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Düsseldorf

Die Deutsche Bahn in Nordrhein-Westfalen

Zahlen, Daten und Fakten zur Deutschen Bahn und ihren Aktivitäten im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands.

Die Deutsche Bahn (DB) beschäftigt in Nordrhein-Westfalen (NRW) mehr als 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ist damit einer der größten Arbeitgeber im Land und sichert durch Aufträge und Effekte aus Einkommen allein bei den regionalen Unternehmen der Dienstleistungs- und Zulieferindustrie tausende weitere Arbeitsplätze. Die Bahn bildet in NRW mehr als 2.000 junge Menschen in rund 30 Berufen (Ausbildung und Duales Studium) aus; jedes Jahr werden rund 600 neue Auszubildende eingestellt.

Verkehrsleistung

Täglich rollen rund 3.760 Personenzüge  der DB durch das Land. Dazu kommen im bevölkerungsreichsten Bundesland weitere 1.980 Personenzüge von anderen Unternehmen. Fast 1,2 Millionen Reisende nutzen pro Tag Bahnen und Busse der Deutschen Bahn in NRW.

In Köln hat DB Fernverkehr rund 220 Millionen Euro in den Bau des bundesweit modernsten und ersten CO2-neutralen Instandhaltungswerkes investiert. Mit der Eröffnung Ende Februar wurden die Instandhaltungskapazitäten vervierfacht. Alle ICE-Baureihen und die kommende Zuggeneration ICE 4 können hier gewartet werden. In den nächsten Jahren entstehen so 400 neue Arbeitsplätze.

Das ICE-Werk in Köln-Nippes

Im Fernverkehr wird seit Ende 2017 eine neue umsteigefreie IC-Direktverbindung zwischen Düsseldorf und Luxemburg angeboten. Außerdem hat die DB ihr Angebot auf der nachfragestarken ICE-Linie Frankfurt–Köln–Aachen–Brüssel weiter ausgebaut. Mit sechs bis sieben ICE pro Tag und Richtung entsteht ein nahezu durchgängiger 2-Stunden-Takt. Auch zwischen Frankfurt, Köln und Amsterdam erhöht sich die Zahl der ganzjährigen ICE-Direktverbindungen von derzeit sechs auf sieben bis acht ICE pro Tag und Richtung. Alle Züge dieser Linie halten in Köln, Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen.

Gemeinsam mit den anderen Verkehrsunternehmen im Land bildet DB Regio NRW das Rückgrat des Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen. Im Auftrag der Bestellerorganisationen Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Nahverkehr Westfalen-Lippe und Nahverkehr Rheinland erbringt DB Regio NRW derzeit rund 70 Millionen Zugkilometer pro Jahr – und bietet mit maßgeschneiderten Mobilitätskonzepten eine echte Alternative zum Individualverkehr im verkehrsreichsten deutschen Bundesland.

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Seit Ende 2017 wurde vor allem das Angebot in den Nächten und an Wochenenden deutlich verbessert. Auf zahlreichen S-Bahn-Linien wurde darüber hinaus samstags der bisherige Halbstundentakt tagsüber auf einen 20-Minuten-Takt verdichtet. Weiteres Highlight war der Lückenschluss zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid der Linie RB 25. In den letzten Jahren wurden zudem mehr als eine halbe Milliarde Euro in Neufahrzeuge investiert und mehr als 200 Doppelstockwagen modernisiert.

Als Beispiel für ein neues Partnerschaftsmodell übernimmt DB Regio NRW seit Ende 2015 die Instandhaltung von 35 Triebfahrzeugen vom Typ Talent 2 für das britische Verkehrsunternehmen National Express .

Seit Mitte 2015 informieren die Streckenagenten die Regiokunden per Twitter und seit 2016 auch via WhatsApp NRW-weit über Störungen und Reisealternativen. Auf der Linie RE 42 zwischen Münster und Mönchengladbach hat die Deutsche Bahn im Rahmen eines Pilotprojektes mit großem Erfolg  erstmals den WLAN-Einsatz im Nahverkehr der DB in NRW getestet.

Ländersteckbrief_Bus

Unter dem Dach der DB Regio Bus sind in Nordrhein-Westfalen  vier regionale Busgesellschaften zusammengefasst. Mit den Angebotsnamen Rheinlandbus, Westfalenbus und Ostwestfalen-Lippe-Bus erbringen sie im Stadt- und Regionalverkehr über 75 Mio. Fahrplankilometer für die Fahrgäste. Mit etwa 630 eigenen Bussen und über 1.250 Bussen von Auftragsunternehmen werden jährlich fast 100 Millionen Fahrgäste befördert. Damit ist DB Regio Bus der größte Anbieter von Buslinienverkehren in NRW.

Das allgegenwärtige Thema Digitalisierung spielt auch für DB Regio Bus NRW eine wichtige Rolle. Dies gilt sowohl für die Bereitstellung und Entwicklung digitaler Angebote, die den Kundenservice verbessern, beispielsweise die kostenlosen Smartphone-Apps „DB Busradar NRW“ (www.bahn.de/busradar) und „Wohin·Du·Willst“ (www.wohin-du-willst.de), als auch für die digitale Ausgestaltung interner Prozesse.     

DB Cargo ist in Nordrhein-Westfalen ein starker und wichtiger Partner der Wirtschaft. Durch enge Kooperationen mit der verladenden Wirtschaft und anderen Bahnen entlastet das Unternehmen in erheblichem Umfang die Straßen des Landes und bietet Logistikkonzepte aus einer Hand. Beispiele hierfür sind Stahl-, Kohle-, Pkw- und Containertransporte von und nach West- und Osteuropa. Wichtige Grenzübergänge zu den Nachbarbahnen sind Aachen West, Kaldenkirchen/Venlo und Emmerich mit dem direkten Anschluss an die Betuwe-Route und damit zu den niederländischen Häfen. Die bedeutendsten Marktbereiche sind Montan in Duisburg und Hagen sowie Chemie in Köln. Hinzu kommen stetig wachsende Containerverkehre in Duisburg und Köln.

Ländersteckbrief_Container

Im Schienengüterverkehr werden etwa 187.000 Züge der DB Cargo mit knapp 42 Millionen Tonnen Gütern für etwa 1.300 Kunden gefahren.

Mit mehr als 700 Anschlussgleisen der verladenden Firmen in NRW am DB Streckennetz liegt jeder 5. Gleisanschluss Deutschlands in NRW.

DB Cargo in NRW beschäftigt  etwa 3500 Mitarbeiter. Die Beförderung nationaler und internationaler Einzelwagen, Ganzzüge und kombinierter Verkehre erfolgt in NRW vorrangig im Montanbereich, aber auch im Bereich Container, Chemie und Automotive. Dabei ist in NRW ein Großteil der Key Accounts der DB Cargo Deutschland vertreten.

Die Top Ten-Kunden in NRW umfassen etwa 45 Prozent der Gesamttonnage der Cargo Regionen Duisburg und Hagen. Größter Kunde hierbei ist Thyssen Krupp mit etwa 20,9 Millionen Tonnen transportierter Güter in 2017.

Infrastruktur

2018 fließen fast 1,3 Milliarden Euro in die Sanierung, Modernisierung und den Ausbau von Strecken in Nordrhein-Westfalen. Auch 2018 liegt NRW damit bundesweit auf Platz zwei bei den Investitions- und Instandhaltungsaufwendungen für die Schieneninfrastruktur. Zusätzlich zu den Investitionen  von rund 600 Millionen Euro in die Schieneninfrastruktur gehen etwa 190 Millionen Euro (inklusive Mittel von Bund, Land und Kommunen) in den Erhalt und die Modernisierung der Bahnhöfe im Land. Etwa 16 Millionen Euro investiert DB Energie. Hinzu kommen Instandhaltungsaktivitäten in der Schieneninfrastruktur in Höhe von 260 Millionen Euro, bei der DB Station&Service AG rund 26 Millionen Euro und bei der DB Energie nochmals zwei Millionen Euro. Rund 200 Millionen Euro fließen 2018 in Aus- und Neubauprojekte in NRW.

Bettungs-Reinigungsmaschine der DB Bahnbau Gruppe im Einsatz auf der Schnellfahrstrecke Berlin – Hannover nahe Gardelegen

Die DB Netz verstärkt 2018 nochmals die Bündelung ihrer Baumaßnahmen auf mehreren Baukorridoren mit teils überregionalen bzw. bundesweiten Auswirkungen. Insgesamt sind in NRW mehr als 1.000 größere und zahlreiche kleine Baustellen geplant. Dabei werden u.a. rund 400 Weichen, 600 Kilometer Schiene und 19 Brücken erneuert. 340.000 Schwellen und rund 800.000 Tonnen Schotter werden ausgetauscht. Fünf elektronische Stellwerke sind derzeit in Realisierung.

Im Rahmen der seit 2016 gestarteten  Kampagne „#1von150: Moderne Bahnhöfe für NRW“ (www.1von150.de) werden bis 2023  insgesamt mehr als 150 Bahnhöfen mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro modernisiert. In 2018 starten die die Bauarbeiten für 54 Bahnhöfe.

Nordrhein-Westfalen hat heute ein Schienennetz mit einer Betriebslänge von etwa 4.700 Kilometern. Es gibt 698 Bahnhöfe in NRW. 87 Bahnhöfe wurden bereits im Rahmen der ersten Modernisierungsoffensive erneuert (ab 2004), 117 Bahnhöfe sind im Programm der Modernisierungsoffensive 2 (ab 2008) verankert, 35 sind für die Modernisierungsoffensive 3 (ab 2016) vorgesehen.

Köln Hbf

Für 71 Stationen gibt es zudem eine Planungsvereinbarung im Rahmen des Ausbaus für den Rhein-Ruhr-Express (RRX). Bei 37 Bahnhöfen wird in diesem Jahr mit dem Bau begonnen. Dazu kommen die vorbereitenden Arbeiten für das Großprojekt Duisburg Hbf. In Dortmund Hbf geht es in 2018 richtig los. Mit dem Baubeginn startet die umfangreiche Modernisierung der Verkehrsstation.

Bereits heute sind 99,3 Prozent der Stationen mit Wetterschutz ausgestattet, 73 Prozent aller Bahnhöfe sind stufenfrei, bis Ende 2019 werden es fast 80 Prozent der Bahnhöfe sein. Etwa 800 dynamische Schriftanzeiger informieren die Reisenden in NRW.

Im Juni letzten Jahres  wurde das neue  Empfangsgebäude in Münster Hbf eröffnet. Erstmals in NRW wurden hier als Pilotanlagen digitale Vitrinen installiert, die die üblichen Aushänge am Bahnhof ergänzen.

DB Services sorgt im Rahmen der Offensive "Zukunft Bahn" dafür, dass die rund 450 Fahrtreppen bzw. Aufzüge an den Bahnhöfen in NRW in den Ballungszentren zu 97 Prozent verfügbar sind. Wesentlicher Treiber hierfür ist das Projekt für den Ausbau der Digitalisierung im Anlagenmanagement, kurz „Adam“. Im Zuge des Projektes ließ DB Station&Service fast sämtliche Anlagen mit einem Kommunikationsbaustein zur Fernüberwachung ausstatten.

Die Winterdienstzentrale der DB Services betreut über 1,15 Millionen Quadratmeter in ganz NRW und im Norden Hessens. In der Saison 2017/18 wurde in bislang über 28.000 Einsätzen eine Fläche von ca. 27,2 Mio. Quadratmeter von Schnee und Eis befreit, dies entspricht der 274-fachen  Fläche der Insel Sylt.

Seitens DB Services wurden 35.000 m² Graffiti von den Gebäuden der Bahn entfernt, mehr als 100.000 m² Graffiti wurde in 2017 von den Zügen der DB entfernt. 

Aus- und Neubauprojekte in NRW

Die Großprojekte in NRW haben  Fahrt aufgenommen. Im März 2017 erfolgten die ersten Ausbaumaßnahmen für den RRX. In einem ersten Bauabschnitt wurde der Verlauf der Gleise im Bereich Köln-Mülheim so umgestaltet, dass die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur dem zukünftigen Bedarf gerecht wird.

Beim Ausbau der S 13 erfolgten in 2017 zunächst die Erneuerung der Oberleitungsanlage zwischen Menden und Vilich sowie erste Arbeiten an der Hilfsbrücke in Vilich, im Güterbahnhof Bonn-Beuel und Vorbereitungen an diversen Brücken.

Nachdem im Januar 2017 der offizielle Startschuss für die Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen gegeben wurde, ist der Abschluss der ersten Baumaßnahmen in Oberhausen und Emmerich für die zweite Jahreshälfte 2018 geplant. Die Erteilung des Baurechts für weitere Planfeststellungsabschnitte durch das Eisenbahn-Bundesamt wird im Laufe des Jahres erwartet. Nachdem im März 2017 eine gemeinsame Lösung zum ganzheitlichen Rettungskonzept erreicht wurde, haben Projektleitung und Anrainerkommunen die Löschwassergutachten diskutiert und die Ergebnisse abgestimmt. Diese werden anschließend in die laufenden Planfeststellungsverfahren eingearbeitet. Mit diesem ganzheitlichen Rettungskonzept wird die Löschwasserversorgung und Zuwegung entlang der Strecke geregelt.

Insgesamt werden in den kommenden fünf Jahren mehr als 900 Millionen Euro in Aus- und Neubauprojekte investiert.

In Duisburg treibt die Stadt mit dem Team Wedau, einer Kooperation der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW und DB Immobilien, die Planungen für den Bau von etwa 2.500 neuen Wohnungen auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Wedau weiter voran. Das ehemalige Ausbesserungswerk Wedau soll zum modernen Technologie- und Gewerbestandort entwickelt werden. Für eine direkte Anbindung an die Landeshauptstadt Düsseldorf hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr die Schienenverbindung über die Ratinger Weststrecke zur Aufnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan 2017 angemeldet.

Zukunft Bahn

Auch in NRW zeigen sich erste Ergebnisse des Konzernprogramms „Zukunft Bahn“. So konnte durch das Programm „PlanStart“ und den Einsatz von sogenannten „Knotenkoordinatoren“ die Abfahrtspünktlichkeit der Fernzüge um rund 30 Prozent gesteigert werden. 3.300 Weichen (Stand 1.1.2018) sind an das Weichendiagnosesystem „Diana“ angeschlossen, um präventiv drohende Störungen zu erkennen. Bis 2020 sollen 4.900 Weichen angeschlossen werden.

An 26 Fernbahnhöfen wurden 381 mehrzeilige Multizuganzeigen installiert, die über die nächsten drei Zugabfahrten informieren. An sieben Bahnhöfen wurden neue Wartebereiche mit USB-Anschlüssen und WLAN eingerichtet.

Neuer Wartebereich Köln Messe/Deutz

An 11 NRW-Bahnhöfen können Bahnkunden per WhatsApp Verunreinigungen melden, die umgehend beseitigt werden.

Die neue DB Information kommt 2018 auch nach NRW. Nachdem wesentliche Module des neu entwickelten Systems bereits in Münster und in Hamm eingesetzt wurden, wird die DB Information 4.0  in diesem Jahr im Kölner Hauptbahnhof installiert.

Zahlen Daten Fakten DB Deutsche Bahn NRW 2018

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