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1,1 Milliarden Euro für Schienennetz, Bahnhöfe und Energieanlagen im Norden

Rund 1.500 Kilometer Gleise seit 2015 erneuert • Kundenfreundliches Bauen für weniger Einschränkungen • 610 neue Mitarbeiter in Bauberufen

Die DB startet in ein Jahrzehnt der Infrastruktur-Investitionen. Bundesweit steht 2020 erstmals eine Rekordsumme von 12,2 Milliarden Euro für moderne Schienen, Technik, Bahnhöfe und Energieanlagen zur Verfügung.

Rund 1,1 Milliarden Euro kommen der Infrastruktur in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen zugute. Für eine höhere Leistungsfähigkeit packt die DB 2020 etwa 280 Kilometer Gleise, über 300 Weichen und 24 Brücken an. Ergänzend treibt die Bahn wichtige Neu- und Ausbaumaßnahmen zum Beispiel auf der Marschbahn, auf der Strecke Salzbergen–Norddeich sowie an zahlreichen Brücken voran, um dringend benötigte Netzkapazitäten zu schaffen. Rund 130 Bahnhöfe im Norden profitieren von einer kundengerechten Modernisierung.

Damit die Reisenden trotz des anspruchsvollen Baupensums mit möglichst wenig Einschränkungen unterwegs sein können, setzt die Bahn alles daran, ihre Planung immer weiter zu verbessern und frühzeitig zu informieren. Dafür stellt die DB 2020 im Norden 610 neue Mitarbeiter für Bauprojektmanagement und -überwachung sowie Instandhaltung ein.

Durch ein optimiertes Baumanagement haben die Störungen durchs Bauen in den letzten vier Jahren faktisch um die Hälfte abgenommen – bei insgesamt steigendem Volumen. In der neuen Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung ist erstmals ein Betrag für kundenfreundliches Bauen vorgesehen. Für eine bessere Bündelung der Maßnahmen, schnellere Bauverfahren und zusätzliche Bauinfrastruktur steht in den nächsten zehn Jahren mehr als eine Milliarde Euro bundesweit zur Verfügung.

Dass sich die Investitionen lohnen, zeigt ein Blick auf die letzten fünf Jahre, in denen die DB einen spürbaren Qualitätsschub in der Infrastruktur erreicht hat. Über 1.500 Kilometer Gleise der vier Bundesländer sind erneuert. Rund 85 Bahnbrücken haben im Rahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung II eine Frischekur erhalten. Die Bauwerke werden insgesamt kontinuierlich mit gut bewertet.

Bei den Bahnhöfen ging es ebenfalls voran. Allein 2019 wurden im Norden rund 80 Stationen modernisiert. Vielerorts stehen den Reisenden Aufzüge und Fahrtreppen zur Verfügung, mit denen sie bequem zum Bahnsteig gelangen. Bundesweit sind bereits 78 Prozent der 5.700 Personenbahnhöfe stufenfrei.

 

Strecke Hamburg–Westerland (Sylt) – Marschbahn
Die Investitionsoffensive auf der Marschbahn geht weiter. In diesem Jahr werden rund 47 Kilometer Gleise und fünf Weichen erneuert. Vom 24. Februar bis 27. April zwischen Heide und Husum (außer am Osterwochenende), vom 9. bis 27. September zwischen Wilster und Itzehoe, vom 17. Oktober bis 9. November im Bahnhof Wilster, vom 10. November bis 12. Dezember zwischen Elmshorn und Glückstadt. Hier ist keine Komplettsperrung der Strecke nötig. Die Arbeiten werden so gelegt, dass die An- und Abreise von und zur Insel Sylt während der Urlaubssaison sichergestellt ist.

An den Wochenenden 6. bis 10. November und 13. bis 17. November werden an der Eiderbrücke zwei Weichen erneuert. Hierfür muss der Streckenabschnitt Heide–Friedrichstadt an diesen beiden Wochenenden komplett gesperrt werden.

Daneben finden ganzjährig Sanierungsarbeiten an der Eiderbrücke zwischen Heide und Husum statt.

Strecke Hamburg–Elmshorn
In Hamburg-Eidelstedt werden vom 15. bis 27. September sieben Weichen erneuert. Zusätzlich muss der Untergrund in diesem Bereich stabilisiert werden.

Strecke Hamburg–Flensburg
Ganzjährig finden Sanierungsarbeiten auf der Rendsburger Hochbrücke und an dem Viadukt „Wehrau“ statt. Vom 1. März bis 14. Juni wird in der Nord-Südrichtung einer von zwei sogenannten Fahrbahntrögen inklusiv Entwässerung erneuert. Im letzten Jahr wurde der Fahrbahntrog in Süd-Nordrichtung erneuert. Während der Kieler Woche wird nicht gebaut.

In Hamburg hat im September 2016 die Erneuerung von zwei Eisenbahnbrücken am Berliner Tor begonnen. Dort kreuzen die Fernbahnstrecke Hamburg–Berlin und die S-Bahnstrecke Hamburg Hbf–Aumühle die Strecke Hamburg–Lübeck sowie die Gleise der S-Bahnstrecke Hamburg Hbf–Poppenbüttel.

In diesem Sommer sollen die Arbeiten zur Erneuerung des eingleisigen Kreuzungswerkes für das S-Bahngleis Aumühle–Hamburg Hbf beginnen. Derzeit wird eine neue provisorische Fußgängerbrücke zum Personensteg errichtet. Der Einschub des neuen Überbaus ist für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant. Abschließend werden voraussichtlich im Jahr 2023 die Gleisabstände der Strecke Hamburg–Lübeck im Bereich Berliner Tor um rund 40 Zentimeter durch Verschieben in Nord- und Südrichtung vergrößert.

Die Gesamtbaumaßnahmen, in die über 90 Millionen Euro investiert werden, sollen nach derzeitiger Planung bis Ende 2023 beendet sein. Im ersten Bauabschnitt wurde der alte Überbau der Strecke Hamburg–Berlin zurückgebaut. Der Einschub des neuen Überbaus in seine Endposition erfolgte wie geplant Ende 2017.

Ganzjährig wird die Eisenbahnbrücke Zollkanal am S-Bahnhof Veddel instandgesetzt.

In Hamburg-Rothenburgsort werden 14 Weichen erneuert. Zudem wird die S-Bahnstation Rothenburgsort modernisiert.

Im Bahnhof Hamburg-Harburg werden vom 30. April bis 4. Mai drei Weichen und vom 4. Juli bis 13. Juli fünf Weichen erneuert.

Strecke Hamburg–Cuxhaven
Vom 18. bis 31. Juli werden zwischen Hamburg-Neugraben und Buxtehude 4,4 Kilometer Gleise erneuert.

Strecke Hamburg–Hannover
Zwischen Hamburg-Harburg und Eschede werden vom 20. März bis 1. Mai in verschiedenen Abschnitten knapp 26,6 Kilometer Gleise erneuert. Gleichzeitig finden Arbeiten an der Oberleitung und an der Eisenbahnbrücke „Bleckeder Landstraße“ statt.


Auch in Bahnhöfe wird weiter investiert.

Am Bahnhof Lübeck Hauptbahnhof wird in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde die Nordfassade des Ostflügels saniert. Die Arbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Die Modernisierung des Bahnhofs Pinneberg hat im Oktober 2018 begonnen. Zu der Runderneuerung, die das Land Schleswig-Holstein, die Stadt Pinneberg, die NAH.SH und die DB AG gemeinsam entwickelt haben, gehören der Bau eines neuen, breiten Fußgängertunnels an zentraler Stelle, die barrierefreie Erschließung aller Bahnsteige mit Aufzügen, der Neubau der Bahnsteige, der Bau eines Bahnsteigdachs, der Bau eines taktilen Leitsystems für die gesamten Bahnsteiganlagen sowie neue Fahrgastinformationsanlagen. In diesem Jahr wird die Netzstromanlage erneuert. Diese versorgt den Bahnhof mit dem notwendigen Strom. Die Fertigstellung der Verkehrsstation ist für Ende 2020 geplant.

Im Anschluss an die Arbeiten an den Bahnsteiganlagen wird das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude saniert und umgebaut. Es entsteht außerdem ein neuer Servicepavillon, und das Bahnhofsumfeld wird aufgewertet. Insgesamt kostet das Maßnahmenpaket rund um den Pinneberger Bahnhof etwa 33 Millionen Euro.

Seit Anfang 2017 werden die Hamburger S-Bahn-Tunnelstationen modernisiert. Wände, Bahnsteige und Zwischenebenen werden neu gestaltet und erhalten ein attraktives und helles Erscheinungsbild. Die wesentlichen Maßnahmen werden nicht vor 2022 abgeschlossen sein. In diesem Jahr sollen an diesen Stationen Arbeiten stattfinden: Königstraße, Reeperbahn, Landungsbrücken, Stadthausbrücke, Hauptbahnhof, Harburg und Harburg-Rathaus. 

Am Hamburger Hbf wurde der Verkaufsstand am Bahnsteig Gleis 13/14 zurück gebaut. So haben Reisende hier mehr Platz. Gleichzeitig laufen die Planungen für die zusätzlichen Bahnsteigzugänge von der Steintorbrücke weiter. Diese sollen im nächsten Jahr errichtet werden.

Mit der Verlagerung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona wird der zweite Entwicklungsabschnitt des städtebaulichen Projekts Mitte Altona möglich. Das Konzept sieht vor, den bestehenden Kopfbahnhof aufzugeben und durch einen leistungsfähigen neuen Fernbahnhof Hamburg-Altona im Bereich der heutigen S-Bahnstation Diebsteich zu ersetzen. Der heutige S-Bahnhof Hamburg-Altona bleibt erhalten.

Der neue Bahnhof verfügt dann über sechs Fernbahngleise und zwei S-Bahngleise an vier Bahnsteigen. Außerdem entsteht ein neues Empfangsgebäude. Der gesamte Bahnhof wird barrierefrei gebaut. Gleichzeitig müssen zwei Brücken erneuert und rund 25 Kilometer Gleise sowie 48 Weichen neu gebaut werden. Der Zugverkehrs wird dann von einem neuen Elektronischen Stellwerk gesteuert.

Der Planfeststellungsbeschluss liegt vor. Derzeit ist das gerichtliche Verfahren anhängig. Die DB setzt alles daran, die aufgeworfenen Bedenken auszuräumen.

Mit der Verlegung des Fernbahnhofes soll die Autoverladung nach Hamburg-Eidelstedt umziehen. Damit kommen Autofahrer noch verkehrsgünstiger auf die Schiene. Die neue Anlage am S-Bahnhof Elbgaustraße wird direkt von der A7 sowie aus dem Hamburger Straßennetz schnell erreichbar sein. Die Planfeststellungsunterlagen werden in Kürze eingereicht.

Die künftige Autoreisezuganlage in Hamburg-Eidelstedt umfasst vier Rampen und ein großzügiges Service-Gebäude. Mit Hilfe der geplanten Schallschutzmaßnahmen können die Grenz- und Richtwerte für Lärmemissionen zum Teil deutlich unterschritten werden.

Rechtzeitig im Vorfeld informiert die Bahn in gewohnter Weise detailliert über konkrete Auswirkungen und Ersatzverkehre im Fern- und Nahverkehr.

Aktuelle Angaben zu Baustellen, deren Auswirkungen auf den Fahrplan und alternative Fahrmöglichkeiten sind zu finden in den Apps „DB Bauarbeiten“ und „DB Navigator“, den „Streckenagenten“-Apps des Nahverkehrs sowie unter www.deutschebahn.com/bauinfos sowie https://inside.bahn.de/. Zudem informiert die DB rechtzeitig im Vorfeld detailliert über konkrete Auswirkungen und Ersatzverkehre. 

Weitere Informationen zum Thema finden sich im bundesweiten Medienpaket unter: www.deutschebahn.com/investitionen2020. 

      

In das Hamburger S-Bahn-Netz wird in diesem Jahr weiter investiert. Damit möglichst wenige Fahrgäste von den Sperrungen betroffen sind, werden längere Bauarbeiten wie üblich in die Ferienzeiten gelegt.

Die größten Baumaßnahmen im Netz der S-Bahn Hamburg im Überblick:

Die Hamburger Frühjahrsferien werden für Modernisierungsarbeiten an den Brücken über den „Bullerdeich“, den „Billhorner Deich“ und die „Bille“ genutzt.
Vom 29. Februar bis 15. März fahren deshalb zwischen Berliner Tor und Tiefstack Busse statt S-Bahnen.

Die S21 fährt zwischen Elbgaustraße und Berliner Tor sowie Tiefstack und Aumühle.
Die S2 fällt aus.


In den Sommerferien werden die Brückenarbeiten fortgesetzt. Vom 25. Juni bis 17. Juli werden zwischen Berliner Tor und Tiefstack Busse statt S-Bahnen eingesetzt.

Die S21 fährt zwischen Elbgaustraße und Berliner Tor sowie Tiefstack und Aumühle.
Die S2 fällt aus.

Außerdem werden während der Sommerferien die Gleise zwischen Buxtehude und Neugraben erneuert. Vom 18. bis 31. Juli werden die Züge der S3 im 30-Minuten-Takt fahren.


Ausführliche Infos zum Fahrplan gibt es unter www.s-bahn.hamburg, auf Twitter sowie der Telefonnummer 040/19 449 (Infos-Fahrpläne-Service) und beim Kundendialog der S-Bahn unter 040/3918-4385.

Strecke Salzbergen–Emden
Vom 26. Februar bis 20. März werden auf der Emslandstrecke zwischen Lingen und Salzbergen rund 21 Kilometer Gleise erneuert. Für die Arbeiten wird der Streckenabschnitt komplett gesperrt.

Strecke Emden–Norddeich
Zwischen Emden und Abelitz werden vom 22. bis 29. März 14 Weichen erneuert.

Strecke Oldenburg–Leer
Zwischen Westerstede-Ocholt und Augustfehn wird seit März 2019 bis Ende Mai die Eisenbahnbrücke „Norderbäke" in Apen erneuert.

Zwischen Bremen Hbf und Oldenburg (Oldb) werden vom 15. April bis
19. Mai 41 Weichen und rund 7,5 Kilometer Gleise erneuert.

Strecke Bremen–Verden
Vom 12. Juli bis 12. Dezember wird die Eisenbahnbrücke „Achim“ erneuert.

Im Bahnhof Bremen Hbf werden vom 15. bis 19. Mai sieben Weichen erneuert.

In Bremen Vegesack werden vom 25. Mai bis 15. Juni rund 1.300 Meter Gleise und elf Weichen erneuert.

Im Bahnhof Oldersum wird vom 29. Juni bis Ende 2021 die Eisenbahnbrücke  „Oldersumer Maar" erneuert.

Strecke Hamburg–Cuxhaven
Vom 18. bis 31. Juli werden zwischen Hamburg-Neugraben und Buxtehude
4,4 Kilometer Gleise erneuert.

Strecke Hamburg–Hannover
Zwischen Hamburg-Harburg und Eschede werden vom 20. März bis 1. Mai in verschiedenen Abschnitten knapp 26,6 Kilometer Gleise erneuert. Gleichzeitig finden Arbeiten an der Oberleitung und an der Eisenbahnbrücke
„Bleckeder Landstraße“ statt.

Im Bahnhof Hamburg-Harburg werden vom 30. April bis 4. Mai drei Weichen und vom 4. Juli bis 13. Juli fünf Weichen erneuert.

Strecke Hannover Hbf–Hameln
Zwischen Ronnenberg und Springe werden vom 11. Mai bis 6. Juli 12 Weichen und rund 10 Kilometer Gleise erneuert. Außerdem werden rund 4.000 Meter Lärmschutzwand zwischen Ronnenberg und Weetzen erstellt.

Zwischen Hannover-Linden und Hannover-Bismarckstraße werden vom
2. bis 13. Mai 4,5 Kilometer Gleise erneuert.

Strecke Hannover Hbf–Wunstorf
Vom 16. Juni bis 8. Juli werden zwischen Hannover und Seelze rund
zwei Kilometer Gleise und 12 Weichen erneuert.

Strecke Lehrte–Braunschweig
Vom 18. Mai bis 12. Juni werden zwischen Vechelde und Groß Gleidingen
5,5 Kilometer Gleise erneuert.

Strecke Braunschweig–Helmstedt
Vom 25. bis 29. September wird ein Durchlass bei Königslutter erneuert.

Strecke Wunstorf–Minden
Zwischen Bückeburg und Minden wird die Eisenbahnbrücke „Grenzaue" erneuert.

Zwischen Nienburg und Minden werden vom 6. bis 25. November knapp neun Kilometer Gleise und zwei Weichen erneuert.

In Diepholz werden vom 13. bis 26. Juni knapp zwei Kilometer Gleise und 17 Weichen erneuert.

Zwischen Delmenhorst und Hesepe werden auf 3,5 Kilometern die Schwellen erneuert.

Strecke Braunschweig–Gifhorn
Anfang März beginnt der Bau des neuen Kreuzungsbahnhofes in Rötgesbüttel. Hier wird ein neues Begegnungsgleis mit zwei Weichen und einem neuen Mittelbahnsteig errichtet. Außerdem entsteht ein neues elektronisches Stellwerk. Ziel ist die Einrichtung eines Ein-Stunden-Taktes zwischen Braunschweig und Gifhorn. Das Projekt wird unter anderem vom Regionalverband Braunschweig und der LNVG gefördert. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2020 vorgesehen.

Strecke Seesen–Herzberg
Mitte 2020 beginnt die Erneuerung der Stellwerkstechnik in den Betriebsstellen Münchehof und Gittelde. Die mechanischen Stellwerke werden durch moderne elektronische Stellwerke ersetzt. In diesem Zusammenhang werden diverse Bahnübergänge im Umbaubereich erneuert. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2020 vorgesehen.

Strecke Braunschweig–Bad Harzburg
Seit Ende 2019 laufen die Arbeiten zur Erneuerung der „Okerbrücke" zwischen Braunschweig und Bad Harzburg. Hier entsteht eine neue Stahlbetonbücke neben dem vorhandenen Bauwerk. Im Sommer 2020 soll die neue Brücke eingeschoben werden. Die Demontage des vorhandenen und der Einschub des neuen Bauwerks erfolgen innerhalb einer achtwöchigen Streckensperrung vom 15. Juli bis 15. September. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für Ende 2020 geplant.

Ausbau der Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven
Im Juli 2019 wurde der Planfeststellungbeschluss für den zweigleisigen Abschnitt Oldenburg–Rastede erteilt. Die vorbereitenden Arbeiten wie Kampfmittelsondierungen und Rodungsarbeiten laufen seit Oktober 2019. Seit Januar werden u. a. die Baustelleneinrichtungsflächen hergerichtet. Ende Februar beginnen die Hauptbaumaßnahmen auf dem Streckenabschnitt.

Im April 2020 werden die Arbeiten auf der Strecke zwischen Sande und Wilhelmshaven abgeschlossen. Dazu ist im März eine vierwöchige Sperrung der Strecke notwendig.

Durch die Elektrifizierung der eingleisigen Strecke Weißer Floh–Ölweiche in Richtung JadeWeserPort, dürfen die sensiblen Geräte der benachbarten Marinefunkempfangsstelle nicht beeinträchtigt werden. Aus diesem Grund wird in Sengwarden ein rund 2,3 Kilometer langes Galeriebauwerk geplant. Das Planfeststellungsverfahren läuft derzeit. Voraussichtlich im Dezember 2020 sollen die ersten vorbereitenden Arbeiten dafür beginnen.

In Sande wurde im August 2019 mit dem Umbau des Bahnhofs begonnen. Hier werden u. a. neue Gleise, Weichenheizungen und moderne Signaltechnik eingebaut.

Bereits seit Oktober 2018 laufen die Arbeiten zur Bahnverlegung Sande mit dem Neubau einer rund 4,7 Kilometer langen zweigleisigen Trasse. Die Arbeiten verlaufen planmäßig und sollen 2021 abgeschlossen sein.

Die Arbeiten auf dem Streckenabschnitt zwischen Varel und Sande werden im März 2020 planmäßig abgeschlossen, und die Strecke an moderne ESTW-Technik angebunden. Das neue Elektronische Stellwerk (ESTW) in Sande wird ebenfalls im März in Betrieb genommen.

Im Bahnhof Varel wird voraussichtlich im Oktober 2020 eine provisorische Fußgängerbrücke gebaut. Bis Ende 2021 soll die alte Bahnsteigbrücke barrierefrei sein.

Die Inbetriebnahme der elektrifizierten Strecke ist für Ende 2022 geplant.

Schnellumschlaganlage MegaHub Lehrte
Auf dem Gelände des MegaHub Lehrte wurden 2019 u.a. die Umschlaggleise mit 660 Gleistragwannen, Lichtmaste, zwei Trafostationen, LKW-Fahrspuren, Containerabstellflächen, Hochbauten und drei Portalkranen installiert. Damit ist die wesentliche bauliche Infrastruktur fertiggestellt.

Der Testbetrieb hat mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 begonnen. Für April ist der Start des Probebetriebs mit öffentlichen Verkehren geplant. In einem Hochlaufbetrieb werden Zulassungen und Systemintegrationstests aller innovativen Pilotanwendungen abgeschlossen. Anschließend beginnt die Aufnahme der Regelverkehre sowie der Hochlaufbetrieb im Umschlag Schiene-Schiene. Auch die Gesamtinbetriebnahme der Umschlaganlage ist ebenfalls für dieses Jahr vorgesehen.

Neues elektronisches Stellwerk (ESTW) in Osnabrück
Derzeit wird ein neues elektronisches Stellwerk (ESTW) in Osnabrück gebaut. Das neue ESTW steuert künftig den 63 Kilometer langen Abschnitt Natrup-Hagen–Lembruch auf der Strecke Münster–Bremen sowie den 35 Kilometer langen Abschnitt Wissingen–Velpe auf der Strecke Löhne–Rheine. Die neue Technik ersetzt 16 alte Stellwerke, von denen die beiden ältesten aus dem Jahr 1950 stammen. Das neue Stellwerk ist eines der größten in Deutschland.

Seine Bedienung erfolgt aus der neuen Fahrdienstleiterzentrale in Osnabrück. Die Inbetriebnahme des ESTW verläuft aufgrund der Komplexität und der Größe des Stellwerkes in sechs Schritten. Im August wird mit dem dritten Abschnitt die Technik zwischen Bohmte und Diepholz in Betrieb gehen.

Die Arbeiten begannen bereits im Mai 2016, die Inbetriebnahme des Eisenbahnknotens Osnabrück ist für Ende 2022 geplant. Die letzte Umstellung auf elektronische Technik erfolgt voraussichtlich Ende 2023.

In diesem Zusammenhang finden in verschiedenen Bereichen und Zeiträumen Arbeiten an Weichen, Gleisen und Brücken sowie an der Leit- und Sicherungstechnik statt. Zudem werden vom 3. Januar bis 14. August zwischen Osnabrück Hbf und Bruchmühlen 117 Meter Lärmschutzwände in Bissendorf errichtet.


Auch in Bahnhöfe wird weiter investiert.

Der Hauptbahnhof Hannover wird umgebaut und modernisiert. Dafür werden insgesamt fünf Gleisbrücken, eine Bahnsteigbrücke und ein unter den Gleisen verlaufendes Gewölbe erneuert. 52 weitere Gleis- bzw. Bahnsteigbrücken werden saniert. Gleichzeitig werden die gesamten Bahnsteigflächen und deren Überdachung sowie die Entwässerung erneuert.

Darüber hinaus erfolgt die Modernisierung der Beleuchtung, Warteräume, Aufzüge und Fahrtreppen an allen Bahnsteigen. Neue Blindenleitstreifen und zusätzliche Fahrgastinformationsanlagen werden installiert.

Die vorbereitenden Arbeiten für den Umbau der Verkehrsstation begannen im Juli 2019. Vom 13. bis 16. März wird das Gleis 1 und der dazugehörige Bahnsteig für den Einbau von Hilfsbrücken gesperrt. Vom 20. Juli bis 10. August werden Hilfsbrücken in den Gleisen 4 bis 9 eingebaut. Danach wird das gesamte Gewölbe bis 2022 erneuert. Die Gesamtmaßnahme soll bis 2033 abgeschlossen sein.

Der Bahnhof Osnabrück wird seit 2017 sukzessive modernisiert. Anfang 2019 wurden in der Halle die Fliesen erneuert.

Die Arbeiten an der Personenunterführung (Boden, Wand, Decke) mit den Treppenaufgängen begannen im Sommer 2019.

Die Erneuerung der Treppeneinhausungen zu den Bahnsteigen 11 bis 14 startet im Frühjahr 2020. Dazu kommt die Sanierung schadhafter Bereiche des historischen Bodens in der Empfangshalle. Das Beleuchtungskonzept in der Empfangshalle und die Beleuchtung der Außenfassade werden angepasst. Abschließend wird das Vordach saniert. Die Arbeiten sollen Ende 2020 abgeschlossen sein.

Der Bahnhof Jaderberg auf der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven wird reaktiviert. Die Arbeiten für zwei neue Außenbahnsteige und einen barrierefreien Zugang über einen örtlichen Bahnübergang begannen im Sommer 2019. Die beiden Bahnsteige erhalten Wetterschutz,  neue Beleuchtung und diverse neue Ausstattungselemente. Die vorhandene Lärmschutzwand wird entsprechend angepasst. Voraussichtlicher Fertigstellungstermin ist Mitte 2020.

In Weener begannen im Rahmen des „Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP)“ die Bauarbeiten im September 2019. Der Bahnsteig 2 wird auf 76 Zentimeter erhöht und erhält ein taktiles Leitsystem sowie eine neue Zuwegung in den öffentlichen Raum. Außerdem werden neuer Wetterschutz, neue Beleuchtung sowie diverse neue Ausstattungselemente (Abfallbehälter, Bänke) installiert. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.

Rechtzeitig im Vorfeld informiert die Bahn in gewohnter Weise detailliert über konkrete Auswirkungen und Ersatzverkehre im Fern- und Nahverkehr.

Aktuelle Angaben zu Baustellen, deren Auswirkungen auf den Fahrplan und alternative Fahrmöglichkeiten sind zu finden in den Apps „DB Bauarbeiten“ und „DB Navigator“, den „Streckenagenten“-Apps des Nahverkehrs sowie unter www.deutschebahn.com/bauinfos sowie https://inside.bahn.de/. Zudem informiert die DB rechtzeitig im Vorfeld detailliert über konkrete Auswirkungen und Ersatzverkehre.

Weitere Informationen zum Thema finden sich im bundesweiten Medienpaket unter: www.deutschebahn.com/investitionen2020.



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