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Mainz

Nächster Halt: Mainz-Schott. Neuer Haltepunkt sorgt für bessere Vernetzung zwischen S-Bahn und Regionalverkehr

Deutsche Bahn, Land Rheinland-Pfalz und Zweckverband unterzeichnen Planungsvereinbarung • Projektvolumen in Höhe von rund 36 Millionen Euro • Vier Bahnsteige und neue Personenunterführung für komfortables Umsteigen • Inbetriebnahme im Dezember 2029

Die Deutsche Bahn (DB), das Land Rheinland-Pfalz und der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd haben heute die Planungsvereinbarung für den Bau eines neuen Haltepunktes in unmittelbarer Nähe zum Werksgeländer der Schott AG unterzeichnet. Die Station “Mainz-Schott” soll im Bereich Hattenbergstraße/Rheingauwall entstehen und ausgestattet mit vier Bahnsteigen künftig den Mainzer Hauptbahnhof entlasten. Gleichzeitig profitieren die Fahrgäste von einer besseren Vernetzung von S-Bahn und Regionalverkehr. Eine neue Personenunterführung sorgt für kurze Wege beim Umsteigen. Das gesamte Projekt hat ein geschätztes Investitionsvolumen von rund 36 Millionen Euro. Die Finanzierung soll im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes des Bundes (GVFG) erfolgen. Das Land Rheinland-Pfalz trägt zunächst die Planungskosten von rund 865.000 Euro.

Katrin Eder, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, Rheinland-Pfalz: „Für die ganze Region ist das ein großer Tag. Heute beginnt die Planungsphase für das größte Bahnhofsneubauprojekt seit Jahrzehnten in Rheinland-Pfalz. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies ein bahnbrechendes Projekt, denn die Klimaziele werden im Verkehrssektor bisher nicht erreicht und die Bahn kann eine attraktive Alternative für die Menschen sein. Denn nun entsteht ein Verknüpfungspunkt für die gesamte Region Rheinhessen-Rhein-Main, von dem die Menschen durch attraktivere Verbindungen und kürzere Reisezeiten profitieren werden. Das Projekt ist ein zentraler Meilenstein auf dem Weg zu einer attraktiven, klimaneutralen Verkehrswende in unserem Bundesland.“

Dr. Fritz Brechtel, Verbandsvorsteher, Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd: „Mit dem Bau des neuen Knotenbahnhofes werden für die Bahnkunden viele neue Verknüpfungen zwischen den Bahnstrecken in Rheinhessen und Wiesbaden geschaffen sowie die Reisezeiten verkürzt. Gleichzeitig eröffnet diese Station einerseits für die Mitarbeiter der Firma Schott vollkommen neue Perspektiven im Hinblick auf die Erreichbarkeit ihres Arbeitsplatzes. Andererseits erschließt diese Infrastrukturmaßnahme weite Teile der Mainzer Neustadt vollkommen neu für die Angebote des Schienenpersonennahverkehrs.“

Dr. Klaus Vornhusen, DB-Konzernbevollmächtigter für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland: „Mit dem Stationsprojekt „Mainz-Schott“ machen sich Land, Zweckverband und Deutsche Bahn gemeinsam auf, für neue Wirtschafts- und Siedlungsstrukturen auch neue Verkehrsangebote zu kreieren. Solche Projekte halten das klimafreundliche Bahnfahren jung und attraktiv. Die Pendlerinnen und Pendler in der Region Rhein-Main-Nahe sollen zukünftig von kürzeren Wegen und besseren Umsteigeverbindungen profitieren.“

Am Haltepunkt Mainz-Schott sollen künftig Züge von sechs Linien überwiegend im Halbstundentakt halten:

  • S 8 Hanau –Wiesbaden
  • RB 75 Aschaffenburg – Wiesbaden
  • RB 26 Köln – Mainz
  • RB 33 Neubrücke – Mainz
  • RB 21/RE 13 Alzey – Mainz

Insbesondere Reisende auf der Relation Bad Kreuznach/Bingen – Wiesbaden erreichen dabei dank des neuen Haltepunktes ihre Anschlusszüge besser, da sie nicht mehr bis Mainz Hauptbahnhof fahren müssen.

Nach Abschluss der Planungen kann voraussichtlich im Jahr 2028 der Bau beginnen. Die Inbetriebnahme des Haltepunkts Mainz-Schott soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2029 erfolgen.