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Nach Lkw-Anfahrschaden an Eisenbahnbrücke: Angepasstes Betriebskonzept für die S5 ab Juli

Vom 2. Juli bis 3. Oktober „Inselbetrieb“ zwischen Rödelheim und Oberursel • Fahrgäste müssen mehrfach umsteigen • Brücke erst ab 4. Oktober wieder uneingeschränkt zweigleisig befahrbar

Nachdem Anfang des Jahres vermutlich ein Lkw die Eisenbahnbrücke über die A5 zwischen Frankfurt-Rödelheim und Oberursel-Weißkirchen/Steinbach stark beschädigt hat, muss die Deutsche Bahn (DB) das Bauwerk aufwändig sanieren. Aufgrund des Ausmaßes der Schäden sind für die Reparatur größere Stahlmengen notwendig. Diese sind angesichts der Marktlage kurzfristig nicht im erforderlichen Umfang verfügbar. Zudem müssen die Brückenarbeiten mit den zahlreichen Baustellen auf der A5 koordiniert werden, die die Autobahn GmbH für den Sommer plant. In Abstimmung mit der Autobahn GmbH kann die DB den reparierten Stahlüberbau daher erst zwischen dem 23. und 25. September wieder einbauen. An diesem Wochenende muss der betreffende Autobahnabschnitt gesperrt werden. Anschließend sind noch abschließende Arbeiten an der Brücke sowie dem Oberbau und der Technik erforderlich. Erst ab 4. Oktober können die Züge die Eisenbahnbrücke dann wieder uneingeschränkt über zwei Gleise passieren.

In Folge des Brückenschadens steht den Zügen auf dem Streckenabschnitt zwischen Rödelheim und Oberursel seit Anfang des Jahres nur ein Gleis zur Verfügung. Die S5 fährt derzeit nur halbstündlich. Außerdem entfallen im Moment fünf Fahrten der RMV-Linie 15 von/nach Brandoberndorf im Abschnitt Bad Homburg – Frankfurt Hauptbahnhof. Dieses bisherige Betriebskonzept kann aus Kapazitätsgründen nicht für weitere drei Monate verlängert werden und wird deshalb nun noch einmal angepasst.

Konkret bedeutet dies: Vom 2. Juli bis 3. Oktober fährt die S5 nur zwischen Friedrichsdorf und Oberursel nach dem gewohnten Fahrplan. Auf dem Abschnitt Oberursel–Rödelheim pendelt ein S-Bahn-Zug angepasst an die übrigen Fahrpläne im Halbstundentakt. Ab Rödelheim stehen den Fahrgästen die Linien S3 und S4 zur Weiterfahrt in Richtung Frankfurt Süd zur Verfügung. Reisende, die von Frankfurt nach Oberursel oder umgekehrt fahren wollen, müssen daher einmal in Rödelheim umsteigen. Wer weiter bis zum Beispiel nach Bad Homburg oder Friedrichsdorf oder von dort nach Frankfurt fahren möchten, muss zwei Mal umsteigen. Die Fahrten der RMV-Linie 15 entfallen auf dem Streckenabschnitt vollständig.

Die DB bedauert diese zusätzlichen Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste sehr und bittet hierfür um Entschuldigung. Nach Prüfung aller Optionen lässt sich jedoch leider bis zum Herbst keine andere Lösung finden. Um zusätzliche Kapazitäten für die Fahrgäste der S5 innerhalb der Frankfurter Innenstadt zu schaffen, richtet die DB ab 9. Juli einen Pendelverkehr zwischen Frankfurt West und Frankfurt Süd ein, der im 15-Minuten-Takt verkehrt.

Die digitalen Fahrpläne (www.bahn.de / www.rmv.de) sind aktualisiert, so dass die Pendelfahrten und notwendigen Umstiege angezeigt werden.