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Fahrplanwechsel im Norden: Verbessertes Angebot für eine starke Schiene

Zwischen Hamburg und Köln weitere Sprinter/Verstärkerzüge sowie mehr komfortable ICE • Neue tägliche IC-Verbindung über Nacht zwischen Hamburg/Hannover/Berlin und Zürich • Mehr ICE/IC-Fahrten am Wochenende

Mit einem robusten und attraktiven Fahrplan für die Fahrgäste geht die DB auch für 2020 einen weiteren wichtigen Schritt bei der Umsetzung der Strategie für eine „Starke Schiene“. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember baut die Deutsche Bahn das Angebot im Fernverkehr im Norden weiter aus. Highlights sind unter anderem ein erhöhtes Angebot auf der Strecke Köln –Hamburg sowie Münster –Berlin.

Für mehr Kapazität im Bahnverkehr sorgt bundesweit das Modernisierungsprogramm der Fernverkehrsflotte der DB: Zurzeit kommt alle drei Wochen ein fabrikneuer ICE 4 auf die Schiene. Der ICE 4 verfügt über eine noch höhere Sitzplatzkapazität und die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme. Bereits im kommenden Jahr werden somit mehr als 300 ICE-Fahrzeuge unterwegs sein. So erhöht sich beispielsweise der ICE-Anteil auf der Strecke Hamburg –Köln von rund 20 auf 50 Prozent.

Die wichtigsten Fahrplanverbesserungen im Überblick:

Mehr ICE zwischen Hamburg und Köln

Die DB erweitert ihr Angebot um zwei bis drei auf bis zu fünf ICE/IC-Züge pro Tag und Richtung zusätzlich zu den stündlich verkehrenden ICE/IC-Zügen. Diese ermöglichen weitere umsteigefreie Verbindungen für Hamburg von/nach Essen, Duisburg, Düsseldorf und Köln. In Hamburg erfolgen die neuen nahezu täglichen Abfahrten um 07.53 Uhr, 11.53 Uhr und 18.10 Uhr nach NRW sowie die Ankünfte aus NRW um 13.50 Uhr, 15.50 Uhr und 21.50 Uhr.

Der abendliche IC aus Hamburg (18.10 Uhr) nach Essen, Duisburg, Düsseldorf und Köln (21.47 Uhr) fährt dabei als Sprinter ohne weitere Zwischenhalte mit einer besonders schnellen Reisezeit beispielsweise von rund drei Stunden bis Düsseldorf. Zwei der zusätzlichen Fahrten Hamburg–Köln halten auch um 8.52 Uhr bzw. 12.52 Uhr in Bremen.

Insgesamt gibt es zwischen Hamburg und Köln via Düsseldorf bzw. Wuppertal dann bis zu 22 Fahrten pro Tag und Richtung. 9 Fahrten werden im Laufe des Fahrplans von IC auf komfortablere ICE umgestellt. Der ICE-Anteil Hamburg–Köln erhöht sich von rund 20 auf 50 Prozent. Insgesamt fahren dann nahezu zweistündlich ICE-Züge auf dieser Achse. 

Jede Nacht mit dem IC von Hamburg/Berlin nach Zürich

Auch im Nachtverkehr baut die DB ab Fahrplanwechsel ihr Angebot weiter aus. In Kooperation mit der ÖBB gibt es auf den Strecken Zürich–Berlin und Zürich–Hamburg eine neue Intercity-Nachtverbindung. Dabei sind auf diesen Strecken die in den klassischen Nachtzügen der ÖBB mitgeführten Sitzwagen als IC-Fahrt nutzbar. In diesen Sitzwagen gelten die gewohnten DB-Tarife z.B. DB-Sparpreise, Bahncard-Rabatte, Bahncard 100 sowie IC/ICE-Streckenzeitkarten.

In Nord-Süd-Richtung werden diese Verbindungen neu via Bremen, in Süd-Nord-Richtung via Lüneburg angeboten. Diese Verbindungen ermöglichen auch umsteigefreie IC-Verbindungen am Tagesrand beispielsweise abends von Berlin, Potsdam und Magdeburg nach Braunschweig und Göttingen, sowie morgens von Hannover und Lüneburg nach Hamburg.

Zwischen Osnabrück und Berlin zusätzliche Direktverbindung

Montags bis freitags sowie sonntags fährt ein IC aus Berlin und Hannover neu via Osnabrück (Ankunft 19.06 Uhr) und weiter z.B. nach Gelsenkirchen, Düsseldorf und Köln. In der Gegenrichtung fährt ab 2. November 2020 mit dann zusätzlich verfügbaren Zügen neu montags bis freitags um 10.54 Uhr ab Osnabrück ein IC von Köln, Neuss und Gelsenkirchen weiter nach Hannover und Berlin.

Ab 15. Juni 2020 wird ein bislang nur montags bis freitags verkehrender IC aus Berlin (7.59 Uhr) und Hannover (9.56 Uhr) nach Osnabrück (Ankunft 11.06 Uhr) und weiter Köln neu auf einen komfortablen ICE umgestellt. Er verkehrt zusätzlich dann auch samstags.

Am Wochenende insgesamt elf zusätzliche IC-Fahrten auf der Achse Köln–Hannover–Leipzig

Reisende haben z.B. ab Braunschweig künftig auch samstags am späten Nachmittag umsteigefreie IC-Fahrten nach Bremen und Emden (15.49 Uhr und 17.49 Uhr) sowie ab Braunschweig (8.49 Uhr und 10.49 Uhr) und Hannover sonntagmorgens nach Köln und nach Magdeburg/Leipzig (9.10 Uhr und 10.10 Uhr).

Neue ICE-Verbindungen am Mittag auf der Linie Berlin–Braunschweig–Frankfurt Flughafen

Die DB schließt bisherige Angebotslücken mittags in der Woche. So fährt neu täglich statt bislang nur freitags bis sonntags ein ICE aus Berlin via Braunschweig (12.58 Uhr), Hildesheim (13.21 Uhr) und Göttingen (13.53 Uhr) nach Frankfurt Flughafen bzw. in der Gegenrichtung von Frankfurt Flughafen via Göttingen (14.08 Uhr), Hildesheim (14.37 Uhr) und Braunschweig (15.02 Uhr) nach Berlin. Dadurch bestehen für diese Städte so viele umsteigefreie ICE-Fahrten im Stundentakt von und nach Berlin bzw. Frankfurt wie noch nie.

Ganzjährig drei IC-Zugpaare Hamburg–Kopenhagen

Aufgrund zunehmender Bauarbeiten mit Schienenersatzverkehr in Dänemark werden die IC-Züge der Linie Hamburg–Kopenhagen (bisher über Lübeck–Puttgarden–Rødby) für die nächsten Jahre über die Festlandroute via Padborg umgeleitet. Damit können ganzjährig umsteigefreie Verbindungen mit gleichbleibend schneller Reisezeit von etwa 4 Stunden 40 Minuten angeboten werden. Es werden ganzjährig drei Fahrten pro Tag und Richtung mit dänischen IC3-Zügen angeboten, durch Einsatz längerer Züge ist die Platzkapazität jedoch insgesamt so hoch wie bisher mit bis zu sechs Fahrten pro Tag und Richtung in der Hochsaison. Der Zwischenhalt in Schleswig-Holstein befindet sich noch in der Prüfung.

Insgesamt besteht eine zweistündliche Verbindung Hamburg–Kopenhagen alternierend direkt oder mit Umstieg in Fredericia aus/in die Züge der Linie Hamburg–Arhus.

Rund um Weihnachten und im Hochsommer (19./20. Juni bis 16./17. August) gibt es eine IC-Direktverbindung Hamburg–Kopenhagen über Nacht. Neu ist der Halt in Kiel (Abfahrt 1.29 Uhr nach Kopenhagen / Ankunft 4.55 Uhr aus Kopenhagen) und Flensburg (Abfahrt 2.50 Uhr) nach Kopenhagen / Ankunft 3.40 Uhr aus Kopenhagen).

Für Ostholstein gibt es weiterhin einzelne ICE-Züge Lübeck–München und IC-Verbindungen Fehmarn–Lübeck–Köln. Mit Fertigstellung der Festen Fehmarnbelt-Querung geht es dann wieder direkt, öfter und schneller auch zwischen Hamburg und Kopenhagen.

Nach der umfangreichen Sanierung der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Göttingen verkehren die Züge ab Fahrplanwechsel wieder wie gewohnt.

Für das Fahrplanjahr 2020 hat die Deutsche Bahn von 440 Eisenbahnverkehrsunternehmen über 72.000 Trassenanmeldungen erhalten. Insgesamt haben 800 Mitarbeiter in den sieben Regionalbereichen daran gearbeitet, einen stabilen Fahrplan zu konstruieren. Exakt 50 Tage hatten die Fahrplankonstrukteure Zeit, möglichst für jeden individuellen Verkehrswunsch einen passenden, freien Slot zu finden und in Abstimmung mit allen Beteiligten einen funktionierenden Fahrplan zu erstellen.

Informationen gibt es im Internet unter bahn.de, im DB Navigator, bei DB Reisezentren, DB Agenturen und dem telefonischen Reiseservice unter 01806 99 66 33 (20 Cent pro Anruf, Mobilfunk max. 60 Cent).

Starke Schiene: Im Rahmen ihrer Strategie „Starke Schiene“ unterstützt die Deutsche Bahn eine erfolgreiche Verkehrswende und die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung. Einen konkreten Beitrag dazu leistet der neue Fahrplan 2020. Hier werden erste Bestandteile des Deutschlandtakts - eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) - verwirklicht: mit deutschlandweit gut aufeinander abgestimmten Nah- und Fernverkehrstakten, kürzeren Umsteige- und Reisezeiten, einer dichteren Taktung und neuen Direktverbindungen. Kurzum: Mit vielen Verbesserungen, sowohl im Fern- als auch im Regional-und S-Bahnverkehr, wird die DB noch mehr Fahrgäste für Reisen auf der umweltfreundlichen Schiene begeistern!