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Memmingen

Stadt und Bahn eröffnen neuen Fußgängersteg am Bahnhof in Memmingen

Meilenstein im Baufinale - Elektrifizierung München-Lindau auf der Zielgeraden

Platz machen für die neue Oberleitung und den schnellen elektrischen Zugverkehr hieß es im vergangenen Jahr für die alte Fußgängerbrücke am Bahnhof in Memmingen. An Stelle dieses „Eisernen Steges“ errichtete die Bahn ein neues Bauwerk, das am Freitag von Oberbürgermeister Manfred Schilder und DB-Gesamtprojektleiter Matthias Neumaier offiziell freigegeben wurde. Der neue Steg, ein gemeinsames Projekt von Stadt und Bahn, führt nun in einer Höhe von 6,20 Metern über die Gleise und verbindet wieder die Stadtteile östlich und westlich der Bahn. Rund 1,8 Millionen Euro wendeten Deutsche Bahn (43%) und Stadt (57%) dafür auf.

„Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Memmingen hat dieser Fußgängerüberweg eine große Bedeutung, weil er eine schnelle Verbindung vom Osten in die Innenstadt darstellt. Diese Verbindung hat uns allen in den vergangenen zehn Monaten sehr gefehlt. Deshalb ist diese Eröffnung ein erfreuliches Ereignis“, so Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Ende des Jahres will die Bahn die Elektrifizierung der Strecke München-Memmingen-Lindau (ABS 48) abschließen. Mit Investitionen von insgesamt rund 500 Millionen Euro können dann im Allgäu und dem Weg in die Schweiz deutliche Fahrzeitgewinne erzielt werden.

Matthias Neumaier, DB-Gesamtprojektleiter ABS 48: „Der neue Fußgängersteg am Bahnhof in Memmingen ist ein weiterer Meilenstein im Baufinale unserer Bahn-Elektrifizierung. Ich danke dem Oberbürgermeister für die gute Zusammenarbeit und hoffe, dass viele Memminger Gebrauch machen von diesem Weg über die Gleise genauso wie von den künftig schnellen Zügen auf den Gleisen.“

Im Juni 2019 baute die DB Netze den alten Fußgängersteg ab. Ein halbes Jahr später erfolgte im Dezember der Einhub des neuen Brückenteils, eine Trägerkonstruktion aus Stahl mit einem Gewicht von 37 Tonnen. Mit einem 500 Tonnen Kran hob das Bauteam den neuen 42,5 Meter lange Fußgängersteg millimetergenau an Ort und Stelle. In den vergangenen Wochen musste die Bahn noch für eine Erdung des Bauwerks sorgen und einen Berührschutz anbringen. Er besteht aus Stahlträgern und transparenten Acrylglasscheiben mit einer Höhe von etwa zwei Metern. Zwei neue Treppenaufgänge auf beiden Seiten der Gleise komplettieren das Bauwerk.

Ende April beendeten die Bautrupps die Elektrifizierungsabreiten auf dem einen Gleis zwischen Weißensberg und Lindau-Aeschach und wechselten auf das zweite Gleis. Damit läutete das Projektteam die Halbzeit des Baufinales ein. Im Sommer schalten DB Netz den Strom ein, ab dann fließen 15.000 Volt durch die Oberleitungen – ein wichtiger Schritt in Richtung Inbetriebnahme. Denn anschließend können Mess-, Probe und Testfahrten stattfinden, bevor im Dezember der fahrplanmäßige Zugbetrieb Fahrt aufnimmt.