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Frankfurt am Main

Neue Gleise, Schwellen und Weichen für die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg: Deutsche Bahn investiert 114 Millionen Euro im Abschnitt Göttingen–Kassel

Arbeitspensum wird ab 24. April 2021 in 84 Tagen erledigt • Züge fahren über Umleitungen und sind bis zu 40 Minuten länger unterwegs

Damit künftig noch mehr Menschen und Transporte auf der umweltfreundlichen Schiene unterwegs sein können, investiert die DB Rekordsummen in ihr Streckennetz – so auch in die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg. Ab dem 24. April stehen zwischen Göttingen und Kassel die nächsten Arbeiten an. Bis zum 16. Juli tauscht die DB hier insgesamt 75 Kilometer Gleis, 72.000 Schwellen, 95.000 Tonnen Schotter und 48 Weichen aus. Die DB investiert 114 Millionen Euro und macht damit die Strecke wieder fit für die Zukunft. 

Auswirkungen auf den Zugverkehr

Für das Baupensum wird die Schnellfahrtrecke auf dem Abschnitt zwischen Göttingen und Kassel 84 Tage lang komplett gesperrt. Fernverkehrszüge werden über Eichenberg umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 40 Minuten. Züge in Richtung Hannover/Hamburg sowie Braunschweig/Berlin kommen nach der Umleitung in den Bahnhöfen nördlich von Kassel später an bzw. müssen dort in der Gegenrichtung nach Süden früher abfahren als sonst. Die veränderten Fahrzeiten sind in der Fahrplanauskunft bereits berücksichtigt.

Für den Nahverkehr ergeben sich während der Bauarbeiten ebenfalls Veränderungen. Alle RegionalExpress-Züge zwischen Halle, Erfurt und Kassel sowie zwischen Düsseldorf, Hagen und Kassel fahren zum Kasseler Hauptbahnhof statt nach Kassel Wilhelmshöhe, ebenso die RegionalBahnen von und nach Korbach. Auch auf den anderen RE-, RB- und auch den RegioTram-Linien nach Kassel kommt es zu geänderten Abfahrtzeiten, meist im Bereich bis 5 Minuten, teilweise jedoch auch bis zu 20 Minuten. Eine RegioTram im morgendlichen Schülerverkehr von Hümme nach Kassel muss ausfallen, dafür fährt die vorausfahrende RT mit mehr Sitzplätzen.

Nachhaltiges und kundenfreundliches Bauen

Die Arbeiten an der Strecke sind wegen der vier Brücken und sieben Tunnel äußerst anspruchsvoll. Um die Einschränkungen für die Reisenden auf ein Minimum zu reduzieren, bündelt die DB die Arbeiten gezielt und führt sie mit modernsten Bauverfahren durch. Auf diese Weise dauert die Sanierung der insgesamt 40 km langen Strecke nur rund zweieinhalb Monate.

Information der Reisenden

Über Fahrplanänderungen informiert die Bahn über zahlreiche Kanäle von der App DB Navigator über Max Maulwurf, Flyer, Aushänge und Plakate in den Bahnhöfen bis hin zu dem Buchungsportal bahn.de.

Erneuerung der DB-Schnellfahrstrecken

Mit den ersten Schnellfahrstrecken Hannover–Würzburg und Mannheim–Stuttgart begann 1991 eine neue Ära im Bahnverkehr. Nach 30 Jahren werden diese Strecken wieder fit für die Zukunft gemacht. Im Durchschnitt nutzen jährlich 15,5 Millionen Fahrgäste diese Fernverkehrsachse, rund 13,7 Millionen Bruttotonnen Güter werden hier pro Jahr transportiert. Hochgeschwindigkeitszüge fahren mit bis zu 280 km/h. Im letzten Jahr wurde die Strecke Mannheim–Stuttgart erfolgreich saniert und bereits 2019 war die Strecke Hannover–Göttingen an der Reihe.

Weitere Informationen unter:

www.deutschebahn.com/investitionen2021

https://www.deutschebahn.com/de/presse/suche_Medienpakete/Bauen_2018-1204514

https://inside.bahn.de/grossbaustellen/#4