DB Logo

Nürnberg

MUNA Feucht: DB führt auf Flächen der BImA Erkundungen durch

Untersuchungen zu Kampfmitteln und Altlasten • ergänzende Erkenntnisse zur Situation des Geländes • Ergebnisse nicht für Raumordnungsverfahren relevant • DB prüft MUNA-Gelände als Standort für ein neues ICE-Werk

Die Deutsche Bahn (DB) führt Untersuchungen auf dem Gelände der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (MUNA) Feucht durch. Die DB prüft die Fläche derzeit im Rahmen der Standortsuche für ein neues ICE-Werk im Raum Nürnberg. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist die Eigentümerin des Geländes, auf dem im und nach dem Zweiten Weltkrieg Munition produziert, gelagert sowie entschärft wurde und das bis heute aufgrund der Kampfmittelbelastung für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Die BImA stellt der DB die Flächen für die Dauer der Untersuchungen bereit.


Grundwasser und Kampfmittel stehen im Fokus

Die Erkundungen haben mehrere Schwerpunkte: Ausgewählte Testfelder sowie einzelne in der Nachkriegszeit gesprengte Bunker werden testweise geräumt. Die dabei geborgenen Kampfmittel werden dokumentiert und fachgerecht entsorgt. Neue Grundwassermessstellen liefern Erkenntnisse über eine potenzielle Belastung des Grundwassers durch Kampfmittel sowie Altlasten im Boden. Die Ergebnisse der Erkundungen ermöglichen Rückschlüsse auf das Gesamtgelände, beispielsweise zu Menge, Art und Zustand der vorhandenen Belastungen.


Sicherheitskonzept durch Expert:innen erstellt

Die Untersuchungen finden ab Oktober statt und werden von einem auf das Räumen von Kampfmitteln spezialisierten Unternehmen koordiniert. Ein Sicherungskonzept gewährleistet die Sicherheit der Arbeiten. Gearbeitet wird ausschließlich im eingezäunten Bereich der MUNA. Durch besonders schonende Verfahren werden Eingriffe in die Natur soweit möglich vermieden. Die Arbeiten sind mit den zuständigen Naturschutz- sowie Ordnungsbehörden abgestimmt.


Erkundungen sollen Standortentscheidung fundieren

Die Untersuchungen finden unabhängig vom derzeit laufenden Raumordnungs-verfahren für das ICE-Werk statt. Die Ergebnisse sollen in die nach dem Raumordnungsverfahren anstehende Standortentscheidung einfließen. Eine Vorfestlegung auf einen Standort ist mit den Untersuchungen ausdrücklich nicht verbunden. Die Arbeiten wurden bereits seit Längerem geplant und auch in der Raumordnungsunterlage als erforderlich für die Standortentscheidung aufgezeigt.


Klaus-Dieter-Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für Bayern: „Die Nutzung des vorbelasteten MUNA-Geländes ist eine interessante Option für unser neues ICE-Werk. Wir wollen Erkenntnisse gewinnen, die uns helfen abzuschätzen, ob diese Option umsetzbar ist. So schaffen wir Transparenz und eine fundierte Datenbasis für die weiteren Diskussionen, auch mit Politik und Öffentlichkeit. “