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Braunschweig

Bahnhof Braunschweig-Gliesmarode wird barrierefrei neu gebaut

Maßnahme im Rahmen des Programms „Niedersachsen ist am Zug III (NiaZ 3)“ • Investitionen von rund fünf Millionen Euro

Die Modernisierung des Bahnhofs Braunschweig-Gliesmarode geht an den Start: Im Rahmen des Programms „Niedersachsen ist am Zug! III“ (NiaZ 3) wird der Stationszugang etwa 200 Meter in Richtung Gliesmaroder Straße / Hans-Sommer-Straße verlegt und der Mittelbahnsteig barrierefrei ausgebaut. Die bauvorbereitenden Maßnahmen haben begonnen. Dazu zählen die Baufeldfreimachung und die Kampfmittelsondierung.

Die Modernisierung des Bahnsteigs ist der letzte wichtige Schritt in Richtung Verkehrsknotenpunkt Braunschweig-Gliesmarode. Hier werden künftig Regionalbahn-, Stadtbahn-, Bus- und Radverkehr verknüpft.

Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung sagt: „Niedersachsen ist beim barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen besonders gut aufgestellt. Im bundesweiten Vergleich belegen wir bei der Stufenfreiheit den dritten Platz, und unter den größeren Flächenländern sind wir Spitzenreiter. Das Land wird den barrierefreien Ausbau daher auch weiter fördern. Es freut mich sehr, dass wir dadurch mobilitätseingeschränkten Reisenden zu mehr Unabhängigkeit verhelfen können“.

„Das ist eine gute Nachricht für unsere Region. Mit der Modernisierung des Bahnhofs Gliesmarode wird dieser zu einem fortschrittlichen Verkehrsknotenpunkt in Braunschweig und der Region. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn und dem Land Niedersachsen gestalten wir den ÖPNV damit attraktiver und umsteigefreundlicher. Wir sind davon überzeugt, dass immer mehr Menschen die guten Angebote auf der Schiene und Straße nutzen wollen, wenn neben dem Fahrplanangebot auch der Zugang und das Umfeld attraktiv sind“, erläutert Ralf Sygusch, Verbandsdirektor des Regionalverbandes Großraum Braunschweig.

„Neben der Barrierefreiheit ist uns die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in Bahnhöfen ein großes Anliegen. Auch für uns als Betreiber der Infrastruktur ist es wichtig, für alle Menschen einen einfachen Zugang zum Bahnfahren zu ermöglichen und damit die Mobilitätswende zu unterstützen“, betont Bärbel Aissen, Leiterin Regionalbereich Nord DB Station&Service AG und führt ergänzend aus: „Mit der neuen Lage vereinfachen sich auch die Wege unserer Kunden vom Zug zur Straßenbahn.“

Für den Zugang von Westen wird eine neue Personenunterführung einschließlich Treppe und Rampe errichtet. Es wird ein barrierefrei zugänglicher Mittelbahnsteig mit zwei Kanten und einer Höhe von 55 Zentimetern über Schienenoberkante gebaut. Außerdem erhalten die Bahnsteige neue Beleuchtungsanlagen und dynamische Schriftanzeiger mit Lautsprechern (DSA). Ausstattungselemente wie Abfallbehälter und Vitrinen komplettieren das Modernisierungspaket.

Um den Bahnhof in seiner neuen Rolle als Verkehrsknoten zu stärken, finanziert der Regionalverband zudem ein Bahnsteigdach. „Mit allen Beteiligten – dem Land Niedersachsen, der Deutschen Bahn, der Stadt Braunschweig, der Braunschweiger Verkehrsgesellschaft – wollen wir den Bahnhof in Gliesmarode weiterentwickeln. In ein paar Jahren haben wir auf der RB47 zwischen Braunschweig und Gifhorn einen Halbstundentakt geplant. Deshalb sehen wir hier Potenzial für weit mehr als 1.000 Ein- und Aussteiger. Dafür wollen wir den Bahnhof fit machen und investieren jetzt über 500.000 Euro in ein großes Bahnsteigdach“, erläutert Sygusch.

Die Deutsche Bahn AG, das Land Niedersachsen und der Regionalverband Großraum Braunschweig investieren gemeinsam rund fünf Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau der Verkehrsstation in Gliesmarode, der voraussichtlich bis Sommer 2022 abgeschlossen sein soll.

Im Rahmen des Investitionsprogramms NiaZ 3, werden bis 2025 über 40 Bahnhöfe zwischen Ems und Elbe modernisiert.