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Planfeststellungsbeschluss: Weg frei für den Bau der Weststrecke und der neuen Haltepunkte in Trier

Wichtiger Meilenstein für attraktiven Nahverkehr • Beitrag zu Mobilitätswende und Klimaschutz • Bau der neuen Strecke sowie fünf neuer Bahnstationen und zwei neuer Eisenbahnbrücken bis 2024

Für das Millionen-Projekt Ausbau der Trierer Westtrecke für den Schienenpersonennahverkehr liegt nun der Planfeststellungsbeschluss vor. Damit steht dem Ausbau der Schienenstrecke, dem Bau zweier Bahnbrücken und fünf neuer Bahnstationen sowie des Umfeldes für derzeit geschätzte rund 60 Millionen Euro nun nichts mehr im Wege, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Oberbürgermeister Wolfram Leibe und der Konzernbevollmächtige der DB für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Dr. Klaus Vornhusen, am Montag bei einer Pressekonferenz in Trier erläuterten.

„Mit dem Planfeststellungsbeschluss haben wir einen wichtigen Meilenstein für die zukünftige Nutzung der Weststrecke Trier für den Personenverkehr erreicht. Trier wird damit noch besser mit seinem Umland und dem Großherzogtum Luxemburg verbunden sein“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie betonte, dass die Weststrecke eine Chance für die Stadt, für die Region und für den Klimaschutz sei. „Die Weststrecke wird schnellere und häufigere ÖPNV-Verbindungen erlauben. Der Nahverkehr wird attraktiver und bewegt mehr Menschen zu einem Umstieg. Jeder neue Fahrgast, der sein Auto stehen lässt, entlastet Stadt und Anwohner von innerstädtischem Verkehr“, sagte die Ministerpräsidentin. Pendlerinnen und Pendlern ermögliche die neue Strecke, entspannt und ohne Auto vom Wohnort zur Arbeit und zurück zu kommen. Die Weststrecke sei ein Beitrag zur Mobilitätswende und zum Klimaschutz, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe dankte im Namen der Stadt Trier der Landesregierung, der Deutschen Bahn AG und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) für die Unterstützung dieses wichtigen Infrastrukturprojekts in Trier. Leibe: „Um den Klimaschutz voranzubringen, muss es gelingen, noch mehr Menschen vom Individualverkehr auf den Öffentlichen Nahverkehr umzuleiten. Das kann nur gelingen, wenn das Angebot stimmt. Die Weststrecke ist ein bedeutender Schritt für die Stadt Trier, um diesen Modal Split zu Gunsten des Umweltverbundes zu verschieben.“ Leibe wies darauf hin, dass sich durch die neuen Haltepunkte an der Römerbrücke und in Trier-Pallien einerseits die Anbindung der Trierer Innenstadt an den Bahnverkehr deutlich verbessert, zugleich aber auch das Pendler-Angebot nach Luxemburg-Stadt einen erheblichen Qualitätszuwachs bekommt. Eine deutliche ÖPNV-Verbesserung bieten die neuen Strecken auch für Einpendler nach Trier aus dem Umland zu Arbeits- und Ausbildungsschwerpunkten im Stadtgebiet zum Beispiel aus dem Saartal in die Gewerbe- und Industriegebiete in Euren und Zewen sowie von Wittlich aus zur Hochschule, den Berufsbildenden Schulen und den Krankenhäusern.

Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der DB für Rheinland-Pfalz und das Saarland sagte, die Bahn werde den Ausbau der Strecke nun zügig angehen: „Wir wollen Ende 2024 mit dem Bau fertig sein. Darum freuen wir uns sehr über den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Güterstrecke für den Personenverkehr. Den Ausbau der Strecke inklusive dem Bau der fünf neuen Bahnstationen sowie der zwei neuen Eisenbahnbrücken werden wir jetzt zügig vorantreiben. Für Pendlerinnen und Pendler und Reisende ist die Anbindung der Trierer Weststadt und weiter nach Luxemburg ein echter Gewinn Jede Bahnfahrt ist gelebter Klimaschutz.“

Andreas Ludwig, Dezernent für Umwelt, Bauen und Verkehr der Stadt Trier und derzeit auch amtierender Verbandsvorsteher des SPNV-Nord: „Von unserer Seite als verantwortlicher Aufgabenträger für die Gestaltung des Nahverkehrsangebots im Norden von Rheinland-Pfalz begrüßen wir sehr, dass der Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Weststrecke Trier vorliegt und die Offenlage erfolgt ist. Dies ist der entscheidende Durchbruch bei diesem wichtigen Reaktivierungsprojekt, das nicht nur für die Stadt und Region Trier, sondern auch darüber hinaus für eine weitere Verbesserung der Verbindungen nach Luxembourg sowie auch an die Saar von Bedeutung ist.“

Nach dem Ausbau der Weststrecke Trier werden zwei Regionalbahn (RB)-Linien auf dieser Strecke verkehren, zum einen die bereits bestehende Linie RB 83 Wittlich Trier – Luxembourg und zum anderen die neue Linie RB 84 Trier-Hafenstraße – Konz/Saarburg. Beide Linien bilden auf der Weststrecke selbst ein Angebot im Halbstundentakt.

Die in Wittlich Hauptbahnhof beginnende RB 83 wird an der neuen Station „Trier-
Hafenstraße“ auf die Weststrecke abzweigen, alle Halte auf dieser Strecke bedienen und in Luxembourg Gare enden. Dort bestehen schon heute gute Anschlüsse an das luxemburgische Bahn- und Busnetz. Mit der künftigen direkten Anbindung von Luxembourg Gare an die Stadtbahn ist auch der Stadtteil Kirchberg als wichtigster Arbeitsplatzschwerpunkt gut erreichbar. Die besonders auf die Bedürfnisse der grenzüberschreitenden Berufspendlerinnen und -pendler ausgerichtete RB 83 verkehrt im Stundentakt von montags bis samstags. Mit der neuen Linienführung der RB 83 über die Weststrecke Trier erhalten auch die dortigen Stadtteile eine optimierte Anbindung nach Luxembourg.

Die bereits heute auf der RB 83 eingesetzten Doppelstock-Elektrotriebzüge werden im Rahmen einer Kooperation von der luxemburgischen Eisenbahngesellschaft CFL zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeuge kommen auch künftig auf der RB 83 zum Einsatz, wenn diese über die Weststrecke fährt.

Die RB 84 wird in „Trier-Hafenstraße“ starten, mit Halt an allen Stationen täglich im Stundentakt über die Weststrecke verkehren und in Saarburg enden. In den Nebenverkehrszeiten wird sie teilweise nur bis Konz laufen. Die Einführung der RB 84 schafft direkte Verknüpfungen zwischen den durch die Weststrecke neu erschlossenen Stadtteilen in Trier und der rheinland-pfälzischen Saar.

Für die Stadt Trier und das Baudezernat steht nun die Umfeldplanung der neuen Haltepunkte Hafenstraße (Ehrang), Pallien, Trier-West, Euren und Zewen ganz oben auf der Agenda. Alle Umfelder werden mit barrierefreien Bushaltestellen und hochwertigen Radabstellanlagen sowie Radservice-Punkten ausgestattet. Wo nötig, werden die Zuwegungen für Radfahrende und Fußgänger verbessert und zusätzliche digitale Informationsangebote zu ÖPNV-Angeboten integriert. Bei den Haltepunkten Euren und Hafenstraße (Trier-Ehrang) wird es zusätzlich noch Park&Ride-Angebote geben. In Ehrang wird die Fußwegverbindung zum Schulzentrum am Mäusheckerweg optimiert.