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Hamburg

Fahrgäste erleben in Hamburg weltweit erste automatische S-Bahnen

Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Bahn, Siemens und Hamburg fährt im Hamburger S-Bahn-Netz • Größeres Zugangebot, mehr Pünktlichkeit und höhere Energieeffizienz möglich • Großer Schritt zum Hamburg-Takt

Die Digitale S-Bahn Hamburg ist seit heute regulär im Hamburger Netz im Einsatz. Fahrgäste der S-Bahn Hamburg erleben die automatische Fahrt in vier Zügen der Linie S2 auf dem Abschnitt zwischen Berliner Tor und Bergedorf. Die Lokführer:innen bleiben weiter an Bord und überwachen den Zug. Das Rangieren, zum Beispiel die Zugwende, geschieht ohne Personal.

Kay Arnecke, Geschäftsführer S-Bahn Hamburg: „Die Digitale S-Bahn Hamburg fährt jetzt unsere Fahrgäste, das ist ein Epochenwechsel. Mit der Technik können wir bis zu 30 Prozent mehr Züge einsetzen, ohne einen Meter Gleis neu zu bauen. Dazu macht die digitale Steuerung die S-Bahn zuverlässiger und noch energieeffizienter. Hamburg ist damit Vorreiter der Digitalen Schiene Deutschland.“ 

Die Deutsche Bahn und Siemens hatten die Digitale S-Bahn, den weltweit ersten allein fahrenden Zug im Eisenbahnverkehr, gemeinsam mit der Stadt Hamburg zum ITS-Kongress vorgestellt. Die Partner haben 60 Millionen Euro in die Digitale S-Bahn Hamburg investiert, die Teil des DB-Programms Digitale Schiene Deutschland ist.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Die Digitale S‑Bahn ist ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende. Als erstes Bundesland setzt Hamburg die neue Technik im Regelbetrieb ein – ein großer Schritt in Richtung Hamburg-Takt sowie einer klimagerechten Mobilität. Hamburg ist damit Vorreiter bei der Digitalisierung des Verkehrs in Deutschland. Dichtere Taktung bedeutet für die Fahrgäste ein verbessertes Angebot, kürzere Wartezeiten an den Stationen und damit mehr Komfort im ÖPNV. Ziel ist es, das System auf ganz Hamburg auszuweiten und damit die Leistungsfähigkeit des gesamten Netzes auf ein neues Niveau zu heben.“

Die Ausstattung des S-Bahn-Kernnetzes ist bis Ende des Jahrzehnts geplant. 64 weitere Züge der neuesten Baureihe 490 mit digitaler Technik sind bestellt und werden ab 2025 eingeflottet. So wächst die S-Bahn-Flotte auf 256 Züge. Für ein digitales Stellwerk hat der Bund bereits 31,5 Millionen Euro investiert.

„Dank der Strecken- und Fahrzeugausrüstung von Siemens fährt die Digitale S-Bahn Hamburg den perfekten Fahrplan, auf die Sekunde genau und energieoptimiert – ganz automatisiert“, sagt Dean Balatinac, Head of Rail Sales bei Siemens Mobility. „Damit unterstützen wir die Deutsche Bahn bei dem Ziel, das Klima zu schützen und gleichzeitig Zugfahren noch attraktiver zu machen. Dank offener Schnittstellen ist die Technologie für alle Betreiber weltweit sofort und für alle Zugtypen einsetzbar."

Technische Basis für den digitalen Bahnbetrieb ist der künftige europäische Standard ATO (Automatic Train Operation) kombiniert mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System).