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München

Für eine starke Schiene: DB baut den Bahnhof München-Pasing aus

Mehr Kapazitäten für den Zugverkehr • Zusätzliche Halte- und Fahrmöglichkeiten • Invest von rund 500 Millionen Euro

Die Deutsche Bahn (DB) setzt ihr Investitionsprogramm „Neues Netz für Deutschland“ konsequent fort und baut die Infrastruktur weiter aus. Auch am Bahnhof München-Pasing plant die DB im Auftrag von Bund und Freistaat mehrere Projekte für eine „Starke Schiene“ und eine umweltfreundliche Mobilität in der Metropolregion – mit dem Ziel, die Bahninfrastruktur fit für die Zukunft zu machen und mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern.

Im Arbeitsprogramm für Pasing stehen ein weiterer Bahnsteig, der Ausbau des jetzigen Südbahnsteigs sowie ein großer Gleisumbau unmittelbar westlich der Bahnsteige. Alle drei Projekte dienen dazu, mehr Kapazitäten für den Zugverkehr zu schaffen. Züge aus dem Allgäu und dem Werdenfelser Land sowie aus Richtung Augsburg, aber auch die S-Bahnen können künftig einfacher und damit schneller in den Bahnhof hinein und auch wieder herausfahren. Heute dagegen stehen sie öfter wie vor einer roten Ampel und verspäten sich dadurch.

Für mehr und pünktlichere Züge

Der Bahnhof München-Pasing ist Drehscheibe für den Regional- und Fernverkehr sowie westlicher Startpunkt für die Stammstrecke der Münchner S-Bahn. Mit täglich rund 100.000 Fahrgästen und 1000 Zughalten gehört er zu den größten Schienen-Drehkreuzen in Bayern – mit zahlreichen Umsteigemöglichkeiten auch zum ÖPNV. Damit der Bahnhof für den weiteren Ausbau der Schiene – dazu zählen der Deutschlandtakt für den Fernverkehr genauso wie der Ausbau des Regional- und S-Bahn-Netzes im Großraum München – gerüstet ist, benötigt er zusätzliche Kapazitäten. Daher soll die Station ausgebaut werden und weitere Halte- und Fahroptionen erhalten. „Mehr Bahnsteige bedeuten mehr Möglichkeiten für Zughalte und führen zu einer besseren Pünktlichkeit“, sagt Mathias Beck, Leiter der Abteilung für Neu- und Ausbauprojekte der DB Netz AG für den Münchner Westen. Die DB investiert gemeinsam mit Bund und Freistaat für die Projekte im Bahnhof Pasing in den nächsten Jahren rund 500 Millionen Euro.

Ein neuer Bahnsteig im Norden

Zentraler Bestandteil ist der Bau eines zusätzlichen Bahnsteigs im nördlichen Bahnhofsbereich. Er entsteht zwischen den vorhandenen Gleisen 12 und 14 und wird barrierefrei über Aufzüge und Rolltreppen an die bestehenden Unterführungen angeschlossen. Am neuen Bahnsteig sollen künftig vor allem die Züge in und aus Richtung Augsburg halten. Für die Anwohner:innen entsteht eine 1300 Meter lange Lärmschutzwand. Im Sommer soll das offizielle Baurechtsverfahren für den neuen Bahnsteig starten. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand für 2027 geplant.

Barrierefreier Ausbau des Südbahnsteigs

Ganz im Süden des Bahnhofs Pasing plant die DB, den bestehenden Südbahnsteig zu erweitern und damit weitere Haltemöglichkeiten zu schaffen. Er soll zu einem barrierefreien Mittelbahnsteig mit zwei Gleisen ausgebaut werden. Bisher halten dort lediglich die Züge der S20, künftig sollen auch die Regionalzüge in und aus Richtung Fürstenfeldbruck/Buchloe den Bahnsteig nutzen können.

Gleisumbau westlich der Bahnsteige

Ergänzt werden die Maßnahmen an den Bahnsteigen um einen großen Gleisumbau unmittelbar westlich des Bahnhofs. Er ist der Schlüssel für Mehrverkehre in und aus Richtung Westen und das umfangreichste Projekt. Von Westen her fahren nicht nur die Züge der Münchner S-Bahn-Linien S4, S6 und S8 nach Pasing, sondern auch die Züge aus dem Allgäu und dem Werdenfelser Land. Am sogenannten Westkopf treffen sie aufeinander und warten dort vor der Einfahrt in den Bahnhof Pasing öfter wie vor einer roten Ampel und verspäten sich dadurch. Mit dem Bau von Brücken sowie Über- und Unterführungen sollen die Züge ohne rote Ampeln rollen und damit einfacher und schneller in den Bahnhof hinein und auch wieder herausfahren können. Die Planungen befinden sich ebenso wie beim Südbahnsteig noch in einer frühen Phase. Angedacht ist eine Realisierung Anfang der 2030er Jahre.