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München

S-Bahn München schnürt Service-Paket für Radfahrende in den Sommerferien

Fahrradlotsen unterstützen und beraten vor Ort • Fahrradmitnahme testweise auch morgens möglich • Zusätzliche Angebote für Radfahrende

Heute haben die Sommerferien begonnen. Für viele Menschen aus der Region bedeutet das: Urlaub daheim und Fahrrad-Ausflüge ins Münchner Umland. Damit dabei alles rund läuft, schnürt die S-Bahn in den Sommerferien ein Service-Paket für alle Radfahrende. Unter anderem wird Servicepersonal vor Ort Fahrgäste mit Fahrrad unterstützen und auch die Mitnahme von Rädern wird einfacher.


Fahrradlotsen entlang der Ausflugslinien im Einsatz

Bei schönem Wetter geht’s für viele Richtung Süden. Auf den Linien zu den großen Seen und ins Voralpenland werden deswegen an schönen Tagen auch zahlreiche Fahrradfahrende erwartet. Genau hier werden in den Ferien die neuen Fahrradlotsen der Münchner S-Bahn unterwegs sein. In Zügen und auf Bahnsteigen werden Sie Fahrgästen mit Rat und Tat zur Seite stehen, zum richtigen Ticket beraten und auf eine gute Verteilung der Fahrräder achten. Bei den Fahrradlotsen handelt es sich um Mitarbeitende der S-Bahn München, die an ihrer DB-Unternehmensbekleidung erkennbar sind. Schwerpunktmäßig werden sie bei guter Witterung an erfahrungsgemäß stark mit Fahrrädern frequentierten Linien eingesetzt, unter anderem in Richtung Starnberger See, Holzkirchen, Ebersberg oder Freising. Aber auch an anderen Stellen im S-Bahn-Netz sind sie anzutreffen. 

Möglich wird der Service durch das gemeinsame Engagement von S-Bahn München und Bayerischer Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Freistaats den Regional- und S-Bahn-Verkehr plant, finanziert und kontrolliert. Die Verbesserungen bei der Fahrradmitnahme in der S-Bahn München sind Teil einer Initiative der BEG, der bayerischen Bahnen und des ADFC mit dem Ziel, die Fahrradmitnahme in den bayerischen Regionalzügen einfacher und attraktiver zu machen. Ein Pilotprojekt im vergangenen Jahr im Raum Würzburg kam bei Kund:innen gut an und sorgte durch schnelleres Ein- und Aussteigen für weniger Verzögerungen bei der Abfahrt.

Fahrradmitnahme testweise auch in den Morgenstunden möglich

Die Fahrradmitnahme in der S-Bahn ist klar geregelt: An Schultagen ist sie in den Hauptverkehrszeiten von 6 bis 9 Uhr und von 16 bis 18 Uhr nicht gestattet. In Ferien besteht diese sogenannte Sperrzeit aufgrund des entfallenden Schülerverkehrs nur in der morgendlichen Hauptverkehrszeit. Testweise wird in den diesjährigen Sommerferien nun die Fahrradmitnahme in den Münchner S-Bahnen ganztägig möglich sein. Mit dem Test soll herausgefunden werden, welche Auswirkung der Wegfall der Sperrzeit hat und wie sich die Fahrräder auf die morgendlichen S-Bahn-Fahrten verteilen.


Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer begrüßt die Initiative: „Ich freue mich, dass Radlerinnen und Radler in den Sommerferien testweise die Möglichkeit haben, ihre Fahrräder in den Münchner S-Bahnen auch während der eigentlichen Sperrzeiten mitzunehmen. Die Kombination aus Zug und Fahrrad hat enormes Potenzial, gerade im Freizeitverkehr: Je einfacher die Fahrradmitnahme im Zug ist, desto mehr Menschen werden dieses Angebot nutzen. Daher unterstützen wir auch den bayernweiten Einsatz der Fahrradlotsen finanziell.“

Heiko Büttner, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn München, ist überzeugt: „Dieses Jahr ist für viele wieder ,Urlaub dahoam‘ angesagt. Wir sind mit unseren Fahrradlotsen deswegen direkt dort aktiv, wo viele Menschen aus der Region bei Sommerwetter mit ihrem Radl unterwegs sind. Mit den Fahrradlotsen wollen wir nicht nur unseren Fahrgästen helfen, sondern sorgen auch zur Ausflugszeit für einen flüssigen Ein- und Ausstieg mit Fahrrädern. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem besonderen und persönlichen Service vor Ort die Münchner S-Bahn noch attraktiver machen und so noch mehr Menschen für die umweltfreundliche Schiene begeistern können.“


Drei goldene Regeln – So klappt’s mit Rad und S-Bahn

Damit alle gut und sicher ans Ziel kommen, gibt es einige Regeln und Tipps für alle Fahrradfahrende:

  1. Wo möglich, Mehrzweckbereiche nutzen: Am Anfang und Ende jedes Zugteils stehen Mehrzweckbereiche zur Verfügung. Im größten Teil der S-Bahn-Flotte ist hier der richtige Platz fürs Rad. Ausnahmen sind mit entsprechenden Piktogrammen gekennzeichnet. Gänge dürfen nicht mit Fahrrädern blockiert sein. Bitte daran denken, das Rad gut zu sichern. Die Mitnahme von Lastenrädern ist nicht gestattet.
  2. Rücksicht nehmen: Auch Menschen im Rollstuhl und Kinderwagen nutzen die Mehrzweckbereiche. Hier ist gegenseitige Rücksichtnahme geboten. In Bahnhöfen ist das Fahrradfahren aus Sicherheitsgründen und Rücksichtnahme auf andere Fahrgäste nicht gestattet.
  3. Das richtige Ticket wählen: Fahrräder bis einschließlich 20 Zoll Reifengröße können kostenfrei mitgenommen werden, wenn ausreichend Platz im Zug ist. Für alle anderen Fahrräder ist eine Fahrradtageskarte die richtige Wahl. Fürs MVV-Gesamtnetz kostet sie 3 Euro. Für den bayerischen Nahverkehr inklusive MVV und VGN ist sie für 6 Euro zu haben.


DB engagiert sich für die Kombination aus Bahn und Rad

Mit der App DB Rad+ können Radfahrende von jedem gefahrenen Kilometer profitieren. Sie soll vor allem Pendler:innen einen Anreiz geben, auf Rad und Schiene umzusteigen. Im Bereich der Münchner S-Bahn ist DB Rad+ in Freising und Unterhaching aktiv. Die App rechnet die geradelte Strecke in den Aktionsgebieten in Guthaben um, das Radfahrende bei Partnern vor Ort gegen Rabatte und Prämien einlösen können. Ist eine bestimmte Gesamtkilometerzahl erreicht, spendiert die DB der Radfahr-Community eine Prämie, beispielsweise eine Fahrrad-Service-Station oder einen kostenlosen Check-up fürs Rad am Bahnhof.

Im Fokus stehen außerdem sichere Abstellmöglichkeiten für das Zweirad, die für viele Radfahrende eine entscheidende Rolle spielen. Deswegen engagiert sich die DB in der Bike+Ride-Offensive, um neue Radabstellanlagen an Bahnhöfen zu schaffen – auch in und um München. Die DB hilft, geeignete Standorte zu finden, stellt eigene Flächen zur Verfügung und unterstützt bei Planung und Montage. Die Kommunen errichten die Anlagen dann mit Förderung des Bundesumweltministeriums und des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr. Für noch mehr Fahrradstellplätze an Bahnhöfen betreibt die DB zudem die Infostelle „Fahrradparken an Bahnhöfen“. Sie unterstützt Kommunen und andere Akteure dabei, Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen zu bauen. Finanziert wird die Infostelle vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).