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Frankfurt am Main

Nach Felssturz im Mittelrheintal: Züge rollen ab dem 2. Mai wieder

Strecke zunächst eingleisig befahrbar • Ziel: so schnell wie möglich auch das zweite Gleis öffnen • Schutzwall sorgt zukünftig für zusätzliche Sicherheit

Die Deutsche Bahn (DB) öffnet nach dem Felssturz im Mittelrheintal das erste Gleis für den Verkehr. Damit können ab dem 2. Mai fast alle Güterzüge wieder über eine der beiden Rheinstrecken fahren. Im Nahverkehr sollen die Züge wieder mindestens im Stundentakt verkehren.

Nach den Sprengungen des noch lockeren Gesteins errichten Spezialist:innen nun einen sechs Meter hohen und mindestens 100 Meter langen Schutzwall. Dahinter sorgen Geolog:innen und Industriekletter:innen für zusätzliche Sicherheit: Sie setzen noch die restlichen 450 der insgesamt 620 Felsanker. Dafür müssen sie jeweils ein bis zu zwölf Meter tiefes Loch in das Gestein bohren. Danach bringen sie an den Ankern zusätzliche Netze auf insgesamt 2.100 Quadratmetern im Steilhang an. Die ersten 550 Quadratmeter sind davon schon geschafft. Das zweite Gleis dient bis zum Ende der Arbeiten zum Transport von Material, Maschinen und restlichem Geröll.

Dr. Volker Hentschel, Vorstand Anlagen- und Instandhaltungsmanagement
DB Netz AG: „Wenn wir den Hang gesichert haben, können die Züge wieder fahren. Unsere Spezial-Teams sind dafür rund um die Uhr im Einsatz. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich auch das zweite Gleis zu öffnen.“

Nach dem Felssturz am 15. März war die DB sofort mit eigenem Personal sowie Geolog:innen und Kletterer:innen vor Ort, hat Helikopter und tonnenschwere Bagger eingesetzt sowie mehr als zehn Sprengungen vorgenommen. Im Fokus stand dabei die Sicherheit und der möglichst schnelle Start des Verkehrs. Die Arbeiten wurden von Geolog:innen und dem Landesamt für Geologie und Bergbau begleitet.

„Mit dem Wall sorgen wir zusätzlich zu den Netzen und bestehenden Zäunen dauerhaft für einen sicheren Bahnverkehr. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden kümmern wir uns darum, dass sich das Bauwerk optimal ins Landschaftsbild einfügt“, sagt der beratende Geologe Dr. Jürgen Matthesius.

Nach vollständigem Abschluss der Arbeiten eröffnet die DB die Strecke dann auch wieder in beide Richtungen. Die angrenzende Bundesstraße wird ab Montag, 19. April, in der Zeit zwischen 5 und 19 Uhr wieder geöffnet. Die DB steht hier in engem Austausch mit den zuständigen Kommunen und dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz.