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München

Test verlängert: Fahrradmitnahme bei der Münchner S-Bahn auch in kommenden Ferien ganztags möglich

S-Bahn stärkt klimafreundliche Kombi aus Bahn und Rad • Fahrradmitnahme in den Ferien auch morgens möglich • Radmitnahme für 3,10 Euro pro Tag

S-Bahn-Fahrgäste in und um München können ihr Zweirad mit einem passenden Fahrradticket auch in den Sommerferien wieder ganztags mitnehmen. Die S-Bahn München dehnt den laufenden Test zum Entfall der Fahrrad-Sperrzeiten auf das zweite Halbjahr aus. „Schon in den zurückliegenden Ferien konnten unsere Fahrgäste ihr Radl ganztags mitnehmen und bislang klappt das weitgehend reibungslos“, zieht S-Bahn-Chef Heiko Büttner ein erstes Zwischenfazit und erklärt: „Die Verlängerung auf die heuer besonders nachfragestarke Sommerferienzeit ist jetzt die Nagelprobe für unseren Testlauf. Damit machen wir die Radmitnahme flexibler und stärken die klimafreundliche Kombi aus S-Bahn und Fahrrad im Freizeitverkehr. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Verkehrswende und nachhaltige Mobilität.“
  

Regelungen für Fahrradmitnahme bei der S-Bahn München

Die Fahrradmitnahme in der S-Bahn ist klar geregelt: An Schultagen ist sie von 6 bis 9 Uhr und von 16 bis 18 Uhr nicht gestattet. Hintergrund sind die hohen Fahrgastzahlen und die dichte Zugtaktung in den Hauptverkehrszeiten insbesondere auf der Stammstrecke – Europas meistbefahrener Eisenbahnstrecke. In den Ferien ohne Schülerverkehr verteilt sich die Nachfrage nachmittags auf einen längeren Zeitraum, weshalb die Radmitnahme dann nur in der Zeit von 6 bis 9 Uhr nicht gestattet ist. Im Rahmen des Tests entfällt diese morgendliche Sperrzeit während der Ferien in Absprache mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- uns S-Bahn-Verkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, und dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) bis zum Jahresende. Damit will die S-Bahn prüfen, wie sich die ganztägige Radmitnahme in den Ferien auf den Betrieb auswirkt und wie sich die Fahrräder auf die morgendlichen S-Bahn-Fahrten verteilen.
   

Auch ohne Radmitnahme vor Ort mobil mit der Call-a-Bike Sommeraktion

Im Ausflugsgebiet zwischen Ammersee und Starnberger See sind Radtouren vor Ort diesen Sommer auch ganz ohne Fahrradmitnahme möglich. S-Bahn München, DB Station&Service und DB Connect ermöglichen hier ein besonderes Angebot: An fünf Pop-Up-Radstationen stehen bis 3. Oktober insgesamt 120 Call-a-Bike-Fahrräder zur Ausleihe bereit. Wer mit der S6 oder S8 ins Seengebiet fährt, kann an fünf Bahnhöfen direkt aufs Leihrad umsteigen und die Umgebung erkunden oder zur nächsten Badestelle radeln. Die DB gewährt an den fünf Pop-up-Stationen vier Euro Rabatt auf den Tagestarif. Damit reduziert sich der Tagespreis für Call a Bike Kund:innen im Startertarif auf fünf Euro. Für Call a Bike Kund:innen im Premiumtarif reduziert sich der Preis der Tagesleihe sogar auf nur einen Euro. Detailinformationen gibt es auf callabike.de/sommer. (Presseinformation)

Drei goldene Regeln – So klappt’s mit Rad und S-Bahn

Damit alle gut und sicher ans Ziel kommen, gibt es einige Regeln und Tipps für alle Fahrradfahrende:

  1. Wo möglich, Mehrzweckbereiche nutzen: Am Anfang und Ende jedes Zugteils stehen Mehrzweckbereiche zur Verfügung. Im größten Teil der S-Bahn-Flotte ist hier der richtige Platz fürs Rad. Ausnahmen sind mit entsprechenden Piktogrammen gekennzeichnet. Gänge dürfen nicht mit Fahrrädern blockiert sein. Bitte daran denken, das Rad gut zu sichern. Die Mitnahme von Lastenrädern und Fahrradanhängern ist nicht gestattet. Generell ist die Radmitnahme ist nur bei ausreichend Platz möglich und kann in vollen Zügen nicht garantiert werden.
  2. Rücksicht nehmen: Auch Menschen im Rollstuhl und Kinderwagen nutzen die Mehrzweckbereiche. Hier ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt. In Bahnhöfen ist das Fahrradfahren aus Sicherheitsgründen und Rücksichtnahme auf andere Fahrgäste nicht gestattet.
  3. Das richtige Ticket wählen: Fahrräder bis einschließlich 20 Zoll können kostenfrei mitgenommen werden. Für alle anderen Räder wird immer ein eigener Fahrschein benötigt – auch bei Fahrten mit dem 9-Euro-Ticket. Hier ist eine Fahrradtageskarte die richtige Wahl: Fürs gesamte MVV-Netz kostet sie 3,10 Euro. Für den gesamten bayerischen Regionalverkehr inklusive MVV und VGN ist sie für 6 Euro zu haben.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf s-bahn-muenchen.de/fahrrad und unter bahnland-bayern.de/service/fahrradmitnahme.

  

DB engagiert sich für die Kombination aus Bahn und Rad

Mit der App DB Rad+ können Radfahrende von jedem gefahrenen Kilometer profitieren. Sie soll vor allem Pendler:innen einen Anreiz geben, auf Rad und Schiene umzusteigen. Im Bereich der Münchner S-Bahn ist DB Rad+ in Freising und Unterhaching aktiv. Die App rechnet die geradelte Strecke in den Aktionsgebieten in Guthaben um, das Radfahrende bei Partnern vor Ort gegen Rabatte und Prämien einlösen können. Ist eine bestimmte Gesamtkilometerzahl erreicht, spendiert die DB der Radfahr-Community eine Prämie, beispielsweise eine Fahrrad-Service-Station oder einen kostenlosen Check-up fürs Rad am Bahnhof.

Im Fokus stehen außerdem sichere Abstellmöglichkeiten für das Zweirad, die für viele Radfahrende eine entscheidende Rolle spielen. Deswegen engagiert sich die DB in der Bike+Ride-Offensive, um neue Radabstellanlagen an Bahnhöfen zu schaffen – auch in der Region. Die DB hilft, geeignete Standorte zu finden, stellt eigene Flächen zur Verfügung und unterstützt bei Planung und Montage. Die Kommunen errichten die Anlagen dann mit Förderung des Bundesumweltministeriums und des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr. Für noch mehr Fahrradstellplätze an Bahnhöfen betreibt die DB zudem die Infostelle „Fahrradparken an Bahnhöfen“. Sie unterstützt Kommunen und andere Akteure dabei, Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen zu bauen. Finanziert wird die Infostelle vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).