Aktuelle Informationen zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona

Sicher Reisen in Corona-Zeiten

Umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen in den Zügen der DB • Zusätzliche Empfehlungen für sicheres Bahnfahren • 3G im Bordrestaurant

Artikel: Aktuelle Informationen zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona

Die Deutsche Bahn setzt die neuen behördlichen Vorgaben zum Infektionsschutz um. Das heißt für Reisende: In den Zügen des Fern- und Nahverkehrs gilt weiterhin die Pflicht zum Tragen einer medizinischen oder einer FFP2-Maske. Die Züge der DB können wieder ohne 3G-Nachweis genutzt werden. In der Bordgastronomie bleibt die 3G-Regel bundesweit bestehen. Fahrgäste werden gebeten, weiterhin die jeweils vor Ort gültigen Regeln zu beachten.

Was müssen Reisende bei der Fahrt mit der Bahn beachten? 

Reisende in Zügen und Bussen der Deutschen Bahn sind zudem verpflichtet, eine medizinische Maske oder FFP2-Maske zu tragen. Fahrgäste werden gebeten, weiterhin die jeweils vor Ort gültigen Regeln zu beachten. Fast alle Fahrgäste halten sich an die Vorschrift. Wenn eine sehr kleine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für die Deutsche Bahn nicht hinnehmbar. Sollte die Bahn in solchen Fällen einen Beförderungsausschluss aussprechen müssen, setzt die Bundespolizei dies in Konfliktsituationen um.

Seit Bestehen der Maskenpflicht informiert die DB darüber in Zügen, Bahnhöfen sowie in den DB-Medien (bahn.de, Bahn-App DB Navigator) und appelliert an die Fahrgäste, dies zum Schutz aller Kund:innen und der DB-Beschäftigten zu beachten. Neben der Einhaltung verbindlicher Verordnungen geht es zudem darum, gegenseitige Rücksichtnahme zu leben und Verantwortung für die Gesundheit jedes Einzelnen und in der Gesamtbevölkerung zu tragen. Die Gesundheit und Sicherheit von Beschäftigten und Fahrgästen haben höchste Priorität.


In den Bordbistros- und -restaurants gilt die 3G-Regel. Hier setzen wir die von den meisten Bundesländern festgeschriebene 3G-Regel für die Innengastronomie bundeseinheitlich in unseren Fernverkehrszügen um. 

Für einen Besuch im Bordbistro oder -restaurant müssen Fahrgäste der DB sind auf Grundlage der behördlichen Vorgaben, einen der folgenden drei Nachweise mitführen:

  • Vollständig geimpft (die letzte notwendige Impfdosis muss mindestens 14 Tage zurückliegen)
  • Genesen (nicht länger als 90 Tage)
  • Getestet (dokumentierter negativer Antigen-Schnelltest unter Aufsicht (kein Selbsttest) oder aktueller PCR-Test) - bei Antritt der Fahrt darf in allen Fällen die Testabnahme nicht länger als 24 Stunden zurückliegen.

Welche Kulanzregelungen gelten, wenn Reisende ihre Fahrt nicht antreten können?

Die DB empfiehlt seit dem Frühjahr 2020 aktiv die Buchung stornierbarer Angebote. Sowohl die Flexpreise als auch die Sparpreise sind im Rahmen der regulären Tarifkonditionen stornierbar. Wer in diesen Monaten unterwegs sein muss, folgt dieser Empfehlung auch ganz überwiegend. Die Mehrzahl unserer Kund:innen hat daher die Möglichkeit, flexibel auf die aktuellen Entwicklungen zu reagieren. Super-Sparpreis-Tickets sind leider von der Stornierung ausgeschlossen. 2020 hat die DB im Rahmen der Corona-Sonderkulanz die Stornierung und flexible Nutzung von rund 5 Millionen Fahrten ermöglicht. Unabhängig von allen tariflichen Bedingungen haben alle Reisende im Falle von Verspätung oder Ausfall des gewählten Zuges die Rechte aus der europäischen Fahrgastrechte-Verordnung – insbesondere auch das auf die Erstattung des Fahrpreises.

Welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen ergreift die DB in ihren Fahrzeugen und Bahnhöfen?

Bundesweit sorgen derzeit mehr als 4.300 DB-Beschäftigte jeden Tag für saubere Züge und Bahnhöfe und die Einhaltung hygienischer Standards. Die DB gibt für Hygiene und Reinigung jährlich hohe dreistellige Millionenbeträge aus. In Fernverkehrszügen reinigen die Servicekräfte vor allem Kontaktflächen wie Türdrücker, Griffe und Haltestangen.

Seit Beginn der Pandemie gehen die Beschäftigten der Unterwegsreinigung (mobile Reinigung während der Fahrt) insbesondere auf besonders stark frequentierten Verbindungen alle zwei Stunden durch die Züge. Zuvor war das alle vier Stunden der Fall. Die Zahl der Unterwegsreinigungen im Fernverkehr wurden wegen Corona verdoppelt. Zur Reinigung der Bahnhöfe setzt die DB neue Spezialmaschinen ein.








Mobile Geräte – die „Cleanmobile“ - desinfizieren im Sprühverfahren schnell und gründlich große Oberflächen. 

Bewährt hat sich auch die automatische Türöffnung bei allen S-Bahnen in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München. Die Zugtüren öffnen sich automatisch in den Stationen. Es sorgt für das regelmäßige „Lüften“ während der Fahrt. Befragte Reisende bewerten zudem das kontaktlose Ein- und Aussteigen als hilfreich und wichtig.

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Kontaktlos laufen auch der Erwerb und die Kontrolle der Fahrkarten: Das Ticket kaufen Kund:innen über bahn.de oder den DB-Navigator. Zugbegleiter:innen prüfen kontaktlos. In vielen Fernverkehrszügen besteht außerdem die Möglichkeit, den Komfort-Check-in zu nutzen, womit die persönliche Kontrolle ganz entfällt.

Die Sicherheit der Gäste und Mitarbeitenden hat für die DB höchste Priorität. Mit einer maßgeschneiderten Offensive sorgen wir für noch mehr Hygiene und Sauberkeit an den Bahnhöfen und in den Zügen. Aktuell stehen an unseren Bahnhöfen rund 300 Desinfektionsspender, die von unseren Kund:innen rege genutzt werden.

Um den Reisenden das regelmäßige Händewaschen zu ermöglichen, hat die DB darüber hinaus auf 20 Bahnhöfen Waschgelegenheiten kostenlos zugänglich gemacht. Üblicherweise gibt es diese Anlagen an großen Bahnhöfen.

Die DB ist zum Thema Hygienemaßnahmen in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesverkehrsministerium. Die bestehenden Pandemieplanungen der DB werden den Aktualisierungen der Bundesregierung und der Bundesländer kontinuierlich angepasst. Die DB folgt zudem den Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts. 

Warum gibt es bei der DB keine Reservierungspflicht?

Die Fahrgäste der DB sollen auch weiterhin die Möglichkeit haben, spontan in jeden Zug einzusteigen. An dem offenen System, das Bahnkund:innen in Deutschland sehr schätzen, hält die DB deshalb fest.

Fünf Gründe, warum die DB von einer Reservierungspflicht absieht:

  1. Großes Bahnangebot aufrechterhalten: Eine Reservierungspflicht, die einen Abstand zwischen den Fahrgästen von mindestens 1,50 m garantiert, würde das Sitzplatzangebot im Fernverkehr auf ein Viertel verknappen. Damit käme das Bahnsystem auf vielen Verbindungen bereits heute – bei deutlich geringerer Auslastung - an seine Grenze und wäre von einem stabilen Grundangebot weit entfernt.
  2. Reisen mit Familie und Freund:innen ermöglichen: Viele unserer Kund:innen möchten weiterhin gemeinsam reisen (beispielsweise als Familie). Dazu muss es möglich bleiben, nebeneinander liegende Sitzplätze zu buchen.
  3. Fern- und Regionalverkehr als Einheit belassen: Fern- und Regionalverkehr bilden in Deutschland ein miteinander verknüpftes Bahnsystem mit gemeinsamen Angeboten. Ein Beispiel ist die Strecke München-Rosenheim-Salzburg. Die Möglichkeit, auf dieser Strecke mit einer Streckenzeitkarte sowohl Fern- als auch Regionalverkehrszüge zu nutzen, fiele bei einer Reservierungspflicht weg. Zudem würden sich mehr Reisende auf weniger Züge verteilen und das Gegenteil des gewünschten Effekts erzielen. 
  4. Stammkund:innen weiter flexibel reisen lassen: Wir wollen den rund 50.000 BahnCard-100-Kund:innen sowie den Pendelnden bzw. Jahres- und Monatskarten-Inhaber:innen und Reisenden mit touristischen Angeboten wie Rail&Fly, die ebenfalls ganz bewusst nicht an eine Buchung und einen Zug gebunden sind, weiterhin die Möglichkeit bieten, flexibel zu reisen. All diese Kund:innen müssten für sämtliche Fahrten separate Reservierungen buchen. 
  5. Weiterhin einheitlich Bahn fahren in der DACH-Region erlauben: Die wichtigsten grenzüberschreitenden Verkehre finden nach Österreich und die Schweiz statt. Beide Länder kennen keine Reservierungspflicht und die DB hat mit den Partner:innen die Auskunfts- und Buchungssysteme gut verknüpft, damit Kund:innen aus allen drei Ländern einfach und unkompliziert die Bahn dies- und jenseits der Grenzen nutzen können.

Was passiert bei einem Corona-Verdacht im Zug?

Generell folgen wir bei unseren Vorsorge- und Hygiene-Maßnahmen den Empfehlungen des RKI und des europäischen Center for Disease Control (ECDC). Bei einem von den Behörden festgestellten Corona-Verdacht wird der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert. Die Fahrgäste werden durch das Zugpersonal informiert, dass sie ihre Kontaktdaten hinterlegen sollen, um von den Behörden im Bedarfsfall kontaktiert werden zu können.

Es kommt an Bord der Züge gelegentlich vor, dass sich Fahrgäste wegen akuter Beschwerden bei unseren Beschäftigten melden. Für solche Situationen gibt es klar definierte Abläufe: Die DB-Beschäftigten informieren die Notfallleitstelle und fordern auf diesem Weg Rettungskräfte an. In der Erstversorgung geschulte Mitreisende werden in der Zwischenzeit um Unterstützung gebeten.

Welche Rolle spielen Klimaanlagen in den Zügen im Zusammenhang mit Corona?

Klimaanlagen sorgen für das „Lüften“ während der Fahrt. In einem ICE findet alle 7 Minuten ein vollständiger Luftaustausch statt. Außerdem verfügen die Züge über eine aktive Luftmengensteuerung, die die Frischluftzufuhr abhängig von der Besetzung der Züge regelt. Die Luftwechselrate liegt deutlich über jener in Gebäuden. Auch in Zügen von DB Regio wird eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet. Diese ergibt sich zum einen durch die zahlreichen Halte im Regional- und S-Bahn-Verkehr und dem damit verbundenen häufigen Öffnen der Türen. Zum anderen erfolgt in den Klimaanlagen eine Frischluftbeimischung. Die in DB-Zügen installierten Klima- und Lüftungsgeräte werden in regelmäßigen Abständen technisch gewartet. Die Klimaanlagen laufen aktuell sehr stabil und zuverlässig.  

Bei der fortlaufenden Bewertung der Corona-Situation und der Ableitung von Maßnahmen setzt die DB auf die jeweils aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Dafür steht das Unternehmen in engem Austausch mit renommierten wissenschaftlichen Institutionen und beteiligt sich an entsprechenden Studien, die auch von der DB initiiert wurden. Zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersuchte die DB mögliche Infektionswege in Schienenfahrzeugen. Die Studie zeigt, dass die Klimaanlage bei der Verbreitung der Aerosole im Fahrgastraum faktisch keine Rolle spielt. Informationen zu den Ergebnissen der Untersuchung finden Sie hier.

Alle Infos zu Corona und der aktuellen Lage im Schienengüterverkehr finden Sie hier zusammengefasst.