Aktuelle Informationen zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona

Sicher Reisen in Corona-Zeiten

Umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen in den Zügen der DB • Zusätzliche Empfehlungen für sicheres Bahnfahren

Artikel: Aktuelle Informationen zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona

Die Deutsche Bahn (DB) setzt die behördlichen Vorgaben zum Infektionsschutz um. Für Fahrgäste in allen Fernverkehrszügen der DB gilt ab dem 1. Oktober 2022 bundesweit die gesetzliche Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. In Nahverkehrszügen sowie in Bahnhöfen gelten die jeweiligen Regeln der Länder.

Was müssen Reisende bei der Fahrt mit der Bahn beachten? 

Reisende in allen Fernverkehrszügen der DB sind bundesweit zum Tragen einer FFP2-Maske verpflichtet. In Nahverkehrszügen sowie in Bahnhöfen gelten die jeweiligen Regeln der Länder. Fahrgäste werden gebeten, weiterhin die jeweils vor Ort gültigen Regeln zu beachten. Die allermeisten Reisenden in unseren Bussen und Bahnen halten sich aktuell an die gesetzlichen Vorgaben zur Maskenpflicht.

Seit Bestehen der Maskenpflicht informiert die DB darüber in Zügen, Bahnhöfen sowie in den DB-Medien (bahn.de, Bahn-App DB Navigator) und appelliert an die Fahrgäste, dies zum Schutz aller Kund:innen und der DB-Beschäftigten zu beachten. Neben der Einhaltung verbindlicher Verordnungen geht es zudem darum, gegenseitige Rücksichtnahme zu leben und Verantwortung für die Gesundheit jedes Einzelnen und in der Gesamtbevölkerung zu tragen. Die Gesundheit und Sicherheit von Beschäftigten und Fahrgästen haben höchste Priorität.

Die Mitarbeitenden an Bord der Fern- und Nahverkehrszüge der DB sind gesetzlich nicht verpflichtet, eine FFP2-Maske zu tragen. Für sie ist eine medizinische Maske ausreichend. Hintergrund ist, dass die Tragedauer von FFP2-Masken arbeitsschutzrechtlich beschränkt ist.

Welche Kulanzregelungen gelten, wenn Reisende ihre Fahrt nicht antreten können?

Die DB empfiehlt seit dem Frühjahr 2020 aktiv die Buchung stornierbarer Angebote. Sowohl die Flexpreise als auch die Sparpreise sind im Rahmen der regulären Tarifkonditionen stornierbar. Wer in dieser Zeit unterwegs sein muss, folgt der Empfehlung auch ganz überwiegend. Die Mehrzahl unserer Kund:innen hat daher die Möglichkeit, flexibel auf die aktuellen Entwicklungen zu reagieren. Super-Sparpreis-Tickets sind leider von der Stornierung ausgeschlossen. 2020 hat die DB im Rahmen der Corona-Sonderkulanz die Stornierung und flexible Nutzung von rund 5 Millionen Fahrten ermöglicht. Unabhängig von allen tariflichen Bedingungen haben alle Reisende im Falle von Verspätung oder Ausfall des gewählten Zuges die Rechte aus der europäischen Fahrgastrechte-Verordnung – insbesondere auch das auf die Erstattung des Fahrpreises.

Welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen ergreift die DB in ihren Fahrzeugen und Bahnhöfen?

An dem umfassenden Hygiene- und Schutzpaket hält die DB weiter fest.

Zentrale Punkte sind:

  • Die DB hat das Zug-Angebot zuletzt bereits massiv ausgebaut und baut dieses auch weiter aus. Ende des Jahres werden erstmals 360 ICE-Züge in Deutschland unterwegs sein.
  • Kunden können sich über die voraussichtliche Auslastung der Fernverkehrszüge über bahn.de und die App DB Navigator informieren
  • Während der Reise unterstützt das Bordpersonal die Fahrgäste dabei, sich bestmöglich im Zug zu verteilen
  • In den Zügen des Fernverkehrs gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske sowie in den Nahverkehrszügen die Vorgaben der jeweiligen Bundesländer. Fahrgäste werden gebeten, weiterhin die jeweils vor Ort gültigen Regeln zu beachten.
  • Im Bahnhof: Bei der DB Information und in Reisezentren sind offene Schalter mit Plexiglasscheiben ausgestattet, zudem gibt es Abstandsmarkierungen.
  • Flinkster-Fahrzeuge werden verstärkt regelmäßig durch geschultes Personal gereinigt. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Kontaktflächen, wie beispielsweise Lenkrad oder Radio, gelegt.








Warum gibt es bei der DB keine Reservierungspflicht?

Die Fahrgäste der DB sollen auch weiterhin die Möglichkeit haben, spontan in jeden Zug einzusteigen. An dem offenen System, das Bahnkund:innen in Deutschland sehr schätzen, hält die DB deshalb fest.

Fünf Gründe, warum die DB von einer Reservierungspflicht absieht:

  1. Reisen mit Familie und Freund:innen ermöglichen: Viele unserer Kund:innen möchten weiterhin gemeinsam reisen (beispielsweise als Familie). Dazu muss es möglich bleiben, nebeneinander liegende Sitzplätze zu buchen.
  2. Fern- und Regionalverkehr als Einheit belassen: Fern- und Regionalverkehr bilden in Deutschland ein miteinander verknüpftes Bahnsystem mit gemeinsamen Angeboten. Ein Beispiel ist die Strecke München-Rosenheim-Salzburg. Die Möglichkeit, auf dieser Strecke mit einer Streckenzeitkarte sowohl Fern- als auch Regionalverkehrszüge zu nutzen, fiele bei einer Reservierungspflicht weg. Zudem würden sich mehr Reisende auf weniger Züge verteilen und das Gegenteil des gewünschten Effekts erzielen. 
  3. Stammkund:innen weiter flexibel reisen lassen: Wir wollen den rund 50.000 BahnCard-100-Kund:innen sowie den Pendelnden bzw. Jahres- und Monatskarten-Inhaber:innen und Reisenden mit touristischen Angeboten wie Rail&Fly, die ebenfalls ganz bewusst nicht an eine Buchung und einen Zug gebunden sind, weiterhin die Möglichkeit bieten, flexibel zu reisen. All diese Kund:innen müssten für sämtliche Fahrten separate Reservierungen buchen. 
  4. Weiterhin einheitlich Bahn fahren in der DACH-Region erlauben: Die wichtigsten grenzüberschreitenden Verkehre finden nach Österreich und die Schweiz statt. Beide Länder kennen keine Reservierungspflicht und die DB hat mit den Partner:innen die Auskunfts- und Buchungssysteme gut verknüpft, damit Kund:innen aus allen drei Ländern einfach und unkompliziert die Bahn dies- und jenseits der Grenzen nutzen können.

Welche Rolle spielen Klimaanlagen in den Zügen im Zusammenhang mit Corona?

Klimaanlagen sorgen für das „Lüften“ während der Fahrt. In einem ICE findet alle 7 Minuten ein vollständiger Luftaustausch statt. Außerdem verfügen die Züge über eine aktive Luftmengensteuerung, die die Frischluftzufuhr abhängig von der Besetzung der Züge regelt. Die Luftwechselrate liegt deutlich über jener in Gebäuden. Auch in Zügen von DB Regio wird eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet. Diese ergibt sich zum einen durch die zahlreichen Halte im Regional- und S-Bahn-Verkehr und dem damit verbundenen häufigen Öffnen der Türen. Zum anderen erfolgt in den Klimaanlagen eine Frischluftbeimischung. Die in DB-Zügen installierten Klima- und Lüftungsgeräte werden in regelmäßigen Abständen technisch gewartet. Die Klimaanlagen laufen aktuell sehr stabil und zuverlässig.  

Bei der fortlaufenden Bewertung der Corona-Situation und der Ableitung von Maßnahmen setzt die DB auf die jeweils aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Dafür steht das Unternehmen in engem Austausch mit renommierten wissenschaftlichen Institutionen und beteiligt sich an entsprechenden Studien, die auch von der DB initiiert wurden. Zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersuchte die DB mögliche Infektionswege in Schienenfahrzeugen. Die Studie zeigt, dass die Klimaanlage bei der Verbreitung der Aerosole im Fahrgastraum faktisch keine Rolle spielt. Informationen zu den Ergebnissen der Untersuchung finden Sie hier.

Alle Infos zu Corona und der aktuellen Lage im Schienengüterverkehr finden Sie hier zusammengefasst.