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Hamburg

Gut etabliert: StadtRAD Hamburg bleibt auf Erfolgskurs

Das meistgenutzte Fahrradverleihsystem Deutschlands wächst weiter • Lasten-Pedelecs bestehen „Bewährungsprobe“ • Räderschlösser werden technisch überarbeitet

Ein halbes Jahr nach dem Start von StadtRAD Hamburg 2.0 zieht der Betreiber Deutsche Bahn (DB) eine erste Zwischenbilanz.

Das mit einer komplett neuen Flotte von 2.600 Rädern ausgestattete Verleihsystem erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit bei den Hamburgerinnen und Hamburgern sowie den Gästen. Mit 1,7 Millionen Fahrten im Zeitraum von Februar bis Juli dieses Jahres liegt die Zahl leicht über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit bleibt StadtRAD Hamburg das meist genutzte Fahrradverleihsystem Deutschlands.

Kundennachfrage weiter steigend

Die Zahl der Neukunden wuchs um über 30 Prozent. Registrierten sich von Februar bis Juli letzten Jahres rund 29.000 Nutzer, waren es in diesem Jahr 38.000.

Mit der Erweiterung der Flotte um 20 elektrisch unterstützte Lastenräder trifft StadtRAD Hamburg den Nerv der Zeit. Die für Einkäufe und die Beförderung von Kleinkindern geeigneten Räder wurden in den ersten drei Monaten rund 4.000 mal ausgeliehen. Die DB leistet mit diesem Angebot in einem städtischen Radverleihsystem Pionierarbeit.

Mit derzeit 224 Ausleihstationen deckt StadtRAD Hamburg bereits weite Teile des Stadtgebiets ab. So konnten in diesem Jahr bereits neue Stationen am Flughafen, in Billbrook und Bahrenfeld eröffnet werden, die nächsten folgen in Niendorf und in der neuen Mitte Altona. In den kommenden Jahren wächst die Zahl auf 350 Stationen und 4.500 Räder sowie 70 E-Lastenräder. In Abhängigkeit vom Nachfragepotential ist eine Vollabdeckung des Hamburger Stadtgebiets vorgesehen. Die meist genutzte Station mit über 21.000 Ausleihen befindet sich an der Ecke Allendeplatz/Grindelhof. Das am häufigsten genutzte Lastenpedelec steht an der Kreuzung Eppendorfer Weg/Hoheluftchaussee.

Neue Räder noch mit „Kinderkrankheiten“

Die neue Generation der Stadträder kommt bei den Nutzern gut an. Mit einer niedrigeren Einstiegshöhe, dem bedienungsfreundlichen Display am Lenker, dem neuen Sicherheitsschloss und einer 7-Gang-Schaltung bieten sie deutlich mehr Komfort als die Vorgängermodelle. Allerdings führen in jüngster Zeit Störungen an den neuen Sicherungsschlössern immer wieder zur fehlerhaften Anzeige der Verfügbarkeit von Rädern in der StadtRAD-App. Dies haben auch bereits Kundinnen und Kunden zurückgemeldet.

Lars Matthes, Projektleiter StadtRAD Hamburg der Deutschen Bahn, erklärt: „Wir stehen im engen Kontakt mit dem Hersteller, um die Fehlfunktionen schnellstmöglich zu beseitigen. Unser Kundenservice steht bei Problemen jederzeit telefonisch zur Verfügung und hilft. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer schnellen Lösung.“

Ärgerlich sind zudem mutwillige Beschädigungen von Rädern, die einen erhöhten Reparaturaufwand mit sich bringen und ebenfalls zu Einschränkungen in der Verfügbarkeit führen. Die Mitarbeiter vom StadtRad-Team bitten die Kunden, Beschädigungen zu melden. Diese werden dann umgehend beseitigt. 

Verkehrsentlastung für eine lebenswerte Stadt

Die Deutsche Bahn und die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation arbeiten gemeinsam daran, das Konzept des StadtRAD-Systems kontinuierlich weiterzuentwickeln. So sind zahlreiche neue Stationen für StadtRAD und StadtRAD-Lastenpedelecs in allen sieben Bezirken in Vorbereitung. Das Team von StadtRAD arbeitet mit großem Engagement daran, dass die Hamburgerinnen und Hamburger ihr StadtRAD zuverlässig nutzen können. Bereits heute trägt das bundesweit meist genutzte Leihradangebot dazu bei, die Stadt vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten und damit insgesamt lebenswerter zu machen.