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Neues Netz für Deutschland: 1,71 Milliarden Euro für Schienennetz und Bahnhöfe in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen

DB-Vorstand Ronald Pofalla: Rekordsumme für in ein leistungsfähiges modernes Schienennetz, attraktive Bahnhöfe und die Digitale Schiene Deutschland

Mit Rekordinvestitionen und einem neuen Arbeitsprogramm macht die DB die Schieneninfrastruktur weiter fit. „Wir bauen ein neues Netz für Deutschland und legen den Grundstein für den Deutschlandtakt“, sagt der DB-Infrastruktur-Chef Ronald Pofalla. „Die Schiene ist das Herzstück der Klimawende. Deshalb investieren wir so viel wie noch nie und erhöhen das Tempo für die Sanierung und mehr Kapazität im Schienennetz“, so Pofalla weiter. Rund 12,7 Milliarden Euro von DB, Bund und Ländern fließen in diesem Jahr in die Eisenbahninfrastruktur (12,2 Milliarden Euro in 2020). Das ist die höchste Summe, die jemals innerhalb eines Jahres für Modernisierung, Instandhaltung sowie Neu- und Ausbau des Schienennetzes und attraktivere Bahnhöfe vorgesehen ist.

Die Auswirkungen der Investitionen auf die Fahrgäste werden durch bessere Planung und zusätzliche Bauinfrastruktur noch geringer. Die Störungen im Netz sind heute auf dem niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Wichtigster Grund: die vorausschauende Instandhaltung, mit der Fehler frühzeitig erkannt und behoben werden können.


Rund 680 Millionen Euro stehen 2021 für die Infrastruktur in Hamburg und Schleswig-Holstein zur Verfügung. Hinzu kommen weitere Gelder für die Instandhaltung. Rund 60 Kilometer Gleise und 80 Weichen packt die DB in diesem Jahr mit der Rekordsumme an. Außerdem modernisiert die Deutsche Bahn für Reisende und Besucher*innen in den beiden Bundesländern 36 Haltestellen und Bahnhöfe und baut sie barrierefrei aus.

                                  












Übersicht ausgewählter Projekte im Detail:




Auf folgenden Strecken werden Gleise und Weichen modernisiert:

Strecke Hamburg–Neumünster
Vom 31. Mai bis 16. Juni sowie vom 6. bis 11. Oktober zwischen Elmshorn und Dauenhof rund sechs Kilometer Gleise und Untergrundertüchtigung in mehreren Abschnitten auf 2,7 Kilometern.

Strecke Hamburg–Büchen
Vom 10. September bis 19. Oktober sieben Kilometer Gleise und vier Weichen zwischen Hamburg und Büchen.
Daneben wird im Bereich der S-Bahnstation Rothenburgsort und der Eisenbahnbrücke „Billhorner Deich“ eine rund 400 Meter lange Schallschutzwand errichtet.

Marschbahn – Strecke Hamburg–Westerland (Sylt)
Die Investitionsoffensive auf der Marschbahn geht weiter.

In diesem Jahr werden rund 50 Kilometer Gleise und 5 Weichen erneuert:

Vom 1. März bis 30. April zwischen Lindholm und Westerland
Vom 3. bis 14. Mai zwischen Meldorf und Hemmingstedt
Vom 20. August bis 16. September zwischen Itzehoe und Wilster
Vom 17. bis 29. September im Bahnhof Bredstedt,
Vom 8. Oktober bis 9. November zwischen Husum und Stedesand
Vom 9. November bis 2. Dezember von Burg bis Michaelisdonn sowie
von 2. bis 11. Dezember im Bahnhof Elmshorn.

Der Bahnübergang (BÜ) „Schwarzer Dorn“ zwischen Itzehoe und Glückstadt wird erneuert. Hierfür wird das Richtungsgleis Itzehoe–Glückstadt vom 25. bis 27. September gesperrt.

Eiderbrücke zwischen Heide und Husum
Ganzjährige Sanierungsarbeiten an der Brücke.

Für die Arbeiten auf der Marschbahn sind keine durchgehenden Totalsperrungen geplant. Alle Baumaßnahmen sind auf die Urlaubszeiten und damit einhergehend auf die An- und Abreisezeiten von und zur Insel Sylt abgestimmt.

Brückenarbeiten

In Hamburg hat im September 2015 die Erneuerung von zwei Eisenbahnbrücken am Berliner Tor begonnen. Dort kreuzen die Fernbahnstrecke Hamburg–Berlin und die S-Bahnstrecke Hamburg Hbf–Aumühle die Strecke Hamburg–Lübeck sowie die Gleise der S-Bahnstrecke Hamburg Hbf–Poppenbüttel.

In diesem Jahr werden die Arbeiten zur Erneuerung des eingleisigen Kreuzungswerkes für das S-Bahngleis Aumühle–Hamburg Hbf fortgesetzt. Derzeit wird eine neue provisorische Fußgängerbrücke zum Personensteg errichtet. Der Einschub des neuen Überbaus ist für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant.

Die Gesamtbaumaßnahmen sollen nach derzeitiger Planung bis Ende 2023 beendet sein.

Die Eisenbahnbrücken „Zollkanal“ „und Harburger Chaussee“ am S-Bahnhof Veddel
Beide Brücken sollen bis 2024 erneuert werden. Vorbereitende Arbeiten finden ab März statt.

Eisenbahnbrücken „Ferdinandstor“ und „An der Alster“
Beide Brücken sollen bis Ende 2025 erneuert werden. Vorbereitende Arbeiten finden bereits statt.

Die Instandhaltung der Fehmarnsundbrücke wird fortgesetzt. Die Brücke erhält weiteren Korrosionsschutz, die Betonpfeiler werden saniert und die Stahlseile können ab 2022 ausgetauscht werden. Alle 80 Seile sollen erneuert werden. 

Bei der Schienenanbindung der festen Fehmarnbeltquerung (FBQ) tauscht die DB ab Ende des Jahres neue gegen alte Signaltechnik. Dies sind die ersten baulichen Maßnahmen des Projektes.

Eisenbahnüberführung „Rude“ bei Flensburg
Die Deutsche Bahn erneuert seit Sommer letzten Jahres die Eisenbahnüberführung über die Bundesstraße 200 auf dem eingleisigen Streckabschnitt zwischen Flensburg und Padborg. Die Inbetriebnahme ist für Ende März geplant.

Eisenbahnüberführung „Bleckeder Landstraße“
Ende März werden fünf Hilfsbrücken eingebaut. Die Erneuerung des Brückenbauwerks ist dann für die Jahre 2024/25 geplant.

Weitere Projekte

Neue S-Bahnlinie S4
Die Bauvorbereitungen im Abschnitt 1 zwischen Hasselbrook und Wandsbek laufen. Der Baustart ist für das Frühjahr vorgesehen. Die S4 (Ost) erhält zwei neue Gleise, Lärmschutzwände und es werden neue Haltestellen gebaut.

Zahlreiche Bahnübergänge werden beseitigt oder durch Eisenbahn- und Straßenüberführungen ersetzt. Es ist vorgesehen, 32 Eisenbahnüberführungen sowie sechs Straßen- und Fußgängerüberführungen umzubauen.

In Hamburg entstehen vier neue Stationen: Claudiusstraße, Bovestraße, Holstenhofweg und Am Pulverhof. In Schleswig-Holstein wird die Station Ahrensburg-West als zusätzlicher Haltepunkt gebaut. Sieben Stationen in Hamburg und im Kreis Stormarn werden ausgebaut.

Schallschutzmaßnahmen

Auch Schallschutzmaßnahmen werden weiter vorangetrieben. In diesem Jahr werden in folgenden Bereichen Schallschutzwände erreichtet:

In Neumünster ab Ende Juni mit einer Gesamtlänge von rund 3,2 Kilometer.

Strecke Schleswig–Flensburg:
In Schleswig im 3. Quartal, Gesamtlänge rund 890 Meter
In Eggebek im 4. Quartal, Gesamtlänge rund 680 Meter
In Tarp im 3. und 4.Quartal, Gesamtlänge rund 920 Meter
In Oeversee im 4. Quartal, Gesamtlänge rund 700 Meter

Strecke Hamburg–Büchen:
Schwarzenbek, 3. und 4. Quartal, Gesamtlänge rund 865 Meter.

Auch in Bahnhöfe wird weiter investiert.

Am Bahnhof Lübeck Hauptbahnhof wird in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde die Nordfassade des Ostflügels saniert. Die Arbeiten sollen im Frühjahr abgeschlossen sein.

Die Modernisierung des Bahnhofs Pinneberg hat im Oktober 2018 begonnen. Zu der Runderneuerung, die das Land Schleswig-Holstein, die Stadt Pinneberg, die NAH.SH und die DB AG gemeinsam entwickelt haben, gehören der Bau eines neuen, breiten Fußgängertunnels an zentraler Stelle, die barrierefreie Erschließung aller Bahnsteige mit Aufzügen, der Neubau der Bahnsteige, der Bau eines Bahnsteigdachs, der Bau eines taktilen Leitsystems für die gesamten Bahnsteiganlagen sowie neue Fahrgastinformationsanlagen. Die Fertigstellung der Verkehrsstation ist für Spätsommer 2021 geplant.

Im Anschluss an die Arbeiten an den Bahnsteiganlagen wird das denkmalgeschützte Bestandsempfangsgebäude saniert und umgebaut. Hierbei bleibt die denkmalgeschützte Fassade erhalten und wird optisch aufgewertet. Das Gebäude wird einen Wartebereich, eine öffentliche WC-Anlage sowie einen Foodbereich enthalten. Es entsteht außerdem ein neuer Servicepavillon in dem sich das Reisezentrum, die Bahnhofsbuchhandlung sowie eine Bäckereifläche befinden wird. Architektonisch orientiert sich der Pavillon an den Zugangsüberdachungen der neu erstellten Personenunterführung, um ein harmonisches Gesamterscheinungsbild zu erhalten. Der Zugang zu den Gebäuden wird barrierefrei hergestellt. Das Bahnhofsumfeld erhält ebenso eine Erneuerung und Aufwertung, um ein ganzheitliches attraktives Umfeld zu schaffen. Insgesamt kostet das Maßnahmenpaket rund um den Pinneberger Bahnhof etwa 33 Millionen Euro. Der Baubeginn des Empfangsgebäudes ist für die erste Jahreshälfte 2022 geplant.

Seit Anfang 2017 werden die Hamburger S-Bahn-Tunnelstationen modernisiert. Wände, Bahnsteige und Zwischenebenen werden neugestaltet und erhalten somit ein attraktives und helles Erscheinungsbild. Die wesentlichen Maßnahmen sollen Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Auch in diesem Jahr sollen an diesen Stationen Arbeiten stattfinden: Königstraße, Reeperbahn, Landungsbrücken, Hauptbahnhof, Harburg, Harburg-Rathaus und Heimfeld.

Im Hamburger Hbf wird der Bahnsteig Gleis 13/14 erneuet. Hierfür sind Sperrungen des Bahnsteigs notwendig: vom 2. bis 4. April und in den Sommerferien vom 16. Juli bis 13. August.

Ostern wird der gesamte Bahnsteig gesperrt. Die Bahnsteigbrücke, welche über die ehemalige Personenunterführung und den U-Bahntunnel spannt, wird ausgetauscht.

In den Sommerferien wird der gesamte Bahnsteig mit den Bahnsteigkanten und dem Bahnsteigbelag erneuert.

Die Planungen für die zusätzlichen Bahnsteigzugänge von der Steintorbrücke laufen weiter. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich im Sommer beginnen und bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

In Hamburg wird seit letztem Sommer die neue S-Bahnstation Ottensen gebaut. Der Hauptzugang ist mit einer Treppe und barrierefrei mit einem Aufzug vorgesehen. Zusätzlich wird ein zweiter Zugang als Fußgängerbrücke gebaut. Der Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen wird einen stufenfreien Ein- und Ausstieg in die Züge ermöglichen. Zudem erhält er eine moderne Ausstattung mit Sitzbänken, Informationsvitrinen, Ticketautomaten, Beleuchtung sowie Wege- und Blindenleitsystem. Vom Zugang Ost aus wird auf dem Bahnsteig ein 70 Meter langes Bahnsteigdach errichtet. Zusätzlich wird es weitere Wetterschutzhäuser für Fahrgäste geben. Voraussichtlich im Dezember 2021 werden alle Bauarbeiten beendet sein.

Am neuen Fern- und Regionalbahnhof Hamburg-Altona werden seit Oktober vergangenen Jahres die bauvorbereitenden Maßnahmen umgesetzt. Der bestehende Kopfbahnhof wird durch einen leistungsfähigeren neuen Durchgangsbahnhof im Bereich der heutigen S-Bahn-Station Diebsteich ersetzt. Der offizielle Spatenstich soll im Juni erfolgen.

Auch die Autoreisezuganlage zieht um. Sie wird an das ICE-Werk in Hamburg-Eidelstedt verlegt. Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs und der Autoreisezuganlage ist für 2027 geplant.

      

Sperrungen in den fahrgastschwächeren Ferienzeiten gebündelt

Investitionen im Hamburger S-Bahn-Netz laufen auch in diesem Jahr weiter. Damit möglichst wenige Fahrgäste von den notwendigen Sperrungen betroffen sind, werden längere Bauarbeiten wie üblich in den Ferienzeiten gebündelt. Die umfangreichsten Baustellen im Hamburger S-Bahn-Netz im Überblick:

Während der Osterferien in Schleswig-Holstein und Niedersachen werden Gleise und Weichen zwischen Pinneberg und Elbgaustraße erneuert. Von Dienstag, 6. bis Sonntag, 11. April fahren auf diesem Abschnitt Busse statt S-Bahnen.

In den Hamburger Himmelfahrtsferien wird weiter am zukünftigen Bahnhof Ottensen gebaut. Von Samstag, 8. bis Sonntag, 16. Mai fahren zwischen Othmarschen und Altona Busse statt S-Bahnen.

Wegen Lärmschutzarbeiten fährt im gleichen Zeitraum die S21 zwischen Billwerder-Moorfleet und Aumühle nur alle 30 Minuten. Zusätzlich werden Busse eingesetzt.

In den Sommerferien werden gleichzeitig sowohl die Bahnsteige an der Station Holstenstraße, die Gleise an der Station Sternschanze und Weichen an der Station Elbgaustraße erneuert. In der Woche von Montag, 28. Juni bis Freitag, 2. Juli sowie von Montag, 5. bis Freitag, 9. Juli fahren zwischen Altona und Sternschanze Busse statt S-Bahnen. An den Wochenenden zwischen den beiden Bauwochen und am Ende wird die Sperrung jeweils bis zum Hauptbahnhof verlängert.

Außerdem werden die Gleis- und Brückenarbeiten zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel fortgesetzt. Von Donnerstag, 24. Juni bis Donnerstag, 15. Juli fahren hier Busse statt Bahnen.

Ebenfalls während der Sommerferien werden zwischen Berliner Tor und Barmbek Vorarbeiten für die S4 durchgeführt. Gleichzeitig finden am Berliner Tor Arbeiten zur Erneuerung eines Brückenbauwerkes statt. Von Montag, 19. Juli bis Mittwoch,
4. August fahren zwischen Berliner Tor und Barmbek Busse statt S-Bahnen.

Während der Herbstferien in Hamburg und Schleswig-Holstein werden die Vorarbeiten am Berliner Tor für die S4 fortgesetzt und ein Weichentrapez in Hasselbrook eingebaut. Von Montag, 4. bis Sonntag, 17. Oktober fahren zwischen Berliner Tor und Hasselbrook Busse statt S-Bahnen. An den Wochenenden zwischen den beiden Bauwochen und am Ende wird die Sperrung bis Barmbek verlängert.

Investitionen im Hamburger S-Bahn-Netz laufen auch in diesem Jahr weiter. Damit möglichst wenige Fahrgäste von den notwendigen Sperrungen betroffen sind, werden längere Bauarbeiten wie üblich in den Ferienzeiten gebündelt. Die umfangreichsten Baustellen im Hamburger S-Bahn-Netz im Überblick:

In den Hamburger Frühjahrsferien werden die Hintergleiswände der Bahnhöfe Reeperbahn und Königsstraße saniert sowie mit den Fliesenarbeiten an den Aufgängen begonnen. In Königstraße werden Stützenverkleidungen auf dem Bahnsteig eingebaut. Von Samstag, 27. Februar. bis Sonntag 14. März wird die Strecke zwischen Landungsbrücken und Altona gesperrt.

Außerdem werden in dieser Zeit Gleise und Brücken zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel erneuert. Von Samstag, 27. Februar bis Sonntag, 14. März fahren auf diesem Abschnitt Busse statt Bahnen.

Während der Osterferien in Schleswig-Holstein und Niedersachen werden Gleise und Weichen zwischen Pinneberg und Elbgaustraße erneuert. Von Dienstag, 6. bis Sonntag, 11. April fahren auf diesem Abschnitt Busse statt S-Bahnen.

In den Hamburger Himmelfahrtsferien wird weiter am zukünftigen Bahnhof Ottensen gebaut. Von Samstag, 8. bis Sonntag, 16. Mai fahren zwischen Othmarschen und Altona Busse statt S-Bahnen.

Wegen Lärmschutzarbeiten fährt im gleichen Zeitraum die S21 zwischen Billwerder-Moorfleet und Aumühle nur alle 30 Minuten. Zusätzlich werden Busse eingesetzt.

In den Sommerferien werden gleichzeitig sowohl die Bahnsteige an der Station Holstenstraße, die Gleise an der Station Sternschanze und Weichen an der Station Elbgaustraße erneuert. In der Woche von Montag, 28. Juni bis Freitag, 2. Juli sowie von Montag, 5. bis Freitag, 9. Juli fahren zwischen Altona und Sternschanze Busse statt S-Bahnen. An den Wochenenden zwischen den beiden Bauwochen und am Ende wird die Sperrung jeweils bis zum Hauptbahnhof verlängert.

Außerdem werden die Gleis- und Brückenarbeiten zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel fortgesetzt. Von Donnerstag, 24. Juni bis Donnerstag, 15. Juli fahren hier Busse statt Bahnen.

Ebenfalls während der Sommerferien werden zwischen Berliner Tor und Barmbek Vorarbeiten für die S4 durchgeführt. Gleichzeitig finden am Berliner Tor Arbeiten zur Erneuerung eines Brückenbauwerkes statt. Von Montag, 19. Juli bis Mittwoch,
4. August fahren zwischen Berliner Tor und Barmbek Busse statt S-Bahnen.

Während der Herbstferien in Hamburg und Schleswig-Holstein werden die Vorarbeiten am Berliner Tor für die S4 fortgesetzt und ein Weichentrapez in Hasselbrook eingebaut. Von Montag, 4. bis Sonntag, 17. Oktober fahren zwischen Berliner Tor und Hasselbrook Busse statt S-Bahnen. An den Wochenenden zwischen den beiden Bauwochen und am Ende wird die Sperrung bis Barmbek verlängert.


Ausführliche Infos zum Fahrplan gibt es unter www.s-bahn.hamburg, auf Twitter sowie der Telefonnummer 040/19 449 (Infos-Fahrpläne-Service) und beim Kundendialog der S-Bahn unter 040/3918-4385.

Rund 1,03 Milliarden Euro stehen 2021 für die Infrastruktur in Bremen und Niedersachsen zur Verfügung. Hinzu kommen weitere Gelder für die Instandhaltung. 200 Kilometer Gleise, 180 Weichen und 10 Eisenbahnbrücken packt die DB in diesem Jahr mit der Rekordsumme an. Außerdem modernisiert die Deutsche Bahn für Reisende und Besucher*innen in den beiden Bundesländern 60 Haltestellen und Bahnhöfe und baut sie barrierefrei aus.

                               












Übersicht ausgewählter Projekte im Detail:




Auf folgenden Strecken werden die Gleise und Weichen modernisiert:

Strecke Oldenbüttel–Bremerhaven-Lehe
Vom 7. Januar bis 15. Mai rund 8,5 Kilometer Gleise zwischen Oldenbüttel und
Bremerhaven-Lehe.

Strecke Hamburg–Hannover
Vom 19. Februar bis 26. April rund 21 Kilometer Gleise und zehn Weichen zwischen Lüneburg und Celle.
Vom 20. März bis 1. Mai knapp 26,6 Kilometer Gleise in verschiedenen Abschnitten zwischen Hamburg-Harburg und Eschede. Gleichzeitig finden Arbeiten an der Oberleitung statt.
Vom 20. Juli bis 12. August 3,5 Kilometer Gleise zwischen Hamburg Hbf und Hamburg-Harburg
Im Bahnhof Hamburg Hbf vom 5. April bis 19. April sechs Weichen
Im Bahnhof Hamburg-Harburg vom 13. August bis 1. September drei Weichen und das Gleis 3.

Strecke Hannover–Elze
In Sarstedt wird der Bahnübergang (BÜ) „Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße“ durch eine Eisenbahnbrücke ersetzt. Die Hauptarbeiten finden vom 23. März bis
15. November statt. Die Straßenarbeiten sollen im Frühjahr 2022 beendet sein. Abschließend wird der Bahnübergang zurück gebaut.

Strecke Brake (Unterweser)–Nordenham
Vom 6. April bis 17. Mai rund 8,3 Kilometer Gleise und 10 Weichen zwischen Brake (Unterweser) und Nordenham.

Strecke Oldenburg–Osnabrück
Vom 24. Mai bis 27. Juni rund 16,8 Kilometer Gleise und zwei Weichen zwischen Cloppenburg und Bersenbrück.

Strecke Nienburg–Verden
Vom 1. Juni bis 16. Juli rund 5,2 Kilometer Gleise zwischen Dörverden und Verden sowie zwei Weichen im Bahnhof Nienburg.

Strecke Hannover–Lehrte
Vom 19. Juli bis 15. September rund 600 Meter Gleise und 12 Weichen in Hannover Hauptbahnhof.

Rund fünf Kilometer Gleise zwischen Hannover Hbf und Karl-Wiechert-Allee.

Rund 1,9 Kilometer Gleise in Hannover Pferdeturm.

Strecke Bennemühlen–Walsrode
Vom 19. Juli bis 20. August rund 10,9 Kilometer Gleise zwischen Schwarmstedt und Walsrode.

Strecke Delmenhorst–Hude
Vom 7. August bis 6. September rund sieben Kilometer Gleise sowie Kabelarbeiten zwischen Delmenhorst und Bookholzberg.

In Rehren vom 17. bis 24. September ein Gleis.

Strecke Leer–Emden
Vom 2. September bis 26. November rund 7,8 Kilometer Gleise sowie acht Weichen zwischen Leer und Emden Außenhafen.

Vom 26. November bis 11. Dezember ein Gleis in Oldersum.
Außerdem wird die Eisenbahnbrücke „Oldersumer Maar“ erneuert.

Strecke Salzbergen–Ibbenbüren
Vom 6. bis 20. November rund sechs Kilometer Gleise zwischen Salzbergen und Rheine.
Außerdem wird der Bahnübergang „Hörstkamp“ in Rheine durch eine Eisenbahnüberführung ersetzt. Die Inbetriebnahme ist für Dezember geplant.

Weddeler Schleife
Mit den ersten bauvorbereitenden Maßnahmen, wie z.B. Grünschnitt, soll in diesem Frühjahr begonnen werden. Zudem werden Baustellenflächen und -straßen eingerichtet sowie anschließend erste Arbeiten an Signalen vorgenommen. Zudem ist auch eine Hangsanierung auf der Strecke für Sommer geplant. Die Hauptarbeiten beginnen am 29. Oktober. Hierfür wird die Strecke von Braunschweig nach Wolfsburg für sechs Wochen komplett gesperrt. In diesem Zeitraum erfolgen Gleisbauarbeiten zwischen Weddel und Lehre. Außerdem werden Fundamente und Masten für die Oberleitungsanlage sowie die Leit- und Sicherungstechnik errichtet. Zusätzlich werden mehrere Eisenbahn- und Straßenbrücken abgebrochen oder teilweise zurückgebaut sowie Hilfsbrücken installiert. Weitere Streckensperrungen erfolgen in den kommenden beiden Jahren. Die Inbetriebnahme der zweigleisigen Strecke ist für Dezember 2023 geplant.

Schnellfahrstrecke Göttingen–Kassel
Die Sanierung der Schnellfahrstrecken der DB wird fortgesetzt. Ab 24. April stehen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Würzburg die nächsten Arbeiten an. Bis zum 16. Juli modernisiert die Bahn zwischen Göttingen und Kassel insgesamt 75 Kilometer Gleis, 72.000 Schwellen, 95.000 Tonnen Schotter und 48 Weichen. Die DB investiert hier 114 Millionen Euro und macht damit die Strecke fit für die Zukunft.

Ausbau der Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven
Ende Februar 2020 begannen die Hauptbaumaßnahmen auf dem Streckenabschnitt Oldenburg–Rastede-Neusüdende. Die gesamte Strecke wird umfassend modernisiert und elektrifiziert sowie Schallschutzanlagen installiert. In diesem Jahr beginnen die Hauptbauarbeiten zur Aufhebung des Bahnübergangs (BÜ) Alexanderstraße in Oldenburg. Der bestehende BÜ wird durch eine neue Eisenbahnüberführung ersetzt.

Die Arbeiten zur Bahnverlegung Sande mit dem Neubau einer rund 4,7 Kilometer langen zweigleisigen Trasse verlaufen planmäßig. In diesem Jahr startet der Gleisbau, und es wird weiter an den neuen Straßenüberführungen gearbeitet. Mit speziellen Bauverfahren ertüchtigt die DB den Boden vor Ort. Dazu gehört zum Beispiel der Bau eines unterirdischen Brückenbauwerkes, das eine stabile Grundlage für den zukünftigen Schienenverkehr schafft.

Im Bahnhof Varel wurde im Oktober 2020 eine provisorische Fußgängerbrücke installiert. Der Umbau der Bahnsteigbrücke begann Mitte Januar 2021. Die Inbetriebnahme der barrierefreien Neukonstruktion ist für Dezember 2021 geplant.

Der Bahnhof Sande erhält neue Weichen im Nordkopf. Diese werden im Rahmen der Vollsperrung der Strecke Sande–Wilhelmshaven im März eingebaut. In dieser Zeit kann das Tunnelbauwerk für die Personenunterführung am Bahnübergang Deichstraße im Rohbau fertiggestellt werden. Nach der Außerbetriebnahme des bauzeitlichen Umfahrungsgleises beginnt die DB mit dem Bau der beiden Rampenbereiche.

Im Abschnitt Weißer Floh-Ölweiche steht die Elektrifizierung der vorhandenen Strecke im Fokus. In Sengwarden soll in diesem Zusammenhang ein so genanntes Galeriebauwerk entstehen. Das rund 2,3 Kilometer lange tunnelähnliche Bauwerk mit einer offenen Seite schirmt die Bahnstrecke und ihre elektrischen Anlagen ab und vermeidet so eine Störung des Funkempfangs der Marine. Parallel entsteht vor dem Abzweig Richtung JadeWeserPort und dem Industriegebiet in Wilhelmshaven Nord auf einer Länge von rund 900 Metern ein Überholgleis mit zwei Weichen. Die Genehmigung für diesen Abschnitt wird im Frühjahr erwartet, sodass die Bauarbeiten in der zweiten Jahreshälfte starten können.

Die Gesamtinbetriebnahme der elektrifizierten Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven ist für Ende 2022 vorgesehen.


Weitere Projekte

Neues elektronisches Stellwerk (ESTW) in Osnabrück
Derzeit wird ein neues elektronisches Stellwerk (ESTW) in Osnabrück gebaut. Das neue ESTW steuert künftig den 63 Kilometer langen Abschnitt Natrup-Hagen–Lembruch auf der Strecke Münster–Bremen sowie den 35 Kilometer langen Abschnitt Wissingen–Velpe auf der Strecke Löhne–Rheine. Die neue Technik ersetzt 16 alte Stellwerke, von denen die beiden ältesten aus dem Jahr 1950 stammen. Das neue Stellwerk ist eines der größten in Deutschland.

Seine Bedienung erfolgt aus der neuen Fahrdienstleiterzentrale in Osnabrück. Die Inbetriebnahme des ESTW verläuft aufgrund der Komplexität und der Größe des Stellwerkes in sechs Schritten. Im letzten Jahr wurde mit dem dritten Abschnitt die Technik zwischen Bohmte und Diepholz in Betrieb genommen.

Die Arbeiten begannen bereits im Mai 2016, die Inbetriebnahme des Eisenbahnknotens Osnabrück ist für Ende 2022 geplant. Die letzte Umstellung auf elektronische Technik erfolgt voraussichtlich Ende 2024 im Abschnitt Eversburg-Velpe.

In diesem Zusammenhang finden in verschiedenen Bereichen und Zeiträumen Arbeiten an Weichen, Gleisen und Brücken sowie an der Leit- und Sicherungstechnik statt. Dafür sind zeitweilig Gleissperrungen notwendig.

Neues Elektronisches Stellwerk Kreiensen (Bereich Elze)
Im Zuge des Projekts „ESTW Kreiensen 2. Baustufe“, werden die bisherigen Stellwerke in Rethen (Leine), Sarstedt, Barnten, Nordstemmen, Elze (Han) und Voldagsen durch neue Elektronische Stellwerke (ESTW) ersetzt.

Um die neuen Stellwerke 2024 in Betrieb zunehmen, sind vorbereitende Maßnahmen erforderlich. So werden neue Kabelkanälen hergestellt und die Sicherungstechnik erneuert. Diese Arbeiten erfolgen vom 24. März bis 12. Juli. Bedient und überwacht wird der Stellbereich künftig aus der Betriebszentrale in Hannover.

Brückenarbeiten

An der Friesenbrücke beginnen in diesem Jahr die Rückbauarbeiten.

An der Eisenbahnüberführung (EÜ) „Bleckeder Landstraße“ werden Ende März fünf Hilfsbrücken eingebaut. Die Erneuerung des Brückenbauwerks ist dann für die Jahre 2024/25 geplant.

Für die Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die „Cherbourger Straße“ in Bremerhaven wird der westliche Brückenteil ab Ende Mai 2021 erneuert. Hierfür ist eine Bauzeit von rund von sechs Monaten geplant. Der östliche Brückenteil soll ab Februar 2022 erneuert werden.

Für die Erneuerung der Eisenbahnbrücke „Seebaldsbrücker Heerstraße“ in Bremen erfolgen erste vorbereitende Arbeiten ab Anfang Mai.


Schallschutzmaßnahmen
Auch Schallschutzmaßnahmen werden weiter vorangetrieben. In diesem Jahr werden in folgenden Bereichen Schallschutzwände errichtet:

In Loxstedt vom 6. Januar bis 9. April, Gesamtlänge rund 3,2 Kilometer

In Bissendorf vom 27. Februar bis 29. März, Gesamtlänge rund 2,3 Kilometer

In Laatzen-Gleidingen vom 10. bis 28. Mai, Gesamtlänge rund 1,6 Kilometer

In Hude vom 14. Mai bis 30. August, Gesamtlänge rund 1,8 Kilometer

In Springe vom 19. November bis 11. Dezember, rund 3,2 Kilometer


Auch in Bahnhöfe wird weiter investiert.

Der Hauptbahnhof Hannover wird umgebaut und modernisiert. Die gesamten Bahnsteige und deren Überdachung einschließlich der Aufbauten und Entwässerung werden erneuert.

Dafür werden insgesamt fünf Gleisbrücken, eine Bahnsteigbrücke und ein unter den Gleisen verlaufendes Gewölbe erneuert. 52 weitere Gleis- bzw. Bahnsteigbrücken werden saniert.

Darüber hinaus erfolgt die Modernisierung der Beleuchtung, Warteräume, Aufzüge und Fahrtreppen an allen Bahnsteigen. Neue Blindenleitstreifen und zusätzliche Fahrgastinformationsanlagen werden installiert.

In diesem Jahr stehen im August und September neben Kabeltiefbauarbeiten auch Unterhaltungsmaßnahmen an Brückenauflagern im Bereich der Gleise
12 und 13 an.

Die vorbereitenden Arbeiten für den Umbau der Verkehrsstation begannen im Juli 2019. Die Gesamtmaßnahme soll bis 2033 abgeschlossen sein.

Der Hauptbahnhof Braunschweig wird derzeit im Rahmen des Investitionsprogramms „Niedersachsen ist am Zug! III (NiaZ3)“ modernisiert. Die Bahnsteige 5/6 sowie 7/8 erhalten einen neue Bahnsteigbeläge, Sitzmöbel, Beleuchtung und Lautsprecher sowie ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte

Auch die geschlossenen Aufenthaltsbereiche und Pavillons erhalten ein neues Interieur. Das komfortable Mobiliar verfügt über USB-Anschlüsse. Rund neun Millionen Euro werden in den zweiten Umbauabschnitt, der im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein soll, investiert.

Der Bahnhof Osnabrück wird seit 2017 sukzessive modernisiert. Anfang 2019 wurden in der Halle die Fliesen erneuert.

Die Arbeiten an der Personenunterführung (Boden, Wand, Decke) mit den Treppenaufgängen begannen im Sommer 2019. Die Arbeiten am Bodenbelag einschließlich Blindenleitsystem sowie die Treppenaufgänge sind fast abgeschlossen. Die Arbeiten an den Wänden sollen in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die Sanierung des Vordachs ist bereits abgeschlossen.

Auch kleinere Stationen werden in diesem Jahr saniert:
Augustfehn, Braunschweig-Gliesmarode, Varel und Visselhövede aus dem Programm Niedersachsen ist am Zug III (NiaZ3), sowie Heidkrug, Langelsheim,
Lengede-Broistedt und Meinersen aus dem Zukunftsinvestitionsprojekt des Bundes (ZIP).




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Aktuelle Bau- und Fahrplanauskünfte für Reisende stellt die DB im DB Navigator, den Streckenagenten-Apps des Nahverkehrs sowie unter https://inside.bahn.de/ bereit.