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Treysa

Frankfurt am Main

Modernisierung und barrierefreier Ausbau der (Fern-)Verkehrsstation Treysa bei laufendem Betrieb

Rund 19 Millionen Euro Gesamtinvestition • wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Mobilität in der Region • Kundenfreundliches Bauen im Fokus

Die regional wichtige Schwalmstädter Verkehrsstation Treysa wird umfassend modernisiert. Im Rahmen des Ausbaus werden eine Vielzahl an Maßnahmen zur Verbesserung des Bahnhofs umgesetzt. Dazu zählen der vollständige Neubau und die Erhöhung aller Bahnsteige auf 55 Zentimeter. Auch werden die Bahnsteige durch taktile Leitsysteme und den Neubau entsprechender Rampenanlagen barrierefrei erschlossen. Alle Reisenden profitieren nach Abschluss der Arbeiten darüber hinaus von neuen Treppenanlagen, Bahnsteigdächern und Zuwegungen sowie von einer modernisierten Bahnsteigausstattung. Hierzu zählen unter anderem neue Sitzbänke sowie eine verbesserte Beleuchtungsanlage. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 19 Millionen Euro und die Arbeiten sollen voraussichtlich zum dritten Quartal 2022 abgeschlossen werden.

Um die Einschränkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten, finden die Arbeiten bei laufendem Betrieb statt. Bauarbeiten werden daher vorwiegend an den Wochenenden und in den Nachtstunden erfolgen. Um Baulärm so weit wie möglich zu reduzieren, werden geräuscharme Baumaschinen verwendet und lärmintensivere Arbeiten möglichst tagsüber erledigt.

Die Station Treysa ist ein bedeutender Knotenpunkt für den Schienenverkehr der Region. Neben Fernverkehrszügen die von hier aus in Richtung Stralsund, Karlsruhe, Berlin und Westerland aufbrechen, ist die Station des nordhessischen Schwalm-Eder-Kreises auch ein wichtiger Halt für den Regionalverkehr, wie beispielsweise für den Mittelhessen-Express und die Main-Weser-Bahn.


ZITATE:

Jens Deutschendorf, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen:

"Moderne und barrierefreie Bahnhöfe sind unerlässlich für die Attraktivität des Schienenverkehrs. Wir wollen selbstbestimmte Mobilität auch denjenigen ermöglichen, die das Auto nicht benutzen wollen oder können. Das ist uns gerade in Treysa wichtig: Die Landesregierung hat sich mit großem Engagement dafür eingesetzt, den jahrelangen Stillstand bei diesem Vorhaben zu überwinden. Mit einem Anteil von 7,8 Mio. Euro allein für den ersten Abschnitt gehen wir auch finanziell deutlich über das bei solchen Projekten übliche Maß hinaus, um hier in Treysa eine Lösung im Sinne aller Beteiligten zu ermöglichen."


Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter für das Land Hessen, Deutsche Bahn AG:

„Was lange währt, wird endlich gut. Ich freue mich, dass mit dem barrierefreien Ausbau der Verkehrsstation Schwalmstadt-Treysa ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Mobilität in der Region gelegt wird. Dies wird dazu beitragen, den Zugang zum Nah- und Fernverkehr im Schwalm-Eder-Kreis noch attraktiver zu gestalten. Ob es um Menschen mit Behinderung geht, Familien mit Kinderwagen, Radfahrer oder ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die mit schwerem Gepäck unterwegs sind – alle Reisenden bekommen durch die Modernisierung die Möglichkeit, sich barrierefrei in der Verkehrsstation zu bewegen.“


Steffen Müller, Geschäftsführung des Nordhessischen Verkehrsverbunds:

„Bahnhöfe wie hier in Treysa machen deutlich, wie sehr sich dieser Ort vom reinen Ein- und Aussteigepunkt in oder aus über 70 Zügen täglich zu einem Verknüpfungspunkt für alle Mobilitätsformen entwickelt. Egal, ob Zug, Bus, Anrufsammeltaxi oder Fahrrad: Hier wird alles zusammengeführt. Das ist ein wesentlicher Ansatz für den NVV in den nächsten Jahren. Mobilität soll für alle einfach und barrierefrei zugänglich, komfortabel, bezahlbar und verlässlich sein. Wir sind froh, dass sich die Stadt Treysa für einen barrierefreien Ausbau mit Rampen entschieden hat, der den Bedürfnissen der Nutzer*innen am nächsten kommt.“


Stefan Pinhard, Bürgermeister Schwalmstadt:

„Der Modernisierung des Bahnhofs wurde in der Stadt und Region schon sehr lange erwartet. Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Mai 2018 eine Resolution zum schnellstmöglichen barrierefreien Umbau des Bahnhofs in Treysa beschlossen. Der Magistrat freue sich außerordentlich, dass der Umbau der Bahnsteige beginnt. Auch wenn die Baustelle gewisse Einschränkungen für die nächsten Monate bedeutet, sind wir von der Maßnahme überzeugt. Alle mobilitätseingeschränkten Personen werden in Zukunft profitieren!“ freut sich Bürgermeister Stefan Pinhard. „Der Bahnhof ist aber auch für viele Radtouristen der Start- und Endpunkt, wenn man den Radweg Deutsche Einheit oder den Rotkäppchen-Radweg fährt. Deshalb gibt es auch weitergehende Überlegungen in der Stadt, um den Bahnhof noch besser zu erschließen und einzubinden.“


Frank Keller, Mitarbeiter der Hephata-Behindertenhilfe und Sprecher der Arbeitsgruppe „Zum Zuge kommen“:

„Es ist ein Gewinn und wird ein Gewinn bleiben, wenn sich Menschen auf den Weg machen, dem Nachbarn und dem Gegenüber die Teilhabe in der Welt zu ermöglichen. Wir als „Arbeitskreis Zum Zuge kommen“ haben lange für einen barrierefreien Umbau des Treysaer Bahnhofs engagiert gestritten. Wir freuen uns, dass wir jetzt auf der Zielgeraden sind.“


Leif Niklas Wulf, Leiter Bahnhofsmanagement Kassel, DB Station&Service AG:

„Als Betreiber des Bahnhofs freue ich mich ganz besonders, mit dem Beginn des Bauprojekts Modernisierung und barrierefreier Ausbau die Zukunft der Verkehrsstation Treysa einzuläuten. Alle Beteiligten haben die Planungen des Projekts erfolgreich zum Ziel geführt. Nun gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und zu bauen. Ich wünsche den Bauarbeiten einen guten Verlauf.“