DB Logo

Schleswig-Holstein

Autokraft bedauert Vertagung der Tarifverhandlungen durch Ver.di

Attraktives Angebot des OVN liegt auf dem Tisch

Am Dienstag, 11. Februar trafen sich die Autokraft als Teil der Tarifkommission des Omnibus Verband Nord e.V. (OVN) und die Gewerkschaft Ver.di zu der neuen, inzwischen dritten Runde der Tarifverhandlungen. Die Arbeitgeberseite hat eine gestaffelte Vergütungserhöhung von insgesamt 10,9 Prozent angeboten, die bereits innerhalb von 20 Monaten vollständig wirksam werden würde.

Ver.di hat leider die knapp neunstündigen Verhandlungen vertagt, ohne jedoch ein akzeptables Gegenangebot vorzulegen.

Die Beschäftigten sollen mehr Geld bekommen. Das steht für die Geschäftsführung der Autokraft völlig außer Frage. Das nun vorgelegte Angebot sieht jeweils eine Steigerung von 50 Euro ab dem 1. Januar 2020, dem 1. November 2020, dem 1. Mai 2021 und dem 1. November 2021 mit einer Laufzeit von insgesamt 30 Monaten vor. Dies bedeutet eine Steigerung der Löhne und Gehälter um 200 Euro, voll wirksam bereits im November nächsten Jahres.

„Ver.di versucht, durch spontane Warnstreiks den Druck auf das Unternehmen Autokraft zu erhöhen, damit wir innerhalb des Arbeitgeberverbandes OVN auf eine Einigung dringen. Diese Taktik trifft jedoch allein unsere Kunden. Sie kommen nicht zur Schule oder zur Arbeit. Wir bedauern auch deshalb das Vorgehen der Gewerkschaft, zumal wir uns in laufenden Verhandlungen befinden“, so Tina Trautwein, Geschäftsführerin Personal der Autokraft.

Die Ver.di-Forderung würde zu einer zusätzlichen, massiven Erhöhung der Personalkosten führen und lasse die Herausforderungen der Autokraft und der ebenfalls durch den OVN vertretenen Subunternehmer im harten Ausschreibungswettbewerb in Schleswig-Holstein völlig außer Acht, so Trautwein weiter. Weitere Warnstreiks werden erneut ins Leere laufen und die Position der Autokraft und des OVN in keinster Weise verändern.

Vor diesem Hintergrund setzt die Autokraft zusammen mit dem OVN weiterhin darauf, auf Basis des vorliegenden Angebotes eine für beide Seiten tragfähige Einigung am Verhandlungstisch zu erreichen. Der vierte Verhandlungstermin findet am 28. Februar 2020 statt.