DB Logo

RRX: Letzte große Vollsperrung in den Herbstferien vor der Inbetriebnahme der Abschnitte Langenfeld und Leverkusen

Arbeiten an Gleisen, Oberleitung und Signalen in Langenfeld und Leverkusen • Vorbereitung für den Bau des vierten Gleises • Schienenersatzverkehr auf der Strecke zwischen Köln und Düsseldorf

Die Deutsche Bahn (DB) nutzt die verkehrsärmere Zeit in den Herbstferien, um die Arbeiten für den Rhein-Ruhr Express in einer letzten großen Vollsperrung gebündelt weiter voranzutreiben. Dabei geht vor allem der Ausbau in den Abschnitten Leverkusen und Langenfeld weiter: Es stehen Oberleitungsarbeiten auf insgesamt rund fünf Kilometern an. Außerdem stellt die DB 90 Signale auf beiden Abschnitten auf. Parallel finden weitere Arbeiten an den Lärmschutzwänden statt, in zwei Bereichen können die Wände in den Herbstferien fertiggestellt werden. Während der Sperrpause bündelt die DB auch Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik für das Elektronische Stellwerk Düsseldorf, um die Auswirkungen auf die Kund:innen möglichst gering zu halten. 

Von Freitag, 8. Oktober 2021, 21 Uhr, bis Freitag, 22. Oktober 2021, 21 Uhr ist die Strecke zwischen Köln und Düsseldorf komplett gesperrt. Die Sperrung in den Herbstferien ist die letzte große Vollsperrung aller vier Gleise vor der Inbetriebnahme. Im ersten Halbjahr 2022 sind ausschließlich Wochenendsperrungen erforderlich. Ab Sommer 2022 folgt dann eine lange Sperrpause, von der lediglich die S 6 auf dem Teilstück Langenfeld – Leverkusen Chempark betroffen. 

Details zu den Arbeiten in den Abschnitten Langenfeld und Leverkusen 

In Leverkusen geht der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Leverkusen Mitte weiter: Im Bereich des Bahnhofs Leverkusen Mitte stellt die DB unter anderem die Dächer fertig und führt letzte Pflasterarbeiten an den Bahnsteigen durch. Hierzu muss die DB am 7. und 8. Oktober 2021 den Zugang „Havensteinstraße“ kurzzeitig sperren. Die Personenunterführung ist während der gesamten Sperrpause nicht nutzbar.  

Um den Gleisausbau voranzutreiben, führt die Deutsche Bahn in Langenfeld und Leverkusen Kabeltiefbauarbeiten auf beiden Abschnitten durch. Dabei verlegt sie mit einem Zweiwege-Bagger Kabel auf insgesamt rund 26 Kilometern Strecke. Parallel errichtet die DB zwei Signalausleger an der S-Bahn-Station Chempark sowie am „Mühlenweg“ in Leverkusen. Auch in Langenfeld entstehen zwei neue Signalausleger, einer befindet sich auf Höhe der „Weststraße“ und einer auf Höhe der „Rheinstraße“. Signalausleger überspannen ein oder mehrere Gleise und leiten die Züge so flexibel auf mehreren Gleisen. 

Auch für den Schallschutz sorgt die Deutsche Bahn weiter: In der Sperrpause stellt sie in Leverkusen Pfosten auf und setzt Schallschutzwandelemente im Bereich der „Windthorststraße“ und der „Friedlieb-Ferdinand-Runge-Straße“ ein. Im Abschnitt Langenfeld sind die Schallschutzarbeiten schon weit fortgeschritten: In der Sperrpause folgen letzte Restarbeiten. Unter anderem schließt die DB die Lücke in den Schallschutzwänden, die sie bisher für die Logistik auf der Baustelle genutzt hat. Damit stehen nach den Herbstferien fertige Schallschutzwände auf 1.514 Metern auf der östlichen Seite und sorgen für weniger Lärm noch vor dem eigentlichen Gleisausbau für den RRX.  

In Leverkusen finden an der Brücke über die Dhünn weitere Arbeiten statt, hier entstehen zusätzliche Kapazitäten für den Gleisausbau. Am „Willy-Brandt Ring“, der „Carl-Rumpf Straße“ und der Unterführung „Katzbergstraße“ gehen die Arbeiten in den Herbstferien mit dem Einbau von Verbauträgern in die nächste Runde: Ein Verbau oder Verbauträger sichert beim späteren Ausbau die Baugrube und die Gleise, die weiter befahren werden. An der Fußgängerunterführung „Manforter Straße“ baut die DB weiter an der Treppenanlage, sie soll Ende November fertig sein. Straßen und Unterführungen sind uneingeschränkt befahrbar. 

Auch für das neue Elektronische Stellwerk führt die Deutsche Bahn in den Herbstferien Arbeiten durch und bündelt so verschiedene Maßnahmen, um die Auswirkungen auf die Kund:innen möglichst gering zu halten. Im Bereich Langenfeld und Leverkusen verlegt die DB über 25 Kilometer Kabel und errichtet rund 160 Signalfundamente und über 90 Signale. Zwischen Langenfeld und Düsseldorf-Reisholz gründet die DB außerdem weitere 30 Signale und verlegt mehrere Kilometer neuen Kabeltrog. Parallel gründet die DB rund 160 Signalfundamente und stellt über 90 Signale auf. Damit stellt sie die Technik für den Gleisausbau und die Weichen für mehr Kapazitäten auf der vielbefahrenen Strecke.

Parallel führt die DB Oberleitungsarbeiten auf beiden Abschnitten auf insgesamt rund fünf Kilometern durch und stellt rund 45 Oberleitungsmasten auf, führt weitere Untersuchungen nach Kampfmitteln mit insgesamt rund 100 Bohrungen durch und nimmt notwendige Vegetationsarbeiten in beiden Abschnitten vor. Am Bahnhof Leverkusen-Küppersteg und in Rheindorf nutzt die DB die Sperrpause zusätzlich für Instandhaltungsmaßnahmen. Hier finden Schleifarbeiten an zwei Weichen sowie Instandhaltungsmaßnahmen an diversen Weichen statt. 

Details zu Auswirkungen auf den Schienenverkehr  

Von Freitag, 8. Oktober 2021, 21 Uhr, bis Freitag, 22. Oktober 2021, 21 Uhr ist die Strecke zwischen Köln und Düsseldorf komplett gesperrt.  

In diesem Zeitraum fallen die Züge der Linie S 6 zwischen Langenfeld und Düsseldorf Hbf aus. Als Ersatz verkehren Busse mit allen Unterwegshalten zwischen Langenfeld und Düsseldorf Hbf. 

Die Züge der RE 1 (RRX) müssen im gesamten Bauzeitraum zwischen Düsseldorf Hbf und Köln-Mülheim umgeleitet werden. Auch die Züge der Linie RE 5 werden im gesamten Bauzeitraum zwischen Duisburg Hbf und Köln Süd umgeleitet mit Ersatzhalt in Neuss Hbf. Für beide Regionalexpresslinien ist ein Ersatzverkehr mit Schnellbussen zwischen Düsseldorf Hbf und Köln-Mülheim mit Halten in Düsseldorf-Benrath und Leverkusen Mitte eingerichtet.  

Die Züge der S 68 fallen im gesamten Bauzeitraum zwischen Düsseldorf und Langenfeld aus. Als Ersatz verkehren Busse mit allen Unterwegshalten.  

Vom 11. bis 22. Oktober 2021 kommt es auch auf der Linie S 1 zu Auswirkungen. Die S-Bahnen fallen einmal die Stunde zwischen Solingen Hbf und Duisburg Hbf aus. Alternativ stehen den Fahrgästen eine früher oder später planmäßig verkehrende Fahrt zur Verfügung.

Die Züge des Fernverkehrs werden zum Teil zwischen Köln, Düsseldorf und Dortmund umgeleitet oder entfallen auf einzelnen Abschnitten. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten ändern sich, in Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund entfallen ICE/IC-Halte. Die Reisezeiten verlängern sich zum Teil um bis zu 35 Minuten. Das Fahrtenangebot ab Düsseldorf, Duisburg und Essen in Richtungen Hamburg/Norddeutschland bzw. in Richtung Berlin besteht weiterhin mit einigen Einschränkungen. 

Für Kund:innen in den von Zugausfällen betroffenen Bahnhöfen bestehen während der Bauarbeiten zahlreiche Umsteigemöglichkeiten mit den Zügen des Nahverkehrs beispielweise in/aus Richtung Düsseldorf, Köln oder Dortmund. Aktuelle Angaben zu den Auswirkungen auf den Fahrplan und alternative Fahrmöglichkeiten sind zeitnah vor Baubeginn in den Apps „DB Bauarbeiten“ und „DB Navigator“ sowie unter www.deutschebahn.com/bauinfos zu finden. 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://www.rhein-ruhr-express.de/