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Nürnberg

Bahnausbau Nürnberg–Schirnding: Vorplanung abgeschlossen

Wichtiger Meilenstein für Franken-Sachsen-Magistrale - Ausbau der Bestandsstrecke ist im Pegnitztal erste Wahl

Die Ausbauplanungen für die Bahnstrecke von Nürnberg über Marktredwitz an die tschechische Grenze bei Schirnding haben einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die Vorplanung ist abgeschlossen und die Vorzugsvarianten stehen fest. Diese sehen den Ausbau entlang der Bestandsstrecke vor.

Matthias Trykowski, Leiter Bahnausbau in Nordbayern: „Ein wichtiger Schritt beim Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg–Schirnding ist gemacht: Mit der abgeschlossenen Vorplanung haben wir einen Weg gefunden, die Elektrifizierung auf diesem anspruchsvollen Abschnitt zu realisieren. Hinter dem Team liegt eine arbeitsreiche und erfolgreiche Zeit. Auch die Region steht zu dem Projekt.“


Besondere Herausforderungen im Pegnitztal

In der Vorplanung wurde untersucht, wie die Elektrifizierung der Strecke realisiert werden kann. In Tunneln und bei niedrigen Straßenbrücken, wurden verschiedene Varianten untersucht. Im Pegnitztal wurde als Alternative zum Ausbau der Bestandsstrecke auch ein rund 5,5 Kilometer langer Neubautunnel untersucht. Auch für die weiteren Tunnel im Fichtelgebirge wurde der Bau neuer Tunnel zusätzlich zu den bestehenden geprüft.


Varianten entlang der Bestandsstrecke sind erste Wahl

In der umfangreichen Variantenuntersuchung wurden alle in Frage kommenden Möglichkeiten hinsichtlich der verkehrlichen und wirtschaftlichen Ziele sowie die Auswirkungen auf Menschen, Natur und Umwelt betrachtet. Die Vorzugsvariante ist überall der Ausbau der Bestandsstrecke, auch im Pegnitztal.


Die Ergebnisse der Vorplanung sehen unter anderem folgende Maßnahmen vor: Entlang der rund 140 Kilometer langen Bahnstrecke sind rund 5.000 neue Oberleitungsmaste erforderlich und 142 Straßen- oder Eisenbahnbrücken müssen angepasst oder neu gebaut werden. Weiterhin entstehen zehn neue Stellwerke und insgesamt sieben Bahnhöfe werden umgebaut.

Die Elektrifizierung der größtenteils zweigleisigen Bahnstrecke ist ein Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030. Dadurch soll die Strecke zukünftig mit modernen, klimafreundlichen Zügen befahren werden können. Das gibt der Region neue Perspektiven im Personen- und Güterverkehr. Beispielsweise wird damit die Wiedereinführung von Fernverkehrszügen und eine Erweiterung der Nürnberger S-Bahn ermöglicht.


Die zentralen Ergebnisse der Vorplanung sind einsehbar unter www.bahnausbau-nordostbayern.de.


Der Bahnausbau Nordostbayern

Fast 500 Kilometer Bahnstrecken in der Oberpfalz, Ober- und Mittelfranken wollen Bund und Bahn elektrifizieren und so eine der letzten großen Dieselinseln in Deutschland an das moderne Bahnnetz anschließen. Im Dreieck der Städte Nürnberg, Hof und Regensburg ist so ein umfassender Ausbau vorgesehen. Davon profitieren Menschen, Unternehmen und das Klima!