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Leipzig

Knotensperrung Köthen bis Ende März 2020 vorgesehen


Nachdem bei der Baustelle im Bereich des Bahnhofs Köthen Probleme mit dem Baugrund aufgetreten waren, konnte die Sperrung der Strecke zwischen Magdeburg und Halle nicht wie ursprünglich geplant am 15.12. aufgehoben werden. Vertreter der Deutschen Bahn haben in den vergangenen Tagen mit den Eisenbahnunternehmen des Personenverkehrs und der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH beraten, wie der Umbau des Bahnknotens Köthen unter diesen Umständen beschleunigt und möglichst bald wieder regulärer Eisenbahnverkehr angeboten werden kann. Das Ergebnis: Die bislang bis zum 14. Dezember vorgesehene Vollsperrung des Eisenbahnknotens Köthen bleibt bis zur Inbetriebnahme bestehen, um die Arbeiten schnellstmöglich abzuschließen.

Die Inbetriebnahme soll nun in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 2020 erfolgen. Dafür hat die Deutsche Bahn in den letzten Tagen gemeinsam mit den am Bau beteiligten Firmen Bauabläufe und den Einsatz zusätzlicher Ressourcen für Köthen festgelegt. Bei länger andauernden extremen Witterungslagen wie zum Beispiel strengem Frost, können zeitliche Verzögerungen nicht ausgeschlossen werden. Ursprünglich war eine Verschiebung vom 15. Dezember 2019 auf den 31. Mai 2020 angekündigt.

Das kurzfristig ab 15. Dezember organisierte Ersatzangebot wird spätestens ab Anfang Dezember in den elektronischen Fahrplanmedien verfügbar sein. Abellio und DB Regio haben dafür Busunternehmen im Schienenersatzverkehr beauftragt.

Bedienung Köthen bis 31. März 2020:

Die RB 50 wird wie seit 14. November auf der Strecke Dessau Hbf–Köthen–Bernburg im Schienenersatzverkehr angeboten, Züge verkehren nur zwischen Bernburg und Güsten bzw. Aschersleben. Der Schienenersatzverkehr fährt zwischen Dessau Hbf und Köthen jeweils stündlich mit allen Unterwegshalten und stündlich ohne Unterwegshalt mit Weiterführung nach Bernburg.

Das Schienenersatzverkehrskonzept zwischen Sachsendorf bzw. Köthen und Halle wird beibehalten. Es wird aber ab 15. Dezember eine zusätzliche SEV-Haltestelle am Galgenberg in Köthen zur Bedienung des dortigen Standorts der Hochschule Anhalt eingerichtet.

Die bisher während der Bauzeit angebotene Umleitungslinie RE 8 als Direktzug von Magdeburg nach Halle über Dessau-Roßlau kann nicht mehr angeboten werden. Dafür wird eine 2-stündlich verkehrende Linie RE 38 zwischen Halle und Bitterfeld (ohne Unterwegshalt) mit bahnsteiggleichem Übergang in Bitterfeld zum RE 13 eingeführt.

Auf der RB 47 entfallen montags bis freitags jeweils eine Fahrt zwischen Halle und Könnern (13.06 Uhr ab Halle) bzw. zwischen Bernburg und Halle (Saale) (16.23 Uhr ab Bernburg) (wie im aktuellen Fahrplan).

IC 55/56 werden wie bisher als Umleitung über Dessau und 2-stündlich über Halle (Saale) geführt (wie im aktuellen Fahrplan).

Ohne Einschränkungen (wie vor der Sperrung ab Mai 2019) verkehren ab dem 15. Dezember wieder die Züge der Linien RE 1 zwischen Magdeburg und Berlin, RB 40 zwischen Magdeburg und Burg, RE 11 zwischen Magdeburg, Halberstadt und Thale sowie RB 43 zwischen Magdeburg und Oschersleben. Die Linie RE 13 nimmt wie geplant den Stundentakt zwischen Magdeburg und Leipzig auf.

Geprüft werden noch die Anerkennung von Nahverkehrstickets und MDV-Tickets in Zügen des Fernverkehrs über den 15. Dezember hinaus bis zum 31. März 2020, Veränderungen des Schienenersatzverkehrs zwischen Dessau und Köthen in Anpassung an die neuen Umleitungsfahrpläne des Fernverkehrs und über das dargestellte Fahrplanangebot hinausgehende zusätzliche schnelle Direktverbindungen zwischen Magdeburg und Halle.

Der Güterverkehr wird (Hafen Aken u. Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH) ab 16. Dezember 2019 mit einigen wenigen, ausschließlich für Güterverkehre gültigen betrieblichen Regelungen, bedient.