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Zwiesel

Fit für die Zukunft: Modernisierung der Bahnstrecken im Bayerischen Wald

Moderne Signal- und Stellwerkstechnik für mehr Zuverlässigkeit und Flexibilität • Arbeiten beginnen im Juli

In den kommenden Monaten werden die Strecken der Zwieseler Spinne (Bahnstrecken rund um Zwiesel) mit moderner Signal- und Stellwerkstechnik ausgestattet. Die Zwieseler Spinne ist eines von sieben deutschlandweiten Projekten des sogenannten Schnellläuferprogramms. Die Deutsche Bahn und die Industrie modernisieren und digitalisieren dabei mit Förderung des Bundes das Schienennetz im Rekordtempo.

Weniger Ausfälle, flexiblere Fahrmöglichkeiten der Züge, bessere Pünktlichkeit - durch die Digitalisierung wird die Zuverlässigkeit und Effizienz des Schienenverkehrs auf der Zwieseler Spinne deutlich gesteigert werden können. Neben den Signalen und Weichen erneuert die DB alle sechs bestehenden Stellwerke entlang der Strecken mit digitaler Stellwerkstechnik. Die neue Technik ermöglicht außerdem eine bessere Steuerung und flexiblere Fahrmöglichkeiten der Züge. Auch die Instandhaltung der Strecke wird weniger aufwändig und einfacher. So profitieren Fahrgäste durch die Digitalisierung der Bahnstrecke bis nach Bayrisch Eisenstein.

Um das Projekt an der Zwieseler Spinne zu realisieren, müssen Teilbereiche der Strecke bis zur Inbetriebnahme Ende 2023 abschnittsweise für insgesamt rund 40 Wochen gesperrt werden.

  • Sperrung vom 25.07. – 02.10.2022 (KW 30-39): Deggendorf – Bahnhof Zwiesel
  • Sperrung vom 01.08. – 21.08.2022 (KW 31-33): Gotteszell – Ruhmannsfelde
  • Sperrung vom 12.09. – 02.10.2022 (KW 37-39): Zwiesel – Grafenau 
  • Sperrung vom 29.05. – 02.07.2023 (KW 22-26): Bahnhof Zwiesel
  • Sperrung vom 29.05. – 25.06.2023 (KW 22-25): Zwiesel – Bodenmais
  • Sperrung vom 29.05. – 25.06.2023 (KW 22-25): Zwiesel – Lichtenthal
  • Sperrung vom 29.05. – 20.08.2023 (KW 22-33): Zwiesel – Bayerisch Eisenstein
  • Sperrung vom 05.11. – 03.12.2023 (KW 45-48): Bf Deggendorf – Bayerisch Eisenstein  
  • Sperrung vom 05.11. – 03.12.2023 (KW 45-48): Gotteszell – Ruhmannsfelden


Gemeinsam mit der Länderbahn, dem Betreiber der Strecke, wurde ein Schienenersatzverkehr (SEV)-Konzept erarbeitet.

In den jeweiligen Sperrungszeiträumen entfallen auf den genannten Streckenabschnitten alle Züge der Waldbahn und werden durch Busse im Schienenersatzverkehr (SEV) ersetzt. Schienenersatzverkehre mit Bussen können den regulären Zugbetrieb in Sachen Komfort, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit meist nicht gleichwertig ersetzen. Die Länderbahn legt deshalb bei der SEV-Planung größten Wert auf eine möglichst fahrgastfreundliche Umsetzung. Über die gesamten Sperrungszeiträume wird in Deggendorf der Anschluss vom regulären Zugpendelverkehr zwischen Deggendorf und Plattling auf den SEV-Bus nach Zwiesel erhalten bleiben.

Auch der Anschluss in Gotteszell auf die Linie RB 38 nach Viechtach bleibt bestehen. Dies gilt auch während des Schienenersatzverkehrs zwischen Gotteszell und Ruhmannsfelden im August. Zu weiteren Einschränkungen wird es entlang der Strecke Gotteszell-Viechtach nicht kommen. Der landschaftlich besonders reizvolle Streckenabschnitt „Bayerisch Kanada“ bleibt damit durchgehend befahrbar.

Aufgrund der verlängerten Fahrtzeit des SEV-Busses zwischen Deggendorf und Zwiesel können die Anschlüsse in Zwiesel nach Grafenau, Bodenmais und Bayerisch Eisenstein nicht erreicht werden. Hier müssen längere Wartezeiten bei der Reiseplanung berücksichtigt werden.

Die Planungen für den Schienenersatzverkehr ab KW 37 auf der Linie RB 36 Zwiesel-Grafenau sind noch nicht abgeschlossen. Auch hier wird nach den bestmöglichen Lösungen für die Fahrgäste gesucht.

Weitere Informationen, die Fahrtzeiten und die jeweilige Lage der SEV-Haltestellen finden Reisende auf www.waldbahn.de.


Hintergrund:

Der Bund stellt 500 Millionen Euro für moderne Stellwerkstechnik aus dem Konjunkturprogramm zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie bereit. Innerhalb kürzester Zeit wird in insgesamt sieben Projekten die vorhandene Stellwerks- und Bahnübergangssicherungstechnik durch digitale Stellwerkselemente modernisiert. Hierbei werden in enger Zusammenarbeit mit der Industrie Prozesse verbessert und Standards etabliert, um eine deutliche Beschleunigung der Projektabwicklung zu erreichen.


Die Digitale Schiene Deutschland schafft industrielle Arbeitsplätze und stützt die mittelständischen in Deutschland ansässigen Unternehmen. Die Digitalisierung ist ein Beitrag zur Verkehrswende und zum Klimaschutz. Wer mit der Bahn fährt, reist bereits heute weitgehend CO2-frei. Die Digitalisierung revolutioniert nachhaltigen Bahnverkehr: kürzere Fahrzeiten, kürzere Wartezeiten, präzise Kund:inneninformation.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://digitale-schiene-deutschland.de/de/projekte/Schnelll%C3%A4uferprogramm