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Westerland

Grüner auf die Insel: DB Sylt Shuttle tankt klimafreundlichen Biokraftstoff

Dieselzüge des Sylt Shuttles und des Sylt Shuttle Plus tanken ab jetzt den klimafreundlichen Biokraftstoff HVO • Rund 90 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen • Bis 2025 stellt die Deutsche Bahn auch die verbleibenden zwei Prozent an Dieselverkehren im Fernverkehr auf HVO um

Die Deutsche Bahn (DB) treibt die grüne Verkehrswende auf der Schiene weiter voran: Jetzt fahren sowohl das Sylt Shuttle als auch das Sylt Shuttle Plus zwischen Westerland und Niebüll mit klimafreundlichem HVO (Hydrotreated Vegetable Oil). Durch den Abschied vom Diesel werden auf der beliebten Bahnstrecke von und nach Sylt jährlich etwa 7.500 Tonnen CO2 eingespart. Der von der DB eingesetzte Biokraftstoff besteht ausschließlich aus biologischen Rest- und Abfallstoffen. Damit wird keine extra angebaute Biomasse verwendet, sodass eine Konkurrenz mit der Nahrungs- und Futtermittelproduktion ausgeschlossen ist. Zudem ist der Biokraftstoff frei von Palmöl.  

„Mit dem Einsatz von Biokraftstoff beim Sylt Shuttle machen wir bei der DB einen weiteren Schritt Richtung Dieselausstieg und Klimaneutralität“, sagt Stefanie Berk, Vorständin Marketing DB Fernverkehr. „Bis 2025 stellen wir die letzten noch verbleibenden knapp zwei Prozent der dieselbetriebenen Strecken im Fernverkehr auf Biokraftstoff um und setzen damit ein weiteres Zeichen für den Klimaschutz. Hierbei handelt es sich um Erfurt – Gera sowie die Strecke zwischen Immenstadt und Oberstdorf. Alle anderen Strecken betreibt die DB Fernverkehr mit 100% Ökostrom. Die Bahn ist damit heute schon das klimafreundlichste Verkehrsmittel. Mit dem neuen HVO-Kraftstoff spart die DB im Syltverkehr rund 90 Prozent der CO2-Emissionen.“   

Auch Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Tobias von der Heide zeigte sich von der klimafreundlichen DB-Offensive begeistert. „Das ist vor allem ein wertvoller Beitrag für einen umweltfreundlichen Tourismus im Nationalpark Wattenmeer.“ Er machte zugleich deutlich: „Aus unserer Sicht ist der nächste wichtige Schritt die vollständige Elektrifizierung der Marschbahn. Denn nur so werden wir langfristig komplett emissionsfrei unterwegs sein und obendrein die Fahrzeiten deutlich verkürzen. Für dieses Projekt spüre ich übrigens Rückenwind von der gesamten Westküste.“ 

„Ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Sylter Klimabilanz“, erklärt Holger Weirup, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Sylt. „Sylt hat als Tourismusdestination eine besondere Verantwortung. Wenn man die jährlichen Emissionen anschaut, stehen An- und Abreisen mit verschiedensten Verkehrsmitteln in einem Verhältnis von etwa 1:2 zu den insgesamt auf der Insel entstehenden Emissionen. Das Sylt-Shuttle trägt zwar nur einen Anteil zu den An- und Abreise-Emissionen bei, aber jede Möglichkeit zur Reduktion ist wichtig und hat gerade in diesem Bereich Signalwirkung.“ 

Die Nutzung des Biokraftstoffes ist auch ein Gewinn für den Ressourcenschutz, denn der Einsatz ist ohne aufwendige Umrüstungen an den Fahrzeugen möglich. Voll funktionsfähige Züge und Lokomotiven müssen somit nicht vorzeitig ausrangiert werden, sondern sind mit gleicher Leistung deutlich klimafreundlicher unterwegs.  

Betankt werden die Fahrzeuge an der ersten regulären HVO-Schienentankstelle der DB am Sylt Shuttle-Terminal in Westerland. Diese kann auch von anderen Bahnunternehmen diskriminierungsfrei genutzt werden. 

Bildmaterial zum Download gib es hier