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Furth im Wald

Bahnhof Furth im Wald ist barrierefrei

Personenüberführung mit Aufzügen, höhere Bahnsteige und Blindenleitsystem sorgen für Barrierefreiheit • Gesamtinvestition von rund acht Millionen Euro

Ab sofort steht den Reisenden in Furth im Wald ein moderner barrierefrei ausgebauter Bahnhof zur Verfügung. Kernstück des barrierefreien Ausbaus ist die Bahnsteigüberführung mit Treppen und Aufzügen als Zugang zum Bahnsteig 2. Die Restarbeiten werden im Jahr 2021 noch ausgeführt.

„Dank der umfangreichen finanziellen Unterstützung durch den Bund und durch die Bayerische Staatsregierung können wir unsere Investitionsoffensive an den mehr als 1.000 Bahnhöfen in Bayern fortsetzen“, teilt Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel mit und erläutert weitere Vorteile für die Fahrgäste des umgebauten Bahnhofs: „Der Bahnhof Furth im Wald wurde grundlegend modernisiert. Wir haben neben dem neuen Bahnsteig die Bahnsteige für Gleis 1 und Gleis 111 auf 55 cm aufgehöht und auch die gesamte Bahnsteigausstattung inklusive moderner Beschallung und Beleuchtung neu gebaut.“

Wie Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer betont, hat der Freistaat Bayern freiwillig rund vier Millionen Euro Landesmittel in den barrierefreien Ausbau des Further Bahnhofs investiert. Sie freut sich über die Inbetriebnahme der modernisierten Station mit ihren rund 600 Ein- und Aussteigern pro Tag: „Als Grenzbahnhof war und ist Furth im Wald schon immer eine ganz besondere Visitenkarte für die Region und auch den Freistaat. Speziell Fahrgäste mit körperlichen Beeinträchtigungen, Kinderwagen, Fahrrädern oder schwerem Gepäck haben es dort nun deutlich leichter. Wir müssen beim barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe im Bahnland Bayern zügig vorankommen. Das ist wichtig, um allen Menschen einen einfachen Zugang zum umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene zu ermöglichen.“

„Das Eingangstor zu Bayern, der Grenzbahnhof Furth im Wald, ist nun barrierefrei“, so Bürgermeister Sandro Bauer. „Ich bin natürlich erfreut darüber, dass der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Furth im Wald nun endlich nach dreijähriger Bauzeit und der Bewältigung von vielen Hindernissen fertig gestellt worden ist. Es wird nun allen Personen, egal ob mit Handicup, Eltern mit Kinderwagen oder Personen mit Gepäck und Reisenden mit Fahrrad das Bahnreisen wesentlich erleichtern. Mobilität ist und wird ein entscheidender Faktor für die Entwicklung des ländlichen Raumes sein. Mit dem nun barrierefreien Bahnhof sei man für die Zukunft gerüstet. Dank geht auch an den Bund und den Freistaat, die den Ausbau mit dem Förderprogramm „Zukunftsinvestitionsprogramm für kleinere Bahnhöfe“ ermöglicht haben.

Seit langem warte man auf einen Ausbau der Bahnstrecke zwischen München und Prag, bei der der Bahnhof Furth im Wald eine zentrale Rolle spielt und hoffe, dass dieses Projekt baldmöglichst Realität werde“.


Die wichtigsten Einzelmaßnahmen:

  • Errichtung des neuen Bahnsteiges 2
  • Aufhöhung der Bahnsteige für Gleis 1 und 111 von 36 cm auf 55 cm über Schienenoberkante
  • Rückbau Gleis 3
  • Neubau taktiles Leitsystem auf den Bahnsteigen und Zuwegungen
  • Herstellung einer Bahnsteigüberführung mit Treppen und Aufzügen als Zugang zum Bahnsteig 2
  • Erneuerung der Beleuchtung auf den Bahnsteigen sowie den Zugängen
  • Neubau Beschallungsanlage auf den Bahnsteigen 
  • Erneuerung der Bahnsteigausstattung (wie Vitrinen, Uhren, Abfall- und Streugutbehälter)
  • Neubau einer Wetterschutzanlage am Gleis 2  

Der Bahnhofsumbau in Furth im Wald ist mit rund acht Millionen Euro aus einem zwischen 2016 und 2020 laufenden Sonderprogramm zum barrierefreien Ausbau kleiner Stationen mit weniger als 1.000 Ein- und Aussteigern finanziert worden, bei dem sich Bund und Länder je zur Hälfte beteiligt haben. Der Ausbau in Furth im Wald ist bundesweit dabei das größte Projekt dieses sogenannten „Zukunftsinvestitionsprogramms“. Allein von den in diesem Programm realisierten 17 Maßnahmen in Bayern beanspruchte er mehr als ein Viertel aller Gelder.