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Leipzig

Haltepunkt Gröditz erhält neuen Bahnsteig und wird barrierefrei ausgebaut

Bauarbeiten beginnen am 18. Juli und dauern bis Ende des Jahres • Bund, DB und VVO investieren 1,2 Millionen Euro

Am 18. Juli beginnt die Deutsche Bahn (DB) am Haltepunkt Gröditz mit Bauarbeiten. Dabei wird der alte Bahnsteig abgerissen und anschließend neu aufgebaut. Durch die Anpassung der Bahnsteighöhe ist nach Abschluss der Bauarbeiten Ende dieses Jahres ein ebenerdiges Ein- und Aussteigen möglich. Ein taktiles Leitsystem ermöglicht auch blinden und sehbehinderte Menschen die Orientierung. Der Bund, die DB und der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) investieren 1,2 Millionen Euro in das Bauvorhaben.

Gröditz liegt zwischen Riesa und Elsterwerda. Dort halten planmäßig die Züge der Regionalbahnlinie RB 45 (Chemnitz–Riesa–Elsterwerda) zwei- und in der Hauptverkehrszeit einstündlich. Wegen der Bauarbeiten ist allerdings in der Zeit vom 26. Juli bis 19. August in Gröditz kein Halt möglich. Zwischen den Stationen Gröditz und Tiefenau ist ein Pendelbus unterwegs.

Der Bahnsteig wird auf einer Länge von 170 Metern modernisiert und von 38 cm auf 55 cm erhöht und mit einer modernen, energiesparenden LED-Beleuchtung versehen. In die Pflasterung wird ein Blindenleitsystem integriert. Ergänzt wird die Bahnsteigausstattung mit einem neuen Wegeleitsystem, Fahrplanvitrine, Wetterschutzhaus, Sitzgelegenheiten und Abfallbehälter. Wie bisher wird es möglich sein, Fahrscheine am Automaten zu kaufen und vor Fahrtantritt zu entwerten. Ein dynamischer Schriftanzeiger zeigt Zugabfahrten und aktuelle Informationen an. 

Christian Schulz, Leiter des Bahnhofsmanagements Leipzig: „Es freut mich außerordentlich, dass sich bald die Bedingungen für mobilitätseingeschränkte Menschen, Reisende mit schwerem Gepäck oder Eltern mit Kinderwagen verbessern und es in Gröditz deutlich attraktiver wird, in die umweltfreundliche Bahn umzusteigen.“ Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO, ergänzt: „Wieder kommen wir unserem Ziel ein Stück näher, mit Unterstützung des Freistaats Sachsen bis zu 98 Prozent unserer Fahrgäste einen barrierefreien Ein- und Ausstieg ermöglichen zu können. Bereits heute nutzen 92 Prozent der Bahn-Fahrgäste im VVO eine der 66 barrierefreien Stationen im Verbund.“

Dieses Investitionsvorhaben ist Bestandteil des Programms „#Neues Netz für Deutschland“ für Mobilität und Klimawende. Rund 690 Millionen Euro stehen 2022 für Netz und Bahnhöfe in Sachsen zur Verfügung. Damit modernisiert und erneuert die DB rund 110 Kilometer Gleise, 105 Weichen sowie 16 Brücken. Außerdem packt die DB 40 Haltepunkte und Bahnhöfe an – darunter den Hauptbahnhof Dresden sowie die Bahnhöfe Dresden-Plauen, Borna und Flöha. Mit diesem Programm will die DB die vorhandene Infrastruktur leistungsfähiger machen, mehr Kapazität im Schienennetz schaffen und ihre Stationen modern und barrierefrei gestalten. Weitere Informationen unter: https://www.deutschebahn.com/pr-leipzig-de/aktuell/presseinformationen/690-Millionen-Euro-Investitionen-fuer-Sachsen-DB-macht-Netz-und-Bahnhoefe-fit-fuer-die-Zukunft--7273366?contentId=1315020.