Anwohner. Dies ist eine Maßnahme des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“. Neben dem Bau der Schallschutzwände fördern Bund und Bahn auch passive Maßnahmen wie den Einbau schalldichter Fenster und Lüfter an rund 1.000 Gebäuden neben der Bahnstrecke.

Seit Oktober 2019 werden die Arbeiten an den Schallschutzwänden in Herten und Westerholt abschnittsweise durchgeführt. Schwierige Bodenverhältnisse und daraus resultierenden bautechnologischen Anpassungen führen derzeit leider zu einer Verzögerung im Bauablauf. Um die Wände zu errichten, muss der Streckenabschnitt in Herten von Montag, den 21. September bis Freitag, den 9. Oktober 2020 gesperrt werden. In diesem Zeitraum werden die Wände in Herten fertiggestellt und auch die Restarbeiten an den Wänden in Westerholt abgeschlossen. Änderungen für den Schienenverkehr werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Darüber hinaus wurde mithilfe eines schalltechnischen Gutachtens ermittelt, ob an anliegenden Gebäuden die festgelegten Grenzwerte der Lärmsanierung überschritten werden. Die betroffenen Eigentümer werden in den nächsten Monaten postalisch informiert. Die Umsetzung der passiven Maßnahmen erfolgt auf der aktuell gültigen Förderrichtline. Diese besagt, dass Gebäude förderfähig sind, für die vor dem 1. Januar 2015 eine Baugenehmigung erteilt wurde oder die nach dem Geltungsplan eines vor dem 1. Januar 2015 bestandskräftig gewordenen Bebauungsplanes errichtet worden sind.

Das Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn bis einschließlich 2019 über 1,6 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von 1.844 Kilometern Schienenstrecke und rund 62.000 Wohneinheiten investiert. Allein im Jahr 2019 wurden über 50 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und rund 119 Millionen Euro ausgegeben. Durch ein neues Gesamtkonzept, das seit Anfang 2019 gültig ist, profitieren künftig rund 2.200 Städte und Gemeinden vom Lärmsanierungsprogramm. Dabei hat sich der Gesamtbedarf der zu sanierenden Strecken auf rund 6.500 Kilometer erhöht – eine Steigerung von 75 Prozent. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Schallschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind.

Weitere Informationen zur Lärmsanierung sind im Internet abrufbar unter www.laermsanierung.deutschebahn.com.