Neues Design

Das neue Design im ICE

von der ersten Skizze bis zum fertigen Zug

Die Macher:innen und Ideen hinter dem neuen Innendesign

Mit seiner charakteristischen weißen Lackierung, dem roten Streifen und dem schwarzen Fensterband ist der ICE eine Ikone, die wir in die Zukunft führen. Außen bleibt er wie er ist, innen wird er jedoch komplett neu.  

Das neue ICE-Innendesign wurde federführend von DB-Produkt- und Design-Expert:innen entwickelt. „Wir haben dabei den Menschen und seine Bedürfnisse auf der Reise in den Mittelpunkt gestellt. Der Gedanke, sich bei der DB bei 300 km/h wie im eigenen Wohnzimmer zu fühlen, hat uns geleitet. Deshalb haben wir viel Wert auf Privatsphäre, die Gestaltung des persönlichen Platzes und ein gänzlich neues Farb- und Materialkonzept gelegt. Wir schlagen so für das Reisen mit der Bahn ein neues Kapitel auf“, sagt Dr. Joachim Schneider, Leiter Customer Experience und Produktmanagement DB Fernverkehr. 

„Unsere Überzeugung: Der Zug muss zum Menschen passen und nicht umgekehrt. Neben dem großen Ganzen haben wir zudem immer einen Blick auf die Liebe zum Detail behalten. Im Design findet sich hier das gewisse Etwas, das es am Ende mit ausmacht“, so Bruno Scheffler. Der Designer leitet das Team Markendesign bei der DB.  
 

Die zentralen Leitgedanken

Mehr Privatsphäre als je zuvor

Der Sitz wurde als persönlicher Rückzugsort gestaltet. Neue praktische Details wie der integrierte Tablet-Halter, zusätzliche Ablageflächen und Kleiderhaken am Platz machen die Rückseite des Vordersitzes zum individuell nutzbaren Bereich. Damit haben die Fahrgäste ihre wichtigsten persönlichen Gegenstände in einer gemütlichen und aufgeräumten Umgebung immer im Blick. 

Mehr Wohnzimmer-Gefühl

 Die Reisenden sollen sich wie zuhause fühlen. Deshalb bestimmen viel Holz, warme, natürliche Farben, moderne Stoffe und hochwertige Materialien künftig das Erscheinungsbild.  

Nachhaltigkeit

Zeitloses Design wird mit modernen Materialien kombiniert: So entsteht eine optische und funktionale Langlebigkeit. 

„Reisen, arbeiten, entspannen – und sich bei 300 km/h so wohlfühlen wie im eigenen Wohnzimmer: Das neue Design ist ausgerichtet auf die Ansprüche unserer Fahrgäste an modernen Reisekomfort, auf deutlich mehr Individualität und echte Nachhaltigkeit. Wir sind sicher, dass wir damit noch mehr Menschen für die klimafreundliche Schiene begeistern und so auch das Klima gewinnt.“

Dr. Richard Lutz, DB-Vorstandsvorsitzender

Das neue ICE-Innendesign: die wesentlichen Merkmale 

Eine harmonische Form- und Farbauswahl zeichnet das neue, zeitlose Design aus. Es soll für die lange Lebensdauer eines ICE – im Durchschnitt 30 Jahre – Bestand haben und einen hohen Wiedererkennungswert bieten.  

Neues Farbkonzept

Unterschiedliche Farben sind charakteristisch für die verschiedenen Klassen und Bereiche des Zuges. In der 1. Klasse sind es warme Grautöne, die an das neue Erscheinungsbild der DB Lounge anknüpfen. Die dezenten Blautöne in der 2. Klasse erinnern an die bekannten Farben und bilden so eine Brücke zur Bestandsflotte. Der in Burgundy gehaltene Gastronomiebereich wiederum greift die Farbe der neuen DB-Unternehmensbekleidung auf und steht für Gastfreundlichkeit. 

Neues Materialkonzept

Die Sitzbezüge in beiden Klassen sind aus hochwertigem Flachgewebe (Stoff ohne Flor) mit 85 Prozent Wollanteil und bieten eine hohe haptische Qualität. Ein großzügiger Holzeinsatz etwa an der Rückseite der Sitze, den Tischen und den Wandverkleidungen sorgt für eine wohnliche Atmosphäre. Der Einsatz von Leder wird mehr als halbiert. 

Die Liebe zum Detail zeigt sich beispielsweise durch ein kleines DB-Label an den Stoffen als Willkommensgruß oder die eingearbeitete „1“ im Stoff und Kopfkissen in der 1. Klasse. 

Neuer Sitzkomfort 

Die Bequemlichkeit der Sitze prägt wesentlich das Reiserlebnis. In einem mehrstufigen Prozess hat die DB die neuen ICE-Sitze, die im ICE 3neo ab Ende 2023 eingesetzt werden, gemeinsam mit Industriepartnern, renommierten Ergonomie-Expert:innen und Designagenturen entwickelt. Mit bis zu 900 Proband:innen wurden verschiedene Prototypen intensiv getestet und weiter optimiert. Die nächste Sitzgeneration verfügt über eine neuartige Sitzkinematik, bei der sich die Rückenlehne und neu der Kopfbereich in der Ruheposition nach hinten bewegen. Das ermöglicht den Reisenden eine entspanntere Kopfhaltung zum Schlafen oder Ruhen.  

Die Doppelsitze in der 2. Klasse haben einen Bankcharakter, sind jedoch individuell verstellbare, vollwertige Einzelsitze.  

Die Sitze der 1. Klasse verfügen über breitere Sitz-, Rücken- und Kopfpolster, so dass die Fahrgäste mehr Komfort und Möglichkeiten für unterschiedliche Sitzpositionen haben. 

DB-Chef Richard Lutz zum neuen Innendesign

Persönlicher Rückzugsort

Eine harmonische Formgebung, moderne Materialien wie Holzdekor und Bezüge aus hochwertigem Gewebe mit 85 Prozent Wollanteil in nuancierten Farben bestimmen das neue Erscheinungsbild.

Das neue Design in der 1. Klasse

Für die Sitzbezüge sind warme Grautöne in der 1. Klasse vorgesehen.

Das neue Design in der 2. Klasse

Hier dominieren Blautöne. Mehr Funktionalität bieten Elemente wie eine Tablet-Halterung in jeder Rückenlehne. 

Im Servicebereich

Bordrestaurant und Bordbistro sind in Burgundy gehalten.

Langlebig, nachhaltig

Züge kommen über mehrere Jahrzehnte zum Einsatz. Neben einem zeitlosen Design sind dafür langlebige, strapazierfähige Materialien nötig. Die neuen Materialien – umfangreich und intensiv getestet auf Abrieb, Lichtbeständigkeit und Reinigungsergebnisse – entsprechen diesem Anspruch. Der Einsatz von Leder wird mehr als halbiert.

  • 4 Reisende nutzen im Schnitt täglich einen Sitzplatz im ICE

Von der ersten Skizze über das Mockup hin zum fertigen Zug 

Die DB-Produkt- und Design-Expert:innen aus den Teams von Joachim Schneider und Bruno Scheffler arbeiten seit Ende 2019 an der Entwicklung des neuen ICE-Designs: Unterstützt wurde die DB von den renommierten Zugexpert:innen der Designagentur nose aus Zürich. 

„Die Wahl der Materialien ist eine Entscheidung für Jahrzehnte. Entsprechend lang und aufwändig war der Weg dahin‘“, sagt Joachim Schneider. Dabei konnte das Team nicht einfach auf Katalogware zurückgreifen. Vielmehr war der Auswahlprozess eine Art Maßschneiderei, um die Materialien zu finden, die dem Ideal am nächsten kommen. Allein für die Sitze wurden rund 200 Stoffmuster von sieben Herstellern gesichtet. In einem elfmonatigen Entwicklungsprozess wurden die Materialien umfassend auf Herz und Nieren getestet. Insbesondere die Sitzbezüge sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt und müssen daher hohe Standards erfüllen – ob Abrieb, Lichtbeständigkeit, Reinigungsergebnisse oder Feuerfestigkeit. Dazu wurden mit einem externen Prüfinstitut zahlreiche Tests durchgeführt. So wurden die Stoffe mit Kaffee, Schokolade, Handcreme oder Filzstift verschmutzt, um zu prüfen, ob und wie gut sich die Flecken wieder entfernen lassen. Spezielle Apparaturen malträtierten Probesitze rund um die Uhr, um eine langjährige Nutzung durch zehntausende Fahrgäste zu simulieren. Täglich nutzen im Schnitt vier Reisende einen Sitzplatz im ICE – macht 1.500 Mal Platz nehmen im Jahr.

Innenraumdesign von der Skizze zum Zug

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