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Düsseldorf

Die Deutsche Bahn in Nordrhein-Westfalen

Zahlen, Daten und Fakten zur Deutschen Bahn und ihren Aktivitäten im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands.

Die Deutsche Bahn (DB) beschäftigt in Nordrhein-Westfalen (NRW) mehr als 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ist damit einer der größten Arbeitgeber im Land und sichert durch Aufträge und Effekte aus Einkommen allein bei den regionalen Unternehmen der Dienstleistungs- und Zulieferindustrie tausende weitere Arbeitsplätze. Die Bahn bildet in NRW mehr als 2.000 junge Menschen in rund 30 Berufen (Ausbildung und Duales Studium) aus; jedes Jahr werden rund 600 neue Auszubildende eingestellt.

Infrastruktur

2019 fließen 1,35 Milliarden Euro in die Eisenbahn in NRW, davon rund 630 Millionen Euro allein aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund. Weitere etwa 200 Millionen Euro, darunter Gelder von Bund, Ländern und Kommunen, kommen den Bahnhöfen im Land zugute. Für Planung und Bau der umfangreichen Ausbauprojekte nimmt die DB in NRW 2019 über 240 Millionen Euro in die Hand. Neben den Investitionen in die Infrastruktur setzt die DB mehr als 260 Millionen Euro für die Instandhaltung in das bestehende Netz ein. Dazu kommen noch rund 27 Millionen Euro Instandhaltungsaufwendungen für die Bahnhöfe.

Damit künftig noch besser geplant werden kann, stellt die Deutsche Bahn 2019 in Nordrhein-Westfalen unter anderem für Bauprojektmanagement und Bauüberwachung sowie Instandhaltung knapp 400 neue Mitarbeiter ein.

In NRW werden 2019 wichtige Bauvorhaben umgesetzt: Im März ist die 2. Bauphase zur Erneuerung von drei Brücken in Bielefeld gestartet. In den Osterferien beginnen Weichenarbeiten zwischen Köln Hbf und Köln Messe/Deutz. Auf der Strecke zwischen Essen und Duisburg wird in den Sommerferien ein großes Maßnahmenbündel gleichzeitig umgesetzt: Es stehen umfangreiche Baumaßnahmen für die zweite Ausbaustufe des Elektronischen Stellwerks Duisburg an, Gleis- und Weichenarbeiten, Arbeiten am Bahnhof Mülheim (Ruhr), Arbeiten für den RRX in Mülheim (Ruhr) und Arbeiten an Straßen- und Eisenbahnbrücken. Zeitgleich werden die Gleise der Fernbahn zwischen Duisburg und Düsseldorf Flughafen erneuert.

Insgesamt baut die DB 233 Kilometer neue Gleise, 351 neue Weichen und modernisiert 68 Brücken in 2019.

Für den RRX und seine Außenäste gehen auch die Ausbaumaßnahmen an den Bahnhöfen weiter. Bereits 2018 hat die Deutsche Bahn mit der Modernisierung an 30 Stationen begonnen. 2019 starten die Bauarbeiten an 17 Bahnhöfen, um die Bahnsteige für den längeren Zug des Rhein-Ruhr-Expresses zu verlängern und die Verkehrsstationen barrierefrei auszubauen. Allein auf der Strecke zwischen Hamm und Minden werden acht Bahnhöfe modernisiert bzw. ausgebaut. Insgesamt starten an 37 Bahnhöfen in NRW Bau- und Modernisierungsarbeiten. Auch der Bau der Verkehrsstation Dortmund verläuft planmäßig.

Im Rahmen der 2016 gestarteten Kampagne „#1von150: Moderne Bahnhöfe für NRW“ (www.1von150.de) werden bis 2023 insgesamt mehr als 150 Bahnhöfen mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro modernisiert.

Nordrhein-Westfalen hat heute ein Schienennetz mit einer Betriebslänge von etwa 4.700 Kilometern. Es gibt 704 Bahnhöfe in NRW. 87 Bahnhöfe wurden bereits im Rahmen der ersten Modernisierungsoffensive erneuert (ab 2004), 117 Bahnhöfe sind im Programm der Modernisierungsoffensive 2 (ab 2008) verankert, 52 sind für die Modernisierungsoffensive 3 (ab 2016) vorgesehen.

Bereits heute sind 99,3 Prozent der Stationen mit Wetterschutz ausgestattet,  76 Prozent aller Bahnhöfe sind stufenfrei, bis Ende 2019 werden es fast 80 Prozent der Bahnhöfe sein. Etwa 800 dynamische Schriftanzeiger informieren die Reisenden in NRW.

DB Services sorgt im Rahmen der Offensive "Zukunft Bahn" dafür, dass die rund 450 Fahrtreppen bzw. Aufzüge an den Bahnhöfen in NRW in den Ballungszentren zu 97 Prozent verfügbar sind. Wesentlicher Treiber hierfür ist das Projekt für den Ausbau der Digitalisierung im Anlagenmanagement, kurz „ADAM“. Im Zuge des Projektes ließ DB Station&Service fast sämtliche Anlagen mit einem Kommunikationsbaustein zur Fernüberwachung ausstatten.

Die Winterdienstzentrale der DB Services betreut über 1,15 Millionen Quadratmeter in ganz NRW und im Norden Hessens. In der Saison 2018/19 wurden bei 9158 Einsätzen eine Fläche von ca.  10,5 Mio. Quadratmeter von Schnee und Eis befreit.

Seitens DB Services wurden 30.000 m² Graffiti von den Gebäuden der Bahn entfernt, mehr als 67.000 m² Graffiti wurde in 2018 von den Zügen der DB entfernt.

Mit über 600 Mitarbeitern betreut die DB Engineering & Consulting in NRW nicht nur die Infrastruktur der DB sondern unterstützt Städte, Gemeinden, Dritt-Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) und Straßenbaulastträger bei der Instandhaltung und Umsetzung ihrer Projekte. Die Elektrifizierung der EUREGIO-Bahn, die Erweiterung der Infrastruktur im KV-Terminal der Häfen und Güterverkehre (HGK) in Köln-Niehl, die Straßen und Fußwege der Städte Troisdorf und Köln tragen hier genauso zum Gesamtverkehrssystem bei, wie beispielhaft auch die Erneuerung der Schwebebahnstation in Wuppertal-Döppersberg.

Verkehrsleistung

Täglich rollen rund 3.760 Personenzüge der DB durch das Land. Dazu kommen im bevölkerungsreichsten Bundesland weitere 1.980 Personenzüge von anderen Unternehmen. Fast 1,2 Millionen Reisende nutzen pro Tag Bahnen und Busse der Deutschen Bahn in NRW.

Fernverkehr

Rund 220 Millionen Euro hat DB Fernverkehr in den Bau des bundesweit modernsten und ersten CO2-neutralen Instandhaltungswerkes investiert und somit die Instandhaltungskapazitäten vervierfacht. Alle ICE-Baureihen und die kommende Zuggeneration ICE 4 können hier gewartet werden. Sukzessive entstehen hier rund 400 neue Arbeitsplätze.

Auch in diesem Jahr hat die Deutsche Bahn (DB) ihr Angebot im Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen verbessert. So gibt es zusätzliche ICE-Direktverbindungen nach Frankfurt, Mannheim und Stuttgart. Außerdem sind die neuen ICE 4-Züge mit größerem Platzangebot und Fahrradbeförderung jetzt auch in NRW im Einsatz. Über die Mitte-Deutschland-Verbindung fahren seit Dezember täglich zwei direkte IC-Zugpaare von Köln bzw. Düsseldorf über Kassel und Erfurt neu nach Jena und Gera.

Mehr ICE-Züge fahren ab April auch auf der internationalen Verbindung Frankfurt/Main–Köln–Aachen–Brüssel. Denn das bislang nur freitags und sonntags eingesetzte Zugpaar in den Mittagsstunden fährt künftig täglich und stellt einen durchgehenden Zwei-Stunden-Takt her. Von April bis Anfang November besteht künftig auch eine Spätverbindung, die nach 20 Uhr in Frankfurt bzw. Brüssel startet.

Nahverkehr

DB Regio NRW bildet gemeinsam mit den anderen Verkehrsunternehmen im Land weiterhin das Rückgrat des Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen. Im Auftrag der Bestellerorganisationen Verkehrsverbund Rhein-Ruhr(VRR), Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Nahverkehr Rheinland (NVR) erbringt DB Regio NRW derzeit rund 66 Millionen Zugkilometer pro Jahr – und bietet mit maßgeschneiderten Mobilitätskonzepten eine echte Alternative zum Individualverkehr im verkehrsreichsten deutschen Bundesland. Das Angebot in den Nächten und an Wochenenden wurde noch weiter verbessert. Zusätzliche Fahrten und Taktverdichtungen sorgen für eine weitere Verbesserung des Angebots.

Deutschlandweite Premiere feierten die nagelneuen Fahrzeuge des polnischen Fahrzeugherstellers PESA im August letzten Jahres im Sauerland. Ab Ende März nehmen dort auch die dreiteiligen Fahrzeuge ihren Betrieb auf. Als Beispiel für neue Partnerschaftsmodelle hat DB Regio NRW seit Ende 2015 die Instandhaltung von 35 Triebzügen des Verkehrsunternehmens National Express übernommen und seit Herbst 2017 auch für KEOLIS/Eurobahn.

Für die Betriebsaufnahme der ersten RRX-Züge Ende 2018 hat DB Regio partnerschaftlich die Weichen gestellt. In diesem Jahr gehen 2 weitere Linien auf neue Betreiber über. Die Instandhaltung eines großen Teils der S-Bahnzüge wird auch nach Ende 2019 weiterhin durch DB Regio erfolgen. Hier wurden wichtige Vereinbarungen zur Personalübernahme zwischen den Partner getroffen.

24/7 informiert jetzt der Mitte 2015 eingeführte Streckenagent die Regiokunden per Twitter und seit 2016 auch via WhatsApp NRW-weit über Störungen und Reisealternativen. Auf der Linie RE 42 zwischen Münster und Mönchengladbach hat sich der erstmalige WLAN-Einsatz im Nahverkehr der DB in NRW bewährt. Auch in den von der DB im Auftrag des VRR redesignten S-Bahnen läuft das WLAN, das in diesem Jahr auch noch in den PESA-Triebzügen scharf geschaltet werden soll.  

Unter dem Dach der DB Regio Bus sind in Nordrhein-Westfalen vier regionale Busgesellschaften zusammengefasst. Mit den Angebotsnamen Rheinlandbus, Westfalenbus und Ostwestfalen-Lippe-Bus erbringen sie im Stadt- und Regionalverkehr über 67 Millionen Fahrplankilometer für die Fahrgäste. Mit etwa 565 eigenen Bussen und über 1300 Bussen von Auftragsunternehmen werden jährlich über 81 Millionen Fahrgäste befördert. Damit ist DB Regio Bus der größte Anbieter von Buslinienverkehren in NRW.

In diesem Jahr erfolgt die Betriebsaufnahme in 4 Netzen mit 3,8 Millionen Buskilometern.

DB Cargo

DB Cargo ist in Nordrhein-Westfalen ein starker und wichtiger Partner der Wirtschaft. Durch enge Kooperationen mit der verladenden Wirtschaft und anderen Bahnen entlastet das Unternehmen in erheblichem Umfang die Straßen des Landes und bietet Logistikkonzepte aus einer Hand. Beispiele hierfür sind Stahl-, Kohle-, Pkw- und Containertransporte von und nach West- und Osteuropa. Wichtige Grenzübergänge zu den Nachbarbahnen sind Aachen West, Kaldenkirchen/Venlo und Emmerich mit dem direkten Anschluss an die Betuwe-Route und damit zu den niederländischen Häfen. Die bedeutendsten Marktbereiche sind Montan in Duisburg und Hagen sowie Chemie in Köln. Hinzu kommen stetig wachsende Containerverkehre in Duisburg und Köln.

Im Schienengüterverkehr werden etwa 179.400 Züge der DB Cargo mit knapp 40 Millionen Tonnen Gütern für etwa 1.400 Kunden gefahren.

Mit mehr als 750 Anschlussgleisen der verladenden Firmen in NRW am DB Streckennetz liegt jeder 5. Gleisanschluss Deutschlands in NRW.

DB Cargo in NRW beschäftigt etwa 3500 Mitarbeiter. Die Beförderung nationaler und internationaler Einzelwagen, Ganzzüge und kombinierter Verkehre erfolgt in NRW vorrangig im Montanbereich, aber auch im Bereich Container, Chemie und Automotive. Dabei ist in NRW ein Großteil der Key Accounts der DB Cargo Deutschland vertreten.

Die Top Ten-Kunden in NRW umfassen etwa 45 Prozent der Gesamttonnage der Cargo Regionen Duisburg und Hagen. Größter Kunde hierbei ist Thyssen Krupp mit etwa 15,8 Millionen Tonnen transportierter Güter in 2018.

Aus- und Neubauprojekte in NRW

Über 40 Planverfahren treiben die Großprojekte in NRW in den kommenden Jahren voran. Schritt für Schritt geht es dabei aus der Planungs- in die Bauphase. Beim RRX werden 2019 in Mülheim (Ruhr) Weichen eingebaut. In Leverkusen liegt ebenfalls Baurecht vor. Hier wird die S-Bahn auf durchgängig zwei Gleise komplettiert.

Beim Ausbau der S 13 von Troisdorf nach Bonn-Oberkassel arbeitet die DB Netz an insgesamt 16 Baustellen entlang der Strecke. In Bonn-Vilich fließt der Straßenverkehr der B56 seit Sommer 2018 über die neu errichtete Behelfsbrücke. Das ermöglicht im Umfeld den Ausbau um zwei weitere Gleise für die S-Bahn. Bis 2020 sollen 9 von insgesamt 32 Brückenbauwerken fertiggestellt werden.

Ebenfalls begonnen haben die Ausbauarbeiten an der Strecke Düren – Aachen und weiter Richtung belgische Grenze. Der Bahnhof Eschweiler wird barrierefrei umgestaltet und mit einem neuen elektronischen Stellwerk ausgestattet. In Aachen-Rothe Erde startet in 2019 der Bau zusätzlicher Überholgleise, die – gerade mit Blick auf langsameren Güterverkehr - für einen besseren Betriebsablauf sorgen sollen.

Bei der Ausbaustrecke Emmerich – Oberhausen liegt der Bauschwerpunkt im südlichen Abschnitt in Oberhausen, wo zwei Eisenbahnüberführungen für die erweiterte Schieneninfrastruktur angepasst werden. Am nördlichen Ende der Strecke erhält die Kommunen Elten einen neuen Haltepunkt. Die Strecke wird zudem durchgehend mit dem digitalen Standard ETCS ausgestattet.

Auf dem Gelände des Leskanparks in Köln-Dellbrück entsteht gerade auf rund 7.300 Quadratmetern ein neues Ausbildungszentrum von DB Training. Richtfest war Anfang Februar – und schon im Herbst, passend zum Ausbildungsbeginn 2019, soll es eröffnet werden. Das zweigeschossige Trainingszentrum wird ein DB-Vorzeigeprojekt und soll als Beispiel für die Entwicklung anderer Schulungsstandorte dienen. Es wird aus einem allgemeinen und einem technischen Schulungsbereich, sowie einer gewerblich-technischen Ausbildungswerkstatt bestehen. Außerdem wird es ein Simulationszentrum für die Lokführerausbildung geben und Überwachungsfahrten geben.

Das Projekt Duisburg Wedau – die Entwicklung des rund 90 Hektar große Fläche des ehemaligen Ausbesserungswerkes und Güterbahnhofes –, nimmt weiter Fahrt auf: Die Stadt Duisburg im Schulterschluss mit dem Team Wedau, einer Kooperation der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW und DB Immobilien, treiben die Planungen für den Bau von rund 3.400 neuen Wohnungen auf der 60 Hektar großen Südfläche weiter voran. Die rund 30 Hektar große Nordfläche soll parallel zum modernen Technologie- und Gewerbestandort entwickelt werden. Seit Beginn des Projektes wurden auf der Fläche etwa 45 Kilometer Schienen zurückgebaut, rund 540.000 Kubikmeter Schotter aus der Fläche aufgenommen und auf einer Fläche von 50 Hektar der Grünwuchs zurückgeschnitten. In den vergangenen drei Monaten wurden rund 80.000 Kubikmeter Feinkorn entsorgt und die nächsten Arbeiten vorbereitet: Die Beschlussfassung des B-Plans für die Südfläche, die Ausschreibung des Bodenmanagements und des Lärmschutzwalls mit einer Länge von 2,4 Kilometern wurden auf den Weg gebracht.

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