SNCF und Deutsche Bahn erneuern Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie und Digitalisierung

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Saint-Denis/Berlin

SNCF und Deutsche Bahn erneuern Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie und Digitalisierung

Neue Vereinbarung zur Digitalkooperation unterzeichnet

Vier Jahre nach dem Start der Digitalisierungskooperation zwischen SNCF und DB haben SNCF-Präsident Jean-Pierre Farandou und Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, zusammen mit Pierre Izard, SNCF-Direktor Technologien und Innovation, und Prof. Dr. Sabina Jeschke, DB-Vorständin für Digitalisierung und Technologie, eine neue Vereinbarung unterzeichnet. Mit dem Ausbau ihrer Partnerschaft bündeln die Unternehmen ihr technologisches und digitales Know-how, um das Eisenbahnsystem fit für die Zukunft zu machen. Die neue Vereinbarung konzentriert sich auf sieben Bereiche, in denen die Automatisierung des Bahnbetriebs vorangetrieben sowie Qualität, Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Schienenverkehrs erhöht werden sollen. Auch wenn die Schiene schon heute das umweltfreundlichste Verkehrsmittel ist, zählen auch Energiemanagement und Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes zu den Themenfeldern der Kooperation. Ziel ist es hier, die Integration neuer Lösungen zu beschleunigen und die Anforderungen des European Green Deal zu erfüllen.

Jean-Pierre Farandou: „Unsere Aufgabe ist es, die Zukunft mitzugestalten, bessere Dienstleistungen für unsere Kunden zu entwickeln und die Grundlagen für eine effizientere und robustere Bahn zu schaffen. Mit dieser neuen Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern stärken wir unsere Innovations- und Technologie­programme, um die Schiene weiter voranzubringen.“

Dr. Richard Lutz: „Als zwei der größten europäischen Eisenbahnunternehmen stehen SNCF und DB vor ähnlichen Herausforderungen und können daher von ähnlichen Lösungen profitieren. Unsere Partnerschaft mit der SNCF ist in dieser Hinsicht von großer Bedeutung: Sie bietet uns die Möglichkeit, die Umsetzung europäischer Standards und Initiativen gemeinsam voranzutreiben und zugleich im Rahmen einer engen Zusammenarbeit Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Genau das brauchen wir, um das Zusammenwachsen des europäischen Eisenbahnsystems weiter voranzutreiben.“

Im Mittelpunkt der fortgesetzten Initiativen steht die Architektur des künftigen europäischen Eisenbahnsystems mit den technologischen Bausteinen autonome Züge, betriebssichere Zugortung, Kommunikationssysteme der Zukunft einschließlich 5G, sowie intelligenter Bahnbetrieb unter Einsatz von Simulations­methoden und KI.

Beide Unternehmen wollen in Schlüsselbereichen schneller vorankommen. Hierzu zählen der digitale Güterverkehr mit der Verbesserung des grenzüberschreitenden Datenaustauschs, BIM (Building Information Modeling) für virtuelle Bauplanung und -durchführung auf der Grundlage eines digitalen Zwillings sowie Reisendenlenkung mit mobilen Apps. Darüber hinaus haben die Unternehmen einen Erfahrungsaustausch zu alternativen Antriebssystemen vereinbart, wie den Einsatz von Biokraftstoffen, Hybridlösungen sowie Elektro- und Wasserstoffmobilität. Ein weiterer Schwerpunkt sind umweltfreundliche Bahnhöfe: Wichtige Stichworte sind hier Energiemanagement, umweltfreundliche Baustoffe und Ressourcenschonung.

Durch die verstärkte Kooperation in den Bereichen Forschung und Entwicklung bekräftigen die beiden Eisenbahnunternehmen ihre Vision und ihr Ziel, gemeinsam neue Standards zu setzen und so den Weg des europäischen Bahnsektors in die Zukunft zu beschleunigen.